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August Höglinger »
Blog Einsichten

In diesem Blog findest du Geschichten aus und vom Leben. Aus einer sichtbaren und unsichtbaren Welt. Ich m├Âchte dich teilhaben lassen an meinen Erkenntnissen, Denkanst├Â├čen, Inspirationen, Erfahrungen, Ideen und neuen Pl├Ąnen.
Dieser Blog ist vor allem f├╝r Absolventinnen und Absolventen meiner Seminare und Lehrg├Ąnge eingerichtet, denn mit Ihnen verbindet mich eine tiefe Herzensbeziehung und ein St├╝ck gemeinsamen Weges.

Nat├╝rlich sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen.
In diesem Sinne freue ich mich und w├╝nsche allen tiefe Einsichten.

Herzlichst
August

Archiveinträge




23.06.2021

Unerh├Ârt

Zwei Jahre lang kam jeden Mittwoch um 8 Uhr ein Mann zu einem Priester und beichtete diesem immer das gleiche. Der Priester konnte es schon nicht mehr hören, da es immer die gleiche Leier war. 
Er ging zu einem Coach und dieser sagte zu dem Priester: Das ist doch unerhört, was dieser Mann dir zumutet! Nach einer kurzen Pause sprach er weiter: Weißt du, da ist etwas unerhört geblieben. Er sagte es schon 100mal und du hast es nicht gehört. 
Der Priester erkannte, dass er das Unausgesprochene, nämlich die Schuldgefühle des Beichtenden nicht gehört hatte. Er beichtete immer wieder, weil der Priester das Unerhörte nicht gehört hat.
Wenn mir jemand etwas dreimal erzählte, dann reagierte ich früher ungehalten darüber, dass ich mir die Sache so oft anhören musste. Heute frage ich innerlich nach, was ich nicht höre.

Herzlichst
August

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16.06.2021

Positiv ÔÇô negativ

Positiv kommt von positum, das bedeutet „Tatsächliches“.
Für einen Negativdenker liegt das Positive im Schatten (er kann es nicht wahrnehmen) und damit kennt er seine Stärken nicht. 
Für den Positivdenker liegt das Negative im Schatten. Das Negative ist dann das, was ich ablehne, was ich nicht akzeptieren will. Es ist die Angst, die Negativität erzeugt.
Wenn ich negativ bin, wird alles negativ sein. Wenn ich nur positiv bin, gibt es nichts Negatives. Wer immer positiv sein will, wertet ständig. Er schließt einen Teil von sich, vom Leben und damit auch einen Teil von Gott aus.
Menschen die ausschließlich Positivdenker sein wollen, verdrängen ihre dunklen Seiten. Es geht darum, sowohl dem Einen, als auch dem Anderen, seinen Platz zu geben.
Negative Emotionen lösen sich auf, wenn ich mir ihrer bewusst werde, positive Emotionen dehnen sich bei Bewusstwerdung aus. Man kann sich nicht zum positiv Denken zwingen, das geht am Tatsächlichen vorbei. Man sollte vielmehr seine Positivität und auch seine Negativität annehmen, wenn sie da sind.

Herzlichst
August

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09.06.2021

Niemand ausschlie├čen

Während meiner Meditationsleiterausbildung war ein Teilnehmer bei einem Meditationsseminar im Januar ziemlich erkältet und rotzelte, hustete und schneuzte sich fast ununterbrochen. Diese unangenehme Lärmbelästigung im Meditationsraum, der ein Raum der Stille ist, verhinderte das entspannte meditieren der anderen Teilnehmer. In der Pause gingen einige TeilnehmerInnen zum Leiter und verlangten, dass er den kränkelnden Teilnehmer aus dem Meditationsraum schicken sollte, damit sie in Ruhe weiter meditieren könnten. 
Der Leiter wies all diese reklamierenden TeilnehmerInnen aus dem Raum, nur der hustende Teilnehmer durfte bleiben. Dies war für mich eine herbe Lektion dafür, dass man niemand ausschließen sollte. 
Dann bot der Leiter eine Meditation an, in der wir der Frage nachgingen, was die Geräusche mit uns selber zu tun haben. Da kamen viele unangenehme Geschichten zu Tage. Danach störte der Husten niemanden mehr.
Die wichtigste Lektion für mich war, wenn ich jemand ausschließe, schließe ich mich selber aus. Wenn ich z.B. eine religiöse Gruppierung ausschließe, bin ich selber ausgeschlossen und kann meinerseits nichts mehr bewirken.

Herzlichst
August

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02.06.2021

Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott

Diese Weisheit wird häufig missverstanden und fehlinterpretiert. 
Manche deuten es so, dass man zuerst selber tun soll, was man kann. Wenn man dann ansteht, dann hilft einem Gott. Madame Curie stagnierte bei einem ihrer wichtigen Forschungsprojekte. Erst als sie nicht mehr weiter wusste, half ihr ein Traum (Botschaft der Anderwelt) die Lösung zu finden. Wenn man alle seine eigenen Möglichkeiten ausgeschöpft hat, dann kann man auf die Hilfe Gottes vertrauen.
Die wirkliche Deutung sagt, dass man Gott bei jedem Vorhaben dabei haben sollte. Dann gelingen ganz außergewöhnliche Dinge. Dh konkret, dass ich am Beginn jeder größeren oder kleineren Handlung Gott bitte, mit dabei zu sein. Ganz wesentlich ist die Bitte an Gott um Unterstützung und Hilfe.

Herzlichst
August

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26.05.2021

DNA

Vor kurzem habe ich entdeckt, dass ich Teile der DNA eines Menschen lesen kann. Das gesamte Erbgut, die DNA (desoxyribonucleic acid) eines Menschen, steckt in jeder menschlichen Zelle. Gebündelt ist dieses Erbgut innerhalb der Zelle (in den Chromosomen). Fast jede Zelle unseres Körpers trägt die Information für den Bau unseres gesamten Körpers in sich. Diese Erbinformation ist in der DNA im Zellkern gespeichert. Nur etwa 3 % unserer DNA sind auf das Körperliche bezogen. Der Rest hilft den Menschen zu überleben und zu leben. 
Waren die Vorfahren der Überzeugung, dass eine gewisse Verhaltensweise hilfreich für das Überleben ist, dann wurde diese Information in der DNA verankert, sodass die Nachkommen automatisch darüber verfügen können. Nicht immer sind diese gespeicherten Erfahrungen in der heutigen Zeit tatsächlich hilfreich. Die Umstände unter denen die Informationen gespeichert wurden, waren damals anders als heute. Jedenfalls geht es um das Bestreben, hilfreiche Erfahrungen an die Nachkommen weiterzugeben. Auch wir, unsere Generation speichert Erfahrungen ein, die unseren Nachkommen hilfreich sein sollten.  
Für mich ist es daher eine große Herausforderung, meine DNA der heutigen Zeit anzupassen, wenn sie nicht mehr lebensfördernd ist. Es ist mein derzeitiges Forschungsgebiet und Experimentierfeld. Ich möchte die Informationen, die von meinen Vorfahren gespeichert wurden, auf die Höhe der Zeit adaptieren. 

Herzlichst
August

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19.05.2021

Innere Schau

Die Fähigkeit meiner inneren Schau spricht viele meiner Klienten an und einige wünschen sich auch diese Gabe. Das war für mich der Anlass genauer hinzusehen. Ich erkannte, dass 80% der Teilnehmer an meinen Seminaren einen Zugang dazu haben. Warum also ist die innere Schau nicht weiter verbreitet? 
Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass man wirklich viel Mut dazu braucht. Denn man weiß nicht, was man zu sehen bekommt. Man muss das, was einem gezeigt wird, in der Seele verkraften können. Vor allem muss man in der Lage sein, die innere und äußere Realität sehen zu können. So wächst diese Gabe im Laufe der Zeit, in der man selber stärker wird. Und man muss stärker werden, um das Gesehene zu verkraften und einordnen zu können.
ZB: Ich sah 20.000 nackte, tote Kinderleiber in Hartheim (dort wurden während der NS-Zeit behinderte Kinder „betreut“). Ich sehe auch das tiefe Elend, in dem viele Menschen gerne verharren. Es braucht wahrhaft Mut, die Wahrheit sehen zu können, die sich einem zeigt. 
Für meine innere Schau war eine wesentliche Voraussetzung die Entscheidung, ein wahrhaftes Leben zu führen. Wahrhaftig zu sein, in der Wahrheit zu sein, die Wahrheit zu sein. Ich habe diese Entscheidung Anfang der 90er Jahre in Zürich getroffen und dies war der Startschuss und Beginn eines langen persönlichen Prozesses.

Herzlichst
August

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12.05.2021

Leben

Ich fragte Gott: „Was ist das Leben?“ Eine Energie die von ihm (Gott) ausgeht, sagte er. „Was bewirkt sie?“ Die Antwort war, sie kann schaffen und gestalten. 
Daher möchte ich offen sein für das Leben, das sich ja nie wiederholt. Denn Leben ist Zeichnen ohne Radiergummi. Auch das Bekannteste sollte und wird bei entsprechender Sensibilität, erscheinen wie erstmalig.
Durch mein JA zum Leben strahle ich Kraft aus. Es ist ein JA zu allem, was gerade ist, denn es ist in diesem Moment unveränderbar.
Wir alle müssen das Leben meistern. Aber die einzige Art, es zu meistern, besteht darin, es zu lieben. (Georges Bernanos)
Der Hl. Bonaventura empfiehlt uns, in drei Büchern (Bücher des Lebens) zu lesen.
Im Buch der Schöpfung: Auf allen Seiten dieses Bilderbuches sehen wir die Wunderwerke Gottes. 
In den heiligen Büchern, der Bibel, dem Koran, der Thora, usf.
Im Buch des Lebens: Im Tagebuch des eigenen Lebens können wir Spuren Gottes entdecken.

Herzlichst
August

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05.05.2021

Die F├╝lle des Lebens

Ich trug die Botschaft in mir: Das Leben ist schwer! Ich lernte mühsam, dass das Leben leicht ist. Und dass ich mir überall helfen lassen kann, damit es leicht wird. Allerdings hat man dann mit dem Neid der Menschen zu rechnen. 
Jetzt weiß ich: Das Leben liefert mir Fülle. Ich darf aus der Fülle wählen, wählerisch sein. Die Fülle birgt in sich, dass ich wählerisch sein darf. Es ist immer mehr als genug da. Das Leben ist wie ein Restaurantbesuch und die Bestellung des Essens. Manche müssen das nehmen, was ihnen vorgesetzt wird, falls ihnen überhaupt etwas vorgesetzt wird. Andere haben eine kleine Karte und andere sitzen in einem Spitzenrestaurant. Manche dürfen sich sogar etwas wünschen, was gar nicht auf der Karte steht. 
Am Ende meines Lebens möchte ich so gelebt haben, dass ich es mit Dankbarkeit demjenigen zurückgebe, der es mir geschenkt hat. Ich möchte nicht nur auf die Länge meines Lebens achten, sondern auf seine Tiefe.

Herzlichst
August

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28.04.2021

├ťber das Leben

Nach Franz von Sales gibt es drei Leben:
Das geistliche Leben, das in der Gnade Gottes besteht. Das Getrenntsein von Gott nimmt uns dieses Leben.
Das körperliche Leben, das seinen Sitz in der Seele hat. Der Tod nimmt uns dieses Leben.
Das gesellschaftliche Leben, das im guten Ruf besteht. Die üble Nachrede nimmt uns dieses Leben.
In der ersten Lebenshälfte lernen wir die Anpassung, die Sozialisierung, den Aufbau des ICHs, die Position in der Gesellschaft und mit der Welt zurande zu kommen.
In der zweiten Lebenshälfte sind die Bewusstheit des Menschen, Ausreifung und Ganzwerdung der Persönlichkeit, bewusste Selbstfindung und spirituelle Fragen dran.
Den Sinn erhält das Leben einzig durch die Liebe. Das heißt: Je mehr wir zu lieben und uns hinzugeben fähig sind, desto sinnvoller wird unser Leben. (Hermann Hesse)

Herzlichst
August

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21.04.2021

Ausculta

Höre und du wirst leben. (Hl. Benedikt)
Das Wort ausculta bedeutet im weitesten Sinne: mit allen Sinnen wahrnehmen. Das heißt wir müssen lernen, auf unseren Körper zu hören, auf unsere Seele, auf wohlmeinende Menschen, auf das Leben und Gott. 
Zum Hören gehört auch das Aufhören, das Beenden von Etwas (z.B. Seminar, Hobby, Schule, Job, Freundschaft, Beziehung). Beim Aufhören hören wir noch einmal in uns hinein und wir bitten, dass es gut weiter geht. 
Das Hören beinhaltet auch das Wort „gehört“, damit ist jeder immaterielle und materielle Besitz gemeint. Dh alles, was mir gehört und zu mir gehört. Auch der Aspekt des „jemanden gehören“ ist ein dazugehörender. Dazugehören, damit einem zugehört wird. Jemand anzugehören kann ein ganz starkes Gefühl sein und hat nichts damit zu tun, ob man wirklich Angehöriger ist.

Herzlichst
August

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14.04.2021

Paradies oder das Reich Gottes

Meine Schuhstrecker machen mir heute etwas über mich selbst bewusst. Sie sind aus dem besten Holz, das man zur Trocknung und Pflege von Schuhen verwenden kann und eine geniale Konstruktion. Es gab eine Zeit, da trug ich Anzüge aus den feinsten Stoffen, maßgeschneiderte Hemden und Schuhe und seidene Unterwäsche. Ich lebte in Klöstern und Schlössern, verbrachte meinen Urlaub in schönen Vier- und Fünfsterne-Häusern und an den schönsten Stränden, aß in den besten Restaurants. 
Ich dachte, das ist das Paradies. Und irrte mich. Das Paradies fand ich in meinem Inneren, als ich begann dem Willen Gottes zu folgen. 
Jetzt brauche ich nur mehr ganz wenig und bin innerlich ein ganz ganz glücklicher Mensch, der ein unendlich erfülltes Leben leben darf, weil es von Gott erfüllt ist und damit voller Leben. Und ich weiß, dass ich hier auf Erden auf der Durchreise bin.
Ich habe im ersten Teil meines Lebens das äußere Leben, das Leben in der Welt perfekt gelernt. Da konnte ich fast alles und traute mir auch fast alles zu.
Heute weiß ich, dass das innere Leben genauso wichtig ist, wie das äußere. Und dass das innere Leben zum Glücklichsein entscheidend beiträgt. Wenn das äußere Leben nervt, weil ich es nicht kann, habe ich auch im Inneren keinen Frieden. Deshalb bin ich so froh, dass mir Gott beide Leben schenkte und zwar in vollendeter Form. 

Herzlichst
August

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07.04.2021

Kalibrierung

Kalibrierung, damit meine ich, wie und wonach ich mich im Leben ausrichte. Manche Menschen brauchen dazu Andere als Vorbild, alleine sind sie verwirrt. Sie hören und sehen zu, wie andere Menschen leben und schauen sich davon etwas ab. Das bedeutet für sie vor allem: Wer so lebt wie ich, bestätigt mich.
Andere Menschen wiederum brauchen niemand von außen, sondern kalibrieren sich (richten sich nach ihrem eigenen Maß aus), wenn sie allein sind zB durch Reflektion. Für sie trifft das Gegenteil zu. Wenn sie unter anderen Menschen sind, verwirren die Lebensmodelle der anderen nur, weil sie für sie völlig unbrauchbar sind.
Viele junge Menschen lernen mit Hilfe der Kalibrierung, in diesem Fall durch Abschauen und Nachahmen, wie das Leben vielleicht gehen könnte. 
Die eine Form der Kalibrierung bedeutet, dass ich mich vergleiche, die zweite Form ist die, bei der ich mich nicht vergleiche, sondern auf mich höre. Beide haben Vorteile, jeder sollte die für ihn geeignete Art finden.

Herzlichst
August

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31.03.2021

├äu├čeres und inneres Leben

Die meisten Menschen sind im Äußeren zuhause, aber sie sind nicht bei sich selbst im Inneren. Wenn Menschen bei der Gestaltung des äußeren Lebens an eine Grenze stoßen, wo es nicht mehr sinnvoll verbesserbar ist, stellt sich eine Leere ein. Und dann beginnt der Mensch im besten Fall zu suchen. Im schlechtesten Fall vermehrt er seinen äußeren Reichtum. 
Es kann aber auch sein, dass er dann das innere Leben sucht: Er sucht Gott, er sucht die Liebe, die Zufriedenheit, er sucht das Glück. Und er vergisst oder verdrängt, dass es eine Schattenseite gibt: Das Unglück, die Unzufriedenheit, dem man sich ebenfalls stellen muss. 
Wenn man das innere Leben sucht, muss man das äußere Leben reduzieren, daher ist Verzicht eine wichtige Komponente. Es sind Wüstentage, Klostertage, Rückzug, Einkehr, Exerzitien, Fasten, Schweigen, Meditation, Gebet, Pilgern, usf. angesagt. Das äußere Leben verliert an Bedeutung.
Gelegentlich erscheinen diese Voraussetzungen für ein gelingendes inneres Leben als zu anstrengend und doch nicht so erstrebenswert und ein Verbleiben im äußeren Leben ist die Folge.

Herzlichst
August

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24.03.2021

Gottsucher

In vielen Menschen, die nach Gott suchen, herrscht der Gedanke vor: Ich muss mir die Liebe Gottes durch Wohlverhalten verdienen. Ich muss zuerst viel beten und Gutes tun, damit Gott mich danach liebt. Das steht oft in Zusammenhang mit einer veralteten, kindlichen Prägung, da dieses Gottesbild häufig als Erziehungsmethode verwendet wurde. 
Stattdessen ist es so, dass wir uns in die liebenden Arme Gottes werfen können. Und gemeinsam mit ihm, können wir alles tun, was zu tun ist. Der Traum einer Klientin bildet diese Tatsache exakt ab. Sie sieht Gott auf der anderen Seite der Straße und möchte zu ihm gelangen. Sie glaubt, sie muss nun alle Laubblätter, die auf der Straße liegen, wegräumen, damit sie auf die Seite Gottes wechseln kann. Besser wäre es, zu Gott auf die andere Straßenseite zu laufen und erst später alles aufzuräumen, wenn es überhaupt noch notwendig sein sollte. Meist genügt ein Windstoß Gottes, um alle Blätter hinwegzufegen. Durch das Wegräumenwollen baut sich eine Mauer zwischen Gott und dem Menschen auf. Und das Gegenteil wird erreicht. Durch dieses Beschäftigtsein verliere ich Gott aus den Augen.

Herzlichst
August

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17.03.2021

Liebevoll - Lieblos

Ich entdecke ein Gesetz: Im Liebevollen liegt etwas Liebloses und im Lieblosen etwas Liebevolles. Dazu ein Beispiel: Lieblos ist, wenn ich zu viel esse und trinke und dadurch meinen Organismus belaste. Gleichzeitig finde ich es aber liebevoll zu mir, wenn ich gelegentlich das Essen und auch das Trinken von Alkohol in größerer Menge genieße. 
Lieblos ist es, wenn ich die Bedürfnisse der anderen über meine eigenen stelle oder umgekehrt meine Bedürfnisse über die der anderen. Ich versuche sie gleichwertig zu sehen. Ich finde es aber auch liebevoll, wenn ich das eine oder andere Mal meine Bedürfnisse zugunsten eines anderen zurück stelle oder wenn ich mich selber manchmal in die erste Reihe stelle und es genieße, bevorzugt behandelt zu werden.
Lieblos ist es, wenn ich meine Körperpflege nur mechanistisch mache. Manchmal wäre es liebevoll zu mir, wenn ich auf meine Körperpflege verzichten würde, statt sie mechanistisch abzuwickeln.

Herzlichst
August

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10.03.2021

Somatisierte Beschwerden

In den letzten Jahren kommt es immer öfter vor, dass mir Ärzte Patienten vermitteln, die physisch völlig gesund sind, aber dennoch von Schmerzen bzw. Unwohlsein geplagt sind. In der Arbeit mit diesen Menschen wurde mir bewusst, dass wir diese Symptome und Signale als wertvolle Kompetenzen sehen sollten. 
Diese Symptome treten auf, wenn sich auf unwillkürlicher Ebene Bedürfnisse melden, bei denen man einen Mangel erlebt. Dabei handelt es sich häufig um emotionale Bedürfnisse, wie Sehnsucht nach Liebe, Wertschätzung, Anerkennung uä, es können aber auch Erfahrungen von Lieblosigkeit, Demütigung, Geringschätzung uä sein. Die Symptome übersetzen als „Botschafter“ die unbefriedigten Bedürfnisse.
Die hypnotherapeutische Erklärung von Symptomen und Problemen ist: Sie sind Ausdruck feindseliger Prozesse zwischen Bewusstsein und Unwillkürlichem. Das bedeutet, das Bewusstsein wehrt sich gegen die Bewusstwerdung des Mangels, weil dieses in der Regel mit einem tiefen Schmerz verbunden ist. 
Werden die Symptome trotz früherer Interventionen aufrechterhalten, haben sie mit der Gegenwart, evtl. mit der aktuellen Situation zu tun.

Herzlichst
August

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03.03.2021

Der Weg

Wenn der Zugang zu Gott blockiert ist, dann ist auch der Weg blockiert. Ist der Zugang zum eigenen Herzen blockiert, dann ist auch der eigene Weg blockiert. Insoweit stimmt es völlig, dass man sich selbst im Wege steht. 
Wann ist der Zugang zu Gott blockiert?
Wenn sich im Leben etwas ereignet, was nicht unseren Vorstellungen entspricht, egal ob im Großen oder Kleinen. Dann konzentrieren wir uns darauf, diese unliebsame Situation oder Lage zu verändern. Oft bitten wir darum, dass es anders wird, nämlich so, wie wir es uns wünschen.
Dabei würde es unendlich viel weniger Energie kosten, die Lage so anzunehmen, wie sie ist. Es ist im Sinne Gottes und dient dem Leben, wenn ich erkenne, dass es darum geht. ALLES anzunehmen was ist. Daraus erwächst sogar Kraft und Energie, die ich für mein Leben benötige.

Herzlichst
August

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24.02.2021

Frage und Antwort

Im Zuge meiner Arbeit als Coach wurde mir eines Tages bewusst, dass ich zu sehr darauf konzentriert bin, Antworten zu finden. Wenn mich jemand etwas fragt, dann denke ich unbewusst daran, wie ich die Frage beantworten kann. Manchmal konzentriere ich mich darauf, welche Antwort die Frage in mir entstehen lässt.
Es geht aber sehr häufig darum, auf die Frage zu hören. In der Frage ist meist die wirkliche Not zu erkennen. Und die sollte ich hören. Ich höre darauf, was wirklich hinter der Frage steckt, welche Angst, Sorge, Not oder Unsicherheit. Habe ich erkannt, worum es wirklich geht, zeigt sich die Antwort.

Herzlichst
August

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17.02.2021

Aufstellungen

Ich mache seit Jahrzehnten Aufstellungen und habe diese im Laufe der Jahre aufgrund meiner Erkenntnisse weiter entwickelt. Nunmehr gibt es eine neue Entwicklungsstufe meiner Aufstellungen. Ich befasse mich mit der Geschichte des Menschen, der aufstellt. Im Wort Geschichte steckt das Wort Schichten. Ich gehe daher gemäß der Schichten vor, die es in der Seele und im Unbewussten gibt. Die jeweils nächste Schicht wird erst dann sichtbar, wenn die vorhergehende abgetragen ist. Dabei geht es in immer tiefere Bewusstseinsschichten, die sonst nur in der Hypnotherapie mit Hilfe von Tranceinduktionen erreichbar sind. 
Ein Freund hat den Begriff „rekursive Aufstellungen“ dafür kreiert, weil es immer weiter und weiter in die Lebensgeschichte eingeht. Ich mache dieselbe Aufstellung mehrere Male, um dabei in tiefere Schichten des Bewusstseins vorzudringen. In manchen Fällen bis zum tiefsten Punkt einer aktuellen Not.

Herzlichst
August

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10.02.2021

Suche nach Gott

Die Suche nach Gott ist die Suche nach Leben.
Die Suche nach Leben ist die Suche nach Liebe.
Die Suche nach Liebe ist die Suche nach Gott. 
Hier schließt sich der Kreis. Eines ohne das andere ist im spirituellen Sinn nicht denkbar.
Daher sind diese drei Themen meine Forschungsaufgaben: Gott, Leben, Liebe. Hier sehe ich meine Arbeit. Meine Aufgabe ist es, Menschen zu sich und damit zu Gott zu begleiten, dadurch öffnen sie sich dem Leben und der Liebe. 
Ich umkreise und suche in jedem Menschen Stellen, wo in ihm Leblosigkeit und Lieblosigkeit ist. Ich strebe danach, diese Stellen lebendig zu machen. Sehr oft sind damit die Lösung einer Lähmung und die Aufdeckung und das Zulassen eines Schmerzes notwendig, damit an dieser Stelle wieder neues Leben einziehen kann. Leben und Liebe ohne Schmerz sind nicht möglich.

Herzlichst
August