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August Höglinger »
Blog Einsichten

In diesem Blog findest du Geschichten aus und vom Leben. Aus einer sichtbaren und unsichtbaren Welt. Ich möchte dich teilhaben lassen an meinen Erkenntnissen, Denkanstößen, Inspirationen, Erfahrungen, Ideen und neuen Plänen.
Dieser Blog ist vor allem für Absolventinnen und Absolventen meiner Seminare und Lehrgänge eingerichtet, denn mit Ihnen verbindet mich eine tiefe Herzensbeziehung und ein Stück gemeinsamen Weges.

Natürlich sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen.
In diesem Sinne freue ich mich und wünsche allen tiefe Einsichten.

Herzlichst
August

Archiveinträge




01.12.2021

Die Bewusstseinsschwelle senken

Die Senkung der Bewusstseinsschwelle bringt eine Erweiterung des Bewusstseins. Sie bedingt, dass man mehr Energie aufbringen muss, um das neue in seiner Gänze wahrnehmen und einordnen zu können. Symbolisch ist es so, als würden täglich mehrere Paletten mit neuen Informationen auf die eigene Rampe gestellt. Diese Paletten müssen in die inneren Regale eingeräumt werden. Besonders aufwändig ist dieser Prozess, wenn ein Lebensthema (z. B. Grenzen setzen) erstmalig aus dem Unterbewusstsein auftaucht. 
Das Senken der Bewusstseinsschwelle ist für Menschen wichtig, die auf der Suche sind, sie wissen meist nicht, wonach sie suchen, aber sie spüren eine innere Sehnsucht. Meist ist es die unsichtbare Welt, die sie unbewusst finden wollen. 
Eine erste Übung ist es, die Liebe zu sehen, mit der jemand etwas macht. ZB: Ein Glas mit einem wohltuenden Geräusch hinstellen, statt mit einem Knall. Wenn man lernt, noch tiefer zu schauen, kann man Hingabe und Demut sehen und spüren.

Herzlichst
August

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24.11.2021

Liebe

Es ist Unsinn, sagt die Vernunft. Es ist, was es ist, sagt die Liebe. Es ist Unglück, sagt die Berechnung. Es ist nichts als Schmerz, sagt die Angst. Es ist aussichtslos, sagt die Einsicht. Es ist, was es ist, sagt die Liebe. Es ist lächerlich, sagt der Stolz. Es ist leichtsinnig, sagt die Vorsicht. Es ist unmöglich, sagt die Erfahrung. Es ist, was es ist, sagt die Liebe. (Erich Fried)
Je mehr Liebe man gibt, desto mehr besitzt man davon. (Rainer Maria Rilke)
Wer sich fürchtet, dessen Liebe ist nicht vollendet. (1 Joh 4,18) Für mich gilt auch, wer noch Angst auslöst, dessen Liebe ist nicht vollendet.
Die Liebe ist das Bewusstsein, Freude zu geben und zu empfangen, die Liebe ist ein ewig wechselndes Verlangen, ewig befriedigt und ewig unersättlich. (Honoré de Balzac)
Wenn die Liebe der Gewöhnung widersteht, hat sie nichts mehr zu befürchten. (Alfred de Musset)
Die Liebe und die Vorsehung Gottes stimmen ganz und gar überein. (Hl. Hildegard von Bingen)
Es ist ein Missgeschick, wenn man nicht geliebt wird. Aber es ist ein Unglück, wenn man nicht liebt. (Albert Camus)

Herzlichst
August

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17.11.2021

Von der Liebe

Ich spüre die Süße des Schmerzes, wenn sie in Liebe verpackt ist. Sich der Liebe öffnen heißt auch, sich dem Schmerz zu öffnen. Liebst du mich? Ja! Weißt du, was mir weh tut? Nein! Dann liebst du mich nicht. Wer weiß, was mir weh tut, liebt mich!
Ich kann nicht von mir aus lieben. Ich kann nur der Liebe, das ist Gott, mehr Platz in mir einräumen. Damit verringere ich auch den Platz für den Schmerz. Es ist dann mehr Liebe in mir.
Die Natur ist reine Liebe. Wenn wir natürlich leben, sind wir auch liebevoll. Die Natur ist pure Liebe. Sie kann nicht böse sein und nicht hassen. Sie will aber überleben. 
Ich entdecke, dass ich krank werde, wenn ich besonders liebevoll sein möchte. Ich muss sein, wie ich bin. Ganz schwierig ist es noch, die/meine Lieblosigkeit zu lieben. Liebevoll sein, heißt allerdings nicht aggressionslos zu sein. Gewaltlos ist etwas anderes. Sehr oft ist liebevoll sein nicht hilfreich.
Ganz demütig um Liebe bitten. Die Liebe kommt in einer neuen Qualität, wenn man ehrlich darum bittet.

Herzlichst
August

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10.11.2021

Lebensziele

Junge Menschen, die zu mir in die Beratung kommen, sind häufig auf der Suche nach ihrem eigenen Weg. Für sie ist es entlastend, wenn ich ihnen die zwei Wege erläutere, wie man sein Leben mit und ohne Ziele leben kann.
Der erste Weg ist geeignet für Menschen, die gerne Konkretes, Planbares möchten, etwas was ihnen Sicherheit gibt. Dabei geht es darum, nach Zielen zu leben. In meinem Buch „Lebensziele finden“ erläutere ich praktisch, wie man zu einer Lebensziel-Skizze kommt. Dieses Langfristziel teilt man in Etappenziele auf und verfolgt sie konsequent. 
Der zweite Weg ist, zu gehen und zu vertrauen, dass ich dort ankommen werde, wo es für mich vorgesehen ist. Junge Menschen haben und wollen oft keine langfristigen Perspektiven. Vor allem kann man nicht etwas planen, was man nicht kennt. „Eine Weg und Ziel“ ist das Motto dieser Menschen. Entscheidend ist immer nur der nächste Schritt und dann wieder der nächste. So wird aus jedem Schritt ein Ziel. Mit jedem Schritt erreicht man ein kleines Ziel. Da gibt es auch viele kleine Erfolge und Erfolgserlebnisse. Und man kommt dabei sehr sehr weit. Man weiß aber nicht, wo man ankommt, daher braucht es großes Vertrauen ins Leben/Gott.

Herzlichst
August

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03.11.2021

Sprachen der Liebe

Ich kenne die Vaterliebe, die Mutterliebe, die Liebe zu den Eltern, die Liebe zu den Kindern, die Mann-Frau-Liebe, die Gottesliebe, die Geschwisterliebe, die Heimatliebe, die Feindesliebe, die Selbstliebe, die Schattenliebe, die Freiheitsliebe, die Nächstenliebe,…
Es ist schön, vielsprachig zu werden in den Sprachen der Liebe. Gut ist die Liebe, das was Liebe schafft und durch die Liebe geschaffen wird. Das Höchste ist es, sich lieben zu lassen. 
Ich stelle mir die Liebe als Kugel vor: darin ist Selbstliebe und Selbsthass, Nächstenliebe und Nächstenhass, Gottesliebe und Gotteshass. Gott korrigiert mich, der Hass ist bei mir da. Die Energie des Selbsthasses ist in mir und wird vom Hass anderer gefüttert. 
Jedoch, je mehr ich in der Liebe wasche, umso näher komme ich Gott und manchmal ist die Liebe so groß, dass ich eins bin mit Gott. Die Liebe macht den Menschen zu Gott und Gott zum Menschen. (Ludwig Feuerbach). Das ermöglicht mir, die Liebe im anderen zu aktivieren. Das kostet ganz wenig Energie und braucht nur mein Dasein in Liebe. Ich gebe ganz wenig Liebe direkt, sondern aktiviere mit meiner Liebe die Selbstliebe im Anderen.
Die Liebe Gottes ist eine Form der universellen Energie. Sie ist frei von Mitgefühl.

Herzlichst
August

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27.10.2021

Macht der Liebe

Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich.
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos.
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.
Wahrheit ohne Liebe macht kritiksüchtig.
Erziehung ohne Liebe macht widerspruchsvoll.
Klugheit ohne Liebe macht gerissen.
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch.
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich.
Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch.
Macht ohne Liebe macht gewalttätig. 
Ehre ohne Liebe macht hochmütig.
Besitz ohne Liebe macht geizig.
Glaube ohne Liebe macht fanatisch.
(Lao-Tse, chinesischer Philosoph)
Das ist das Eigentümliche an der Liebe, dass sie niemals gleich bleiben kann. Sie muss unaufhörlich wachsen, wenn sie nicht abnehmen soll. (André Gide)
Darum ist es jeden Tag etwas anderes, wenn jemand sagt: Ich liebe dich!
Die Macht der Liebe wächst immerdar, weil sie durch die Übung größer und durch Freigebigkeit reicher wird. (Hl. Aurelius Augustinus) 

Herzlichst
August

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20.10.2021

Phasen der Liebe

Die erste Phase ist, dem Geliebten gefallen wollen, die Angst vor dem Verlust ist groß. Wenn sich ein Partner der Liebe nicht sicher ist, dann braucht er ständig Liebesbeweise und Gipfelerlebnisse. Es ist eine Erniedrigung und Demütigung, wenn ein Mensch um Liebe betteln muss. Es besteht eine Würde, ein Recht auf Liebe.
In der zweiten Phase, steht die Beziehung im Vordergrund, alles tun, was die Beziehung festigt. Die niedrige Liebe will immer nehmen, etwas haben, besitzen. Die hohe Liebe ist immer gebend, nie nehmend.
In der dritten Phase gilt das Interesse des Liebenden dem geliebten Menschen und seiner Entwicklung zu seinem Wohle.
In der vierten Phase ist die Liebe einfach da, ohne wollen. A-more (Liebe italienisch): Das, was nicht stirbt. 
Wenn man die Liebe von Gott ins Herz gelegt bekommen hat, dann kann man sie nicht so einfach wieder loswerden.

Herzlichst
August

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13.10.2021

Was ist Liebe?

Liebe ist die größte Macht!
Liebe bedeutet für mich, den Eigenwillen aufzugeben. Liebe ist, erst handeln, nachdem ich um innere Führung gebeten habe. In einem Dialog mit Gott über Lieben und Lassen, erkenne ich: die Liebe ist Gott, Lassen ist das Leben oder ein Prinzip des Lebens.
Die Liebe Gottes heißt für mich auch: dass du mich liebst, macht mich mir wert! Ich habe beschlossen, dass ich es mir wert bin. 
Denn Liebe heilt jeden, der sie empfängt und jene, die sie geben. Liebe erwartet keine Gegenleistung. Liebe kennt keine Furcht. Liebe kennt keinen Rivalen. Auch Selbstsucht und Eitelkeit sind Liebe, niedrige Liebe.
Lieben, wie Gott liebt, ist übermenschliche Liebe. Lieben, wo keine Liebe ist. Damit werden wir Werkzeuge Gottes für die Menschen. Wir können sehr segensreich wirken, ohne auszubrennen.

Herzlichst
August

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06.10.2021

Liebe und Entspannung

Liebe und Entspannung bedingen einander. Liebt man, dann ist man entspannt. Ist man entspannt, dann liebt man.
Ein Unternehmer liebt seine Kunden nicht mehr, er kann sie daher auch nicht mehr sehen. Das bewirkt, dass er jeden Monat etwa 20% Umsatz verliert. Auf meinen Rat hin zieht er sich etwa 6 Wochen in seine Werkstatt zurück. Durch die Ruhe und die Muse, die er bei seiner handwerklichen Tätigkeit erlebt, findet er seine Liebe zu den Kunden wieder. Nach einer Weile begann ihm der Kundenkontakt und die Menschen zu fehlen. Im nächsten Monat ist der Geschäftsrückgang mehr als aufgeholt. Fast ein kleines Wunder.
Dazu fällt mir eine Äußerung von Alfred Polgar ein: Verlorene Liebe – kann man sie wiederfinden? Es ist etwas anderes, ob eine Kerze zu Ende gebrannt ist, oder vom Luftzug ausgeblasen wurde.

Herzlichst
August

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29.09.2021

Unechte Liebe

Unechte Liebe – bedeutet für mich: sie wurde aus der Angst geboren. Die Liebe kennt keine Angst, wahre Liebe vertreibt die Angst (Neues Testament: 1. Brief des Johannes). Im Endeffekt ist die unechte Liebe auch eine Form von Liebe, aber eine falsche Liebe. Eine Liebe, die zu einem bestimmten Zeitpunkt möglich war. Echte Liebe kommt nur aus der Selbstliebe. Wenn ich mich selbst nicht liebe, kann ich auch nicht liebevoll sein.
Die Liebe richtet sich nach innen und außen. Nach außen als Liebe zum Nächsten und nach innen als Liebe zu sich selbst und zu Gott.
Nicht zu lieben ist das Ziel, sondern sich der Liebe zu überlassen. Nicht dass du Liebe fühlst ist wichtig, sondern wieviel Liebe durch dich strömen kann. 
Man braucht sich nicht mit der Liebe beschäftigen, die fließt sowieso und immer. Sie wird auch von Gott ins Herz gelegt. Jedoch lohnt es sich vielfach, die Barrieren zu beseitigen zwischen mir und der Liebe Gottes und zwischen mir selbst und der Liebe anderer Menschen zu mir. Das ist die eigentliche und oft schwierige Arbeit. Sie ist aber notwendig, wenn ich zur echten Liebe gelangen möchte.

Herzlichst
August

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22.09.2021

Unsaubere Liebe

Unsaubere Liebe ist eine Liebe, die andere (negative) Gefühle oder auch Erwartungshaltung, Bedürftigkeit uä beinhaltet. Wie Wasser, das durch Farbe und Schmutz kontaminiert ist. Viele Menschen können diese Liebe nicht nehmen, weil sie nicht bedingungslos und absichtslos ist. Die Kunst ist, die negativen Emotionen auszufiltern und sie auch als Ausdruck der Liebe zu erkennen. Ich kann verschmutzte Liebe annehmen und bin dankbar, dass ich das Trennen des Schmutzes von der Liebe bereits beherrsche. Seitdem kann ich jede Form von Liebe annehmen. 
Ich habe mich dieser Thematik so angenähert, dass das Liebevoll-sein und an der Liebe arbeiten, die Überprüfung meiner Motive auch beinhaltet: Warum tue ich das? Was bezwecke ich in Wahrheit damit? Ich frage solange, bis Angst und Mangel gefunden sind. 
Ich fürchtete lange Zeit den Missbrauch meiner Liebe. Das brauche ich jetzt nicht mehr, seit ich weiß, dass ich mächtig bin. Meine von Gott geschenkte Mächtigkeit verhindert den Missbrauch der von Gott geschenkten Liebe.

Herzlichst
August

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15.09.2021

Verdauungsprozess

Im Laufe eines Tages arbeitet man seine Tagespläne ab. Sensible Menschen benötigen nach der getanen Arbeit Zeit, um die Arbeit emotional zu verdauen. Dazu ist ein Zeitraum von 20 min (wenig zu verdauen) bis zu 2 Stunden (viel zu verdauen) notwendig. 
Genauso wie beim Verdauen des Essens läuft es auch beim Verdauen von emotionalen Prozessen ab. Verdauen bedeutet beim Essen, das Brauchbare aus der Nahrung herausfiltern und dem Körper als Nährstoffe und Energie zur Verfügung zu stellen. Es bedeutet aber auch, das Schädliche und Unbrauchbare auszuscheiden.
So ist es bei den emotionalen Prozessen auch. Beim Spaziergang, beim Laufen, beim Schwimmen, bei Schitouren, beim Pilgern, beim Meditieren, beim Chillen (Nichtstun), bei monotonen handwerklichen Tätigkeiten usf, kann das Unverdaute verdaut werden. Damit reinigt man sein Inneres und lädt seine Batterien und Reserven neu auf. Egal welche Form des „Verdauungsprozesses“ ich wähle, sie soll Freude bereiten, Entspannung bringen und soll keinesfalls in Arbeit ausarten, indem ich mir ein bestimmtes Pensum auferlege.
Hilfreich beim Verdauen ist auch, auf die Ereignisse des Tages zurück zu blicken, um alles Gelungene, Nährende, Befriedigende wahrzunehmen, um daraus Zufriedenheit und Dankbarkeit zu ziehen.

Herzlichst
August

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08.09.2021

Sorgende Liebe

Die sorgende und aufopfernde Liebe ist in unserer Gesellschaft sehr weit anerkannt. Die freie, innere und unendliche Liebe werden weniger geschätzt. Gerade bei hartherzigen Menschen ist es besonders wichtig, in der Liebe zu bleiben. Böse Menschen möchten am meisten geliebt werden.
Bei einem sehr innigen und liebevollen Gespräch kann es geschehen, dass die Herzenswärme so ansteigt, dass im Herzen etwas Altes und Eingefrorenes auftaut (Eisblock schmilzt). Die Stimmung ist zwar in diesem Moment etwas belastet, aber die Liebe heilt alte Wunden und Verletzungen.
Die Liebe braucht es vor allem während des Getrenntseins. Ist die Verbindung hergestellt, hat die Liebe ihren Zweck erfüllt. Meine Lebensaufgabe ist es, auf den Schrei nach Liebe zu antworten, wo immer ich ihn vernehme. Die Lieblosen sind die Armen unserer Zeit.
Dazu sagt Hermann Hesse: Den Sinn erhält das Leben einzig durch die Liebe. Das heißt: Je mehr wir zu lieben und uns hinzugeben fähig sind, desto sinnvoller wird unser Leben.

Herzlichst
August

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01.09.2021

Zwei Aufgaben in der Liebe

Die zwei wichtigsten Aufgaben in der Liebe sind für mich:
Mich von Gott lieben lassen, damit seine Liebe durch mich fließen kann. Dazu ist es notwendig, das Herz zu öffnen, dh Unsicherheiten, Sorgen und Ängste abzubauen.
Meine Lieblosigkeiten mit Gottes Hilfe auflösen. Denn dort, wo ich noch nicht lieben kann, behindere ich den Fluss seiner Liebe. Und das Ungeliebte bedarf der Liebe am meisten. 
Liebevolle Menschen machen es mir leichter, sie zu lieben. Will ich in der Liebe voran schreiten, so lerne ich am meisten bei Menschen, die es mir nicht leicht machen, sie zu lieben.
Der einzige Fortschritt in der Liebe ist, wenn ich das Nochnichtgeliebte am anderen und an mir selbst beginne zu lieben. Das schafft absolute Harmonie. Meist wird versucht den anderen zu ändern, damit man ihn lieben kann. Besser ist es, ihn in seinem Anderssein wertzuschätzen. Einen Menschen lieben heißt, ihn so sehen, wie Gott ihn gemeint hat (Fjodor Michailowitsch Dostojewski).

Herzlichst
August

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25.08.2021

Spiritueller Lehrer

Erst wenn man die Herzensqualität ausgebildet hat, sollte man in die spirituelle Arbeit einsteigen. Wichtig für das spirituelle Leben ist: in den kleinen, alltäglichen, leicht zu übersehenden Dingen und Augenblicken des Alltags die Gegenwart Gottes und sein Handeln erkennen. Emotionale Ehrlichkeit ist Voraussetzung für spirituelles Wachstum. 
Wer ein spiritueller Lehrer sein will, der kann das nur, indem er Menschen ermutigt, ihren ureigenen Weg zu gehen. Und er muss mutig sein, denn er kann gedemütigt werden oder für nicht ganz zurechnungsfähig erklärt werden. Er kann sehr einsam werden, lächerlich gemacht werden, angefeindet werden oder ausgeschlossen werden. Die Anerkennung kommt erst sehr spät, nach einem langen Weg. Wenn ich nicht bereit bin, den eigenen Weg zu gehen, kann mir kein spiritueller Lehrer etwas bieten. 
Spirituelle Lehre bedeutet für mich zum einen, Menschen auszubilden, die wissen, dass sie auf der Erde sind, um dort zu arbeiten. Und zum zweiten, dass sie zugleich ihr göttliches Ideal geweiht leben. Es gibt vier wichtige Aufgaben des geistlichen Lebens: offensichtliche Not zu wenden, erkennbares Leiden zu lindern, anderen Freude zu bereiten und auf den richtigen Weg zu weisen. 

Herzlichst
August

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18.08.2021

Lehrer des Lebens

Ein Lehrer ist ein Mensch, der gelernt hat, auf das Leben zu hören. Es geht nicht um Wissensvermittlung, sondern darum, in Beziehung zu gehen. Lehrer wird man, wenn einem ein Schüler im Herzen annimmt. 
Was brauche ich noch, um ein guter Lehrer zu sein? Gott sagt: Lass dich auf das Leben ein, es lehrt dich ALLES. (Hl. Benedikt: Er lehrte nur, was er lebte).
Lernen im Sinne Gottes bedeutet, lernen mehr Mensch zu sein. Wenn man immer besser sein will, beschädigt man sich. Man muss der sein, der man ist. 
Ich bin ein Lehrer des Lebens. Ich lehre, wie man alles aus dem Weg räumt, was dem Leben im Weg steht. Ich lehre, wie man den eigenen Lebensweg geht. Das Leben trägt mich auf der einen Seite, verlangt aber auch, dass ich auf meinen eigenen Beinen stehe. Ohne Leben kann man nicht für die Liebe arbeiten. Autismus verhindert die Teilnahme am Leben, weil und wenn die Angst nicht bearbeitet wird. Depressive drücken das Leben nieder. Wenn ich auf die Realität schaue, auf das was ist, schwindet jeder Zweifel, denn ich schaue auf Gott. 
Für mich sind folgende Lehrmeister wichtig:
Das Leben, die innere Stimme, die Gruppe, also andere Menschen, der Leiter (einer Gruppe), der Tod und manche würden noch die Hl. Schriften dazu geben.

Herzlichst
August

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11.08.2021

Lehrer sein

Der beste Lehrer ist der, der von seinen Schülern lernt. Durch die Frage der Schüler stellt sich im Lehrer die Antwort ein.
Es gibt drei Bilder von Lehrern:
Der Wissensvermittler: Schüler sind wie leere Krüge, die mit Fähigkeiten und Fertigkeiten gefüllt werden müssen.
Der Töpfer: Schüler sind ein zu formender Klumpen Lehm.
Der Gärtner: er fördert die Schüler und bringt in ihnen das zur Ausformung, was angelegt ist.
Meine Lehrmethoden sind Meditation und Aufstellungen. Dabei kommt mir auch die Tatsache zugute, dass es mir unmöglich ist, jemanden nicht so zu nehmen, wie er/sie ist. Ich kann gar nicht anders. Das bedeutet auch, ich kann ALLES nur so nehmen, wie es ist.

Herzlichst
August

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04.08.2021

Minderwertigkeit

Positiv formuliert sagt man zum Minderwert „fehlender Selbstwert“. Wenn jemand sehr aktiv ist, dann kann es sein, dass er den fehlenden Selbstwert hinter der Aktivität versteckt. 
Demut (es ist wie es ist) und Wahrhaftigkeit (zu dem Stehen, wie ich bin, nichts beschönigen) sind die einzigen Wundermittel gegen die Minderwertigkeit. 
Um ein gutes Selbstbewusstsein aufzubauen, hilft es nicht nur den Selbstwert zu stärken, man muss auch etwas gegen den Totalabsturz in die Minderwertigkeit tun. In guten Zeiten wird 90-95% des Selbstwertes erreicht, an schlechten Tagen kann der Selbstwert auf 40% oder sogar nur auf 0% absinken. Schafft man es, dass der Selbstwert nur mehr auf 40% absinkt, hat man erreicht, dass der Selbstwert stabiler ist.
Das Minderwertigkeitsgefühl ist die meist verbreitetste seelische Störung der Gegenwart: „O Herr, ich bin nicht würdig!“ sich wertlos fühlen, wertlos zu sein, etwas Wertloses zu tun. Wenn ich Gott in mein Leben integriere, verschwindet meine Minderwertigkeit. Ich bin dann würdig. Das wurde in einer Aufstellung sichtbar. Wenn ich Gott nur absichtslos bitte, dann ist es IHM möglich, seine unendliche Liebe über jemanden oder mich zu gießen. Gott ist dann allmächtig und die Liebe ist unendlich vielfältig. Das heilt die Minderwertigkeit. 
Viele Männer fühlen sich Frauen gegenüber minderwertig, weil sie emotional abhängig sind. Daher ist es wichtig und gut, wenn auf dieser Ebene Gleichwertigkeit hergestellt wird. Zentrale Punkte sind dabei die wechselseitige Wertschätzung für die jeweils unterschiedlichen Fähigkeiten, das Interesse am anderen und der gegenseitige Respekt. 

Herzlichst
August

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28.07.2021

Innerer Schweinehund und Klimawandel

Ärzte haben erforscht, dass der menschliche Organismus sechs Tage bis zu 17 Stunden aktiv sein kann. Aber am siebten Tag soll er ruhen. 
Ruhe ich am siebten Tag nicht, dann holt sich dieser Teil seine Ruhe in den darauffolgenden Tagen, indem er mich müde macht, Unlust und Antriebslosigkeit verbreitet usf. Auf diese Weise versucht er sein Bedürfnis nach einem Tag Ruhe pro Woche durchzusetzen. Besser ist es einen Tag pro Woche als Faulenzertag zu deklarieren und zu leben. Dann ist dieser Teil, der nur ein Siebtel ausmacht, befriedigt. Ich gebe damit meinem inneren Schweinehund Raum und fülle diesen Tag auch nicht mit Freizeitaktivitäten. 
Gleichzeitig tue ich etwas Gutes für den Klimawandel, weil ich an diesem Tag ganz wenig Energie und Ressourcen verbrauche, wenn ich mir wirklich ausschließlich Ruhe gönne.

Herzlichst
August

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21.07.2021

Neuer Mann

Ein neuer Mann wird man nur gemeinsam mit einer Frau. Der neue Mann hat neben einer reifen Männlichkeit auch Zugang zur Weiblichkeit und zu seiner weiblichen Seite. Er kann mit seinen Gefühlen, mit Liebe und Angst gut umgehen. 
Männer können die Liebe ihrer Frau nicht ins Herz lassen, wenn sie nicht rein ist. Meist ist sie mit Ängsten, Wut, Enttäuschung usf kontaminiert. Liebe ist wie klares Wasser, das durch diese dunklen Gefühle verunreinigt wird. Damit ich als Mann die Liebe einer Frau annehmen kann, reinige ich zuerst die Liebe. Dies geschieht, indem ich die dunklen Gefühle zuerst bearbeite, kommuniziere und spürbar mache. Wenn ich diese dunklen Gefühle spüre, erst dann kann ich die reine Liebe der Frau fühlen und ganz in mein Herz lassen. Dies erlöst etwas sehr Tiefes und erfüllt.
Die Liebe der Frau wandelt mich als Mann. Meine Liebe wandelt die Frau. Wir sind nachher nicht mehr die gleichen. Am Mannsein zu arbeiten hat nur dann Sinn, wenn es eine Frau/eine Partnerin gibt. Sonst würde mir als Mann das Mensch sein genügen.

Herzlichst
August