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August Höglinger »
Blog Einsichten

In diesem Blog findest du Geschichten aus und vom Leben. Aus einer sichtbaren und unsichtbaren Welt. Ich möchte dich teilhaben lassen an meinen Erkenntnissen, DenkanstĂ¶ĂŸen, Inspirationen, Erfahrungen, Ideen und neuen PlĂ€nen.
Dieser Blog ist vor allem fĂŒr Absolventinnen und Absolventen meiner Seminare und LehrgĂ€nge eingerichtet, denn mit Ihnen verbindet mich eine tiefe Herzensbeziehung und ein StĂŒck gemeinsamen Weges.

NatĂŒrlich sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen.
In diesem Sinne freue ich mich und wĂŒnsche allen tiefe Einsichten.

Herzlichst
August

Archiveinträge




27.01.2021

Vergeben

Vergeben ist ein Element des Schuldausgleichs. Um Vergangenes vergeben zu können, muss ich mir aller Schmerzen und Wunden bewusst werden. Ich muss sie anerkennen – erst dann kann ich sie vergeben.
Vergeben hat man und kann man, wenn man dankbar ist und sein kann für das, was geschehen ist. Wer nicht vergeben kann, der kann auch nicht lieben. (Martin Luther King jr.) Für mich heißt das auch, wenn ich jemanden nicht vergebe, dann vergibt auch Gott mir nicht.
Ich sehe innerlich jemand mit einem Schild gehen. Vorne steht „Schuld“ drauf und hinten das Wort „Vergebung“. Normalerweise ist das Schild umgedreht und man sieht seine eigene Schuld. Erst nach Anerkenntnis der eigenen Schuld/des eigenen Anteils ist es möglich, zu erkennen, dass ALLES so gewollt war.

Herzlichst
August

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20.01.2021

Vergebung - Versöhnung

Vergebung kann in mehreren Schichten erfolgen, dazu die Geschichte mit der räudigen Katze. Das Wort Geschichte deutet darauf hin, dass es um mehrere Schichten geht.
In meiner Kindheit hatten wir eine räudige Katze. Sie hatte keine Haare mehr und sah auch leidend aus. Daher sagte mein Stiefvater, wir sollten sie fangen, damit er sie gnadenhalber erschlagen kann. Die Katze spürte das und ließ sich von niemandem fangen. Nur zu mir hatte sie Vertrauen. Ich durfte sie einfangen. Als ich sie meinem Stiefvater übergab, blickte sie mich mit dunklen, traurigen und enttäuschten Augen an. Diesen Blick brachte ich fast 40 Jahre lang nicht weg. Ich hatte ihr Vertrauen missbraucht und sie an den Henker ausgeliefert. Meine Schwester und ich machten ihr im Wald ein schönes Grab mit Kreuz und schönstem Grabschmuck.
Der dunkle Blick aus den Augen der Katze tauchte als Bild in einer Meditation auf. Als ich mir Jahrzehnte später zu vergeben begann, geschah dies in mehreren Schritten. Der erste Schritt war, dass ich mir vergab, ihr Vertrauen missbraucht zu haben. Ich schwor mir aktiv zu vergeben, dh nie mehr das Vertrauen eines Menschen/Lebewesen zu missbrauchen. Das kommt mir heute in der Beratung sehr zugute. 
Als zweites habe ich mir vergeben, dass ich auf die Stimme einer Autorität gehört habe, die das Leben der Katze als nicht mehr lebenswert betrachtete. Das erinnerte mich an die Geisteshaltung der Nazis, die diese Einstellung gegenüber „nicht lebenswertem Leben“ pflegten. Ich fühlte mich nicht anders als die Nazis.
Als drittes habe ich mir vergeben, dass ich das Leben einer Katze dafür opferte, damit ich gut dastand. Ich war als Kind eher schwächlich und konnte auf diese Art beweisen, dass ich etwas kann, was in der Familie sonst niemand konnte. Nämlich das Vertrauen eines Lebewesens zu erlangen.

Herzlichst
August

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13.01.2021

Stufen der Traumabearbeitung

Da ist zum einen das Gespräch, die soziale Interaktion mit einer anderen Person, also der Ausdruck in Sprache und Körpersprache. Zum zweiten kommen die Instinkte des Menschen zum Tragen, dabei geht es um Flucht oder Angriff, die sich in Form von Schütteln und Zittern zeigen. Zum dritten können bei einem echten Trauma die Körperreaktionen gedrosselt sein. Diese Erstarrung hilft für den Moment die Situation emotional zu überstehen.
Es gibt auch Trauma-Bewusstsein, das heißt, dass man Schreckliches sehen und hören kann, ohne es sofort lösen zu wollen und zeitgleich daran arbeitet, dass sich die Zerstörung nicht wiederholt. Eigentlich heißt es, dass man darauf achtet, dass sich keine weitere Retraumatisierung einstellt und keine sekundäre Traumatisierung. 
Sekundäre Traumatisierung nennt man die Traumen, die bei der Arbeit mit Traumatisierten für den Helfer entstehen können. 
Dies können sein Mitgefühlserschöpfung und Mitgefühlsstress. Diese Traumatisierung entsteht durch das Anhören der Berichte über traumatische Ereignisse. Dadurch können die gleichen Symptome wie bei einer Traumatisierung auftreten und diese sind:
Übererregung und Angstzustände, Vermeidung (von Situationen, Zusammentreffen, uä.) und Entfremdung durch soziale und emotionale Distanz. Intrusion, also Erstarrung und damit verbunden eine Handlungsunfähigkeit, bzw. das Wiedererleben einer traumatischen Situation. Eine sekundäre Traumatisierung kann auch ausgelöst werden bei der Dissoziation (Abspaltung) von Traumamaterial. Weiters können emotionale Taubheit und eine veränderte Zeitwahrnehmung auftreten.
Ein Beispiel: Bei der Anleitung einer Seminargruppe durch eine Person, reagierten die Teilnehmer auf die Überforderung in der Pause damit, dass sie doppelte Schnäpse tranken. Die anleitende Person war (trockener) Alkoholiker.

Herzlichst
August

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06.01.2021

Traumabearbeitung

Trauma ist eine lebensrettende Art und Weise, bedrohliche Störungen zu verarbeiten. Ein Trauma ist dann verarbeitet, wenn es in ein Werkzeug umgewandelt wurde, das zur Bewältigung des Lebens hilfreich ist. 
Schritte bei der Traumabearbeitung:
Der erste Schritt zur Traumabewältigung ist die Stabilisierung der Person. Dazu ist Hilfe von außen nötig, damit sich das Gefühl von Geschütztsein wieder einstellen kann. Als nächstes ist es wichtig, inneren Abstand zu dem traumatisierenden Ereignis zu finden. Erst dann kann man den nächsten Schritt gehen, nämlich sich den traumatisierenden Erinnerungen zu stellen. Danach gilt es, um das Verlorene zu trauern und die gesamte Erfahrung in seine Persönlichkeit zu integrieren. Bei all diesen Schritten benötigt man in den allermeisten Fällen therapeutische Unterstützung.
Werden eigene Traumata nicht bearbeitet, so werden sie in der sogenannten seelischen Gruft gespeichert. Wenn Eltern oder Großeltern ein bedeutendes Trauma (z.B. Krieg) erlebt haben, das nicht verarbeitet wurde, dann wissen die Kinder/Enkel tief in ihrem Inneren etwas über dieses Trauma. Wir kennen in biologischer Hinsicht die emotionale Geschichte der Großeltern. Diese nicht bewältigten Traumata der Vorfahren bezeichnet man als seelisches Phantom.

Herzlichst
August

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30.12.2020

Trauma

Trauma ist das griechische Wort für „Wunde“. Traumata sind Ereignisse, welche die seelischen Verarbeitungsmöglichkeiten eines Menschen überfordern. Also alles, was zu schnell, zu viel, zu heftig, völlig unvorbereitet und unangekündigt von einer Sekunde auf die andere über uns hereinbricht. Somit alles, was den Organismus und unsere emotionale Kapazität überfordert. Solche Erlebnisse werden abgespalten, um zu überleben.
Ein Trauma entsteht, wenn man sich schutzlos, hilflos und ausgeliefert fühlt. Wenn durch ein Ereignis (z. B. Terroranschlag) das Gefühl von Schutz und Sicherheit innerhalb eines Moments verloren geht, ohne zu wissen, wie lange die bedrohliche Situation dauert, bzw. woher die Gefahr genau kommt.
Beim Trauma handelt es sich also um eine - auch fortdauernde – Überforderungssituation, auf die mit existentiellen Ohnmachtserfahrungen reagiert wird. Es gibt Forschungen über Beginn und Verlauf von Traumata, jedoch kaum etwas darüber, wann diese Prozesse zu Ende sind. Ich erinnere mich an einen Klienten, der nach einem schweren Krebs „Gefahr vorbei“ zu seiner Frau sagte.
Menschen mit bewältigtem Trauma sind stärker als Menschen ohne diese Erfahrung. Sie müssen besondere Kompetenzen haben, bzw. entwickeln, damit sie es schaffen ein Trauma zu verarbeiten. Daraus resultiert eine Überlebenskompetenz – je größer das Trauma, umso größer die Überlebenskompetenz.

Herzlichst
August

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23.12.2020

Nach dem Tod

Was geschieht nach dem Tod?
Nach dem Tod sah ich drei Alternativen, was geschehen könnte. 
Die erste ist, dass die Seele des Verstorbenen wie ein Tropfen Wasser ist, der ins Meer fällt, in die Allseele eintaucht und ihre wahrnehmbare Existenz verliert.
Die zweite ist, dass die Seele in einen anderen Bewusstseinszustand wechselt. 
Die dritte ist, dass die Seele in ein Übergangsstadium eintritt, das man früher Purgatorium oder Fegefeuer nannte. In diesem Zustand kommt es meist zu einem Läuterungsprozess, der vielfältigster Natur sein kann. Sehr oft geht es dabei um einen Vergebungs- und Klärungsprozess. 
Es gibt auch Seelen, denen das Bewusstsein fehlt, dass sie schon aus dem irdischen Leben gegangen sind, vor allem, wenn der Tod plötzlich eintritt beispielsweise durch einen Unfall, Mord oder im Krieg. Viele dieser Seelen werden als „arme Seelen“ bezeichnet.

Herzlichst
August

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16.12.2020

Sterblichkeit

Wie gehe ich mit der Tatsache meiner Sterblichkeit um?
Mir ist wichtig, jeden Tag als Geschenk des Lebens zu erkennen. Diese innere Haltung ist eine zutiefst demütige. Das Leben bewusst am Morgen aus Gottes Hand entgegen nehmen und am Abend wieder bewusst in seine Hände zurück zu legen, schafft ein Bewusstsein der Endlichkeit und wie kostbar Leben ist. 
Wenn Menschen das Sterbealter ihrer Eltern erreichen, entsteht oft die Angst, dann auch sterben zu müssen. Es ist daher hilfreich, sich einmal im Leben ausführlich mit dem Tod zu beschäftigen und sich dann wieder dem restlichen Leben zu widmen. Das Bewusstsein, dass jeder Mensch zeitlebens zwei Begleiter hat: das Leben und den Tod, ist in der Auseinandersetzung sehr wichtig.
Die gewählte Art des Todes und was es leicht oder schwer macht zu gehen, ist auch ein Thema, welches die Menschen beschäftigt. Für manche Menschen ist der Tod ein Freund, für viele der größte Feind. Alle Ängste, die es im Leben gegeben hat, sind nach dem Tod weg.
Das Wissen um die körperlichen Signale, dass jemand sterbend ist, fehlt. Angehörige, die nicht loslassen können, versuchen alles, um den Tod hinaus zu zögern. Es geht darum, den Sterbeprozess zu erkennen, zu akzeptieren und das Sterben zuzulassen.

Herzlichst
August

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09.12.2020

Tod

Der Tod ist eine Energie, die jeden Menschen schon von der Zeugung des Lebens weg begleitet, unter anderem in Form der vielen Krebszellen und im fortschreitenden langsamen Verfall. In jedem Wachsen ist der Tod bereits beinhaltet, jede Sekunde, Minute, Stunde komme ich dem Tod näher. Der Tod geht mit dem Leben und er kommt mit dem Leben.
Der Tod ist nicht das Ende des Lebens, sondern die Vollendung des Lebens. Bei der einen Sichtweise werde ich traurig und trübe, bei der anderen gibt es einen Grund zur Freude und zum Feiern.
Viele Menschen interessiert, wie man gut stirbt, denn das ist ein großer Teil der Kunst des Lebens. Eine meiner vielfältigen Erfahrungen mit dem Tod war der plötzliche Tod meines Vaters. Sein Leichnam war zu Hause aufgebahrt. Wir Kinder erlebten, dass der Tod ein elementarer Teil des Lebens ist, wie der Leichnam gewaschen wurde, wie die Hinterbliebenen ihre Trauer und ihren Schmerz lebten und wie die Nachbarn mitwirkten.
Dem Tod kann man nur im Tod eines geliebten Menschen begegnen. Alle Sorgen drehen sich um das Leben. Das Leben ist Grundlage für alle Sorgen. Wenn man den Tod akzeptiert, ist keine Angst da. Nur wenn man sich ans Leben klammert, sind alle Ängste da.

Herzlichst
August

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02.12.2020

Verstehen

Der eine Teil der Kommunikation beinhaltet das akustische Hören und das rationale Verstehen und wie beschrieben kann es dabei Ablenkungen und Irritationen geben. Der andere Teil ist der des Hörens und Verstehens mit dem Herzen, das ist die zusätzliche und eigentliche Herausforderung. Denn verstanden habe ich etwas erst dann, wenn ich es mit dem Ohr meines Herzens gehört habe. Das bedeutet, ich nehme die Gefühle und die unbewussten Botschaften wahr, die nicht explizit ausgesprochen werden.
Gerade in Beziehungen, bzw. auf Beziehungsebene ist es wichtig, darauf zu achten, wie groß das eigene „Herzensohr“ ist und wie groß das Ohr des anderen. Das entscheidet darüber, wie viel von meiner Botschaft vom anderen aufgenommen werden kann und wieviel daneben fließt und daher nicht gehört und verstanden wird. Daher empfiehlt es sich in Gesprächen zwischendurch Rückfrage zu halten, um zu erkennen, ob man mit dem  Partner noch im emotionalen Kontakt ist.

Herzlichst
August

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25.11.2020

Zuhören

Zum Thema Zuhören und Verstehen fällt mir folgende Erfahrung ein: Mir wird das Märchen Dornröschen vorgelesen und ich denke mir, ich habe alles gehört und verstanden. Dann wird mir das Märchen ein zweites Mal vorgelesen. Ich entdecke, dass ich etwa ein Drittel nicht gehört habe, weil mich beim Zuhören immer wieder ein Gedanke gefesselt hat. Während mich dieser Gedanke beschäftigt, höre ich nicht zu. Auch wenn ich ein Wort nicht kenne, kann ich bei einem Text die nächsten drei Zeilen nicht mehr aufnehmen. Noch intensiver ist es, das Märchen ein paar Tage später noch einmal zu hören. Da bemerke ich, dass ich in der Zwischenzeit einiges vergessen habe. Dies ist in vielen Beziehungen so. Das gilt nicht nur für vorgelesene Texte, sondern bei jeglicher Form der Kommunikation. Dies birgt sowohl im privaten, als auch im beruflichen Kontext ein großes Potential für Irritationen und Konflikte. 
Weiters gilt der Spruch: Gesagt ist noch lange nicht gehört, gehört ist noch lange nicht verstanden, verstanden bedeutet nicht automatisch einverstanden, einverstanden ist noch lange nicht umgesetzt und umgesetzt heißt noch lange nicht beibehalten. 
Beim Militär wird das so gehandhabt, dass ein Befehl wiederholt werden muss, um zu wissen, ob er akustisch angekommen ist. Die einzelnen Handlungsschritte eines Befehls sind schon vorher bekannt, eingeübt und automatisiert.

Herzlichst
August

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18.11.2020

Glaube und Zweifel

Eine Landwirtin, ein evangelischer Pastor und ich unterhielten uns über unseren Glauben. Die Landwirtin begann als erste über ihren Glauben zu sprechen und erzählte, wie unerschütterlich ihr Glaube ist. Dann setzte der evangelische Pastor fort und gestand, dass ihn neben dem Glauben immer wieder große Zweifel quälen. Obwohl er das sagte, spürte ich den tiefen Glauben dieses Mannes. Ich erkannte, dass zum Glauben auch der Zweifel gehört. Wie sollte ich sonst erkennen, wenn sich das Böse im Kleid des Guten zeigt. 
Gott sagt: Höre, denn hören ist glauben. Glaube bedeutet, etwas für wahr nehmen, was im Herzen ist. Es ist, was es ist. Es mischt sich auch die Liebe dazu und das gibt Hoffnung. 
Wer sagt, er habe das Vertrauen in eine Beziehung verloren, hat meist das Vertrauen in sich selbst verloren. Ich sehe auch, dass es nicht genügt, seine Gesundheit Gott anzuvertrauen. Man muss auch selbst Verantwortung dafür übernehmen. Dies bringt mich zu dem Satz: Vertraue auf Gott und binde das Kamel fest, also Gottvertrauen und Eigenverantwortung gehören zusammen.

Herzlichst
August

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11.11.2020

Gottvertrauen

Ich frage Gott: Vertraust du mir? Er sagt: Ich liebe deine Disziplin und deine Zuverlässigkeit. Gott vertraut mir. Früher dachte ich nur daran, wie es mir gelingen könnte, Gott voll zu vertrauen. Dann erkannte ich, dass Gott mir vertraut, weil ich zuverlässig für ihn geworden bin. Das gibt mir ein wunderbares Gefühl, nämlich vertrauenswürdig zu sein. Würdig zu sein seines Vertrauens.
Der Weg der Wahrhaftigkeit hat zu diesem Gottvertrauen geführt. Ich verlasse mich nicht nur auf mich selbst, sondern setze mein Vertrauen auf Gott. Ich gebe von mir aus in allem das Beste und Gott wird die Sache, die ich begonnen habe, selbst weiter führen. Mein Leben in die eigenen Hände nehmen und gleichzeitig vertrauensvoll in die Hände Gottes legen.
Wie kann ich Limitierungen, die noch vorhanden sind, auflösen? Gott sagt: Indem du auf mich vertraust, dass ich für dich sorge. Ich vertraue auf Gott, aber ich vertraue mir selber noch nicht ganz. Gott wird dafür sorgen, dass etwas in seinem Sinne geschieht, sollte ich einen Blödsinn machen.
Das Vertrauen zu Gott wird geprüft durch Schicksalsschläge. Ist mein Gottvertrauen, ist meine Liebe stark genug?

Herzlichst
August

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04.11.2020

Aufwachen und Grundvertrauen

Neue Teilnehmer meiner Seminare sagen: Wir kommen als Blinde zu dir!
Aufwachen ist für Menschen ein sehr verschiedener, individueller Prozess – wie das Aufwachen am Morgen. Es ist riskant, ein waches Leben zu leben. Wir haben die Wahl zwischen Risiko und Routine. Der Verstand muss dem Vertrauen Platz machen, dann ist der Turnaround geschafft. Du siehst alles, nur dich selbst nicht. Du fühlst alles, nur dich selbst nicht. Du kennst alles, nur dich selbst nicht. Dann schläfst du noch! Dies äußert sich auch in Überheblichkeit. Viele Menschen vertrauen sich selber mehr als Gott. Das ist der eigentliche Satan, die eigentliche Hölle.
Jemand der jeden Fehler meidet, kann kein Grundvertrauen aufbauen. Die Grundsicherheit entsteht durch das Überleben von Fehlern. Es ist besser, gelegentlich betrogen zu werden, als niemandem mehr zu vertrauen. (Lady Nancy Witcher Astor) Wenn man einem Menschen vertrauen kann, erübrigt sich jeder Vertrag. Wenn man ihm nicht vertrauen kann, ist jeder Vertrag nutzlos. 
Die Mutter kann ein Kind nicht loslassen. Sie kann es nur dem Leben anvertrauen. Dazu benötigt sie aber selber ein Vertrauen ins Leben. (Selbstvertrauen) Mir ist etwas vertraut, ist ebenso eine Form des Vertrauens.

Herzlichst
August

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28.10.2020

Selbstvertrauen

Wer bittet vertraut! 
Hinter der Bitte versteckt sich häufig eine Not, Hilflosigkeit, Angst oder Unsicherheit. Bitten als maskierte Angst und Unsicherheit.
 
Es ist beides gut, zu bitten und zu vertrauen. Ich bitte um etwas und vertraue darauf, dass das kommt, was für mich gut ist. Ich bitte um nichts Bestimmtes, denn es kommt, wie es kommt. Ich bitte darum, dass es kommt, wie es kommt.

Mein gesamtes Selbstvertrauen verdanke ich Gott. Aus mir selbst gibt es kein Vertrauen. Ich habe nicht nur die Gabe der inneren Schau, sondern darf auch mit den Augen Gottes schauen. Das Vertrauen öffnet so sehr, dass es mir geschenkt wird, mit den Augen Gottes zu schauen. Ich sehe viel und kann ganz exakte Vorschläge machen. Schenkt mir jemand sein tiefes Vertrauen, dann ist viel Heilung möglich. Vertrauen heilt. Tiefes Vertrauen macht Unmögliches möglich. 
Dieses Schauen mit den Augen Gottes ist fast wie Hellseherei, es funktioniert nur bei tiefem Vertrauen. Bei tiefem Vertrauen öffnet sich ein neuer Raum und ich sehe vieles detailliert. Je mehr sich die Menschen mir anvertrauen, umso wirksamer ist meine Arbeit, denn in dem Ausmaß vertrauen sie auf Gott. Ich brauche Fragen, damit sich eine Antwort einstellt, Gott anvertraut mir diese Menschen.

Herzlichst
August

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21.10.2020

Vertrauen und Glaube

Das Gegenteil von Angst ist das Vertrauen, das Vertrauen ins Leben, zu den Menschen, zu mir und zu Gott. Die Angst unterbricht nicht die Gottesbeziehung, sondern das Gottvertrauen. Die Angst hat zwei Seiten. Der eine ist der Schutzengel, der Teil der vor Schäden und Verletzungen schützt. Der andere ist der Prüfengel. Er prüft mein Vertrauen, meine Liebe, usf. Ich sehe, wie sich Ängste – die sich klein machen, damit sie nicht entdeckt werden – ins Herz schleichen und schön langsam versuchen, Herrschaft über das Herz zu erlangen. Angst, Misstrauen, Zweifel sind daher Themen des Gegenteils von Vertrauen.
Vertrauen ist dasselbe wie Glaube. Dem Leben vertrauen. Es braucht ein Ineinandergreifen von vertrauensvollem Geschehenlassen und selbstverantwortlichem Mittun.
Der Spruch, dass der Glaube Berge versetzen kann, ist so zu deuten, dass das Wort „Berg“ sinnbildlich für alles steht, was schwer oder nicht leicht aus seiner Stellung zu bringen und völlig unbeweglich und unerschütterlich ist.
Ich sehe in einem inneren Bild, dass fehlendes Vertrauen wie ein Tuch wirkt, das die Realität zudeckt. Vertrauen ist aber die angemessene Haltung der Zukunft gegenüber, nicht wie häufig praktiziert, die Leistungsbereitschaft. Denn wir wissen im Vorhinein nicht, was das Beste für uns ist.

Herzlichst
August

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14.10.2020

Macht in Beziehungen

Wenn man sich ursprünglich auf die Beziehung zu Gott konzentriert, dann sind Beziehungsregeln entscheidend. Weil damit das Thema Beziehung eine neue Tiefe und Bedeutung gewinnt, die Beziehung zu Gott, zu mir selber, zu Menschen, zu Tieren und zur Natur.
Ganz klare Kernthemen in meiner Arbeit sind daher Beziehungen und Macht in Beziehungen. Da geht es ums Herz, um Herzensbeziehungen. Da kann vieles verbessert und vertieft werden. Dabei geht es um Liebe, Angst, Schmerz, Scham, um sämtliche Gefühle, die mit Beziehung verbunden sind. 
Macht und Liebe verbinden sich in mir, ich spüre dies auch als eine Verbindung zwischen dritten und vierten Chakra. Diese Erkenntnis löst aber auch Angst aus. Wilhelm Reich (österr. Arzt und Psychoanalytiker) behauptet, dass alle Menschen, die Macht und Liebe vereinigt haben, ermordet wurden (z.B. Martin Luther King +1968, Mahatma Gandhi +1948). Für mich stimmt, was Reich gesagt hat nur bedingt. Ich glaube, dass Reich die Ängste der Menschen nicht ernst genommen hat, bzw. die Menschen die Macht und Liebe vereinigt haben die Ängste der Menschen nicht erst genommen haben und dadurch wurden Aggressionen ausgelöst. Die Angst haben sie deswegen nicht ernst genommen, weil sie selber keine Angst hatten.

Herzlichst
August

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07.10.2020

MĂ€chtig sein

Kein Abschied auf der Welt fällt schwerer als der Abschied von der Macht. (Charles Maurice de Talleyrand)
Despoten entstehen, wenn ihnen niemand Einhalt gebietet. Die Selbstherrlichkeit entsteht aufgrund eines fehlenden Regulativs oder Korrektivs. Wenn Macht kein Korrektiv und kein Regulativ hat, dann bekommt sie despotische Züge. Nachdem ich selber ein mächtiger Mensch bin, kommen auch mächtige Menschen zu mir, um ihre Macht zu reflektieren. Auch ich selber nehme mir immer wieder Zeit, mich und den Umgang mit meiner Macht auf den Prüfstand zu stellen. 
Woran merkt man, dass jemand mächtig ist? Zum einen daran, wer in der Familie die Vornamen bestimmt, zum anderen daran, auf wen geschaut wird, bevor man spricht.
Bei Machtspielen ist kein Zuhören möglich, jeder will seines durchsetzen. Männer müssen lernen mit den Machtmittel der Frauen umgehen zu können. Die verwenden subversive Mittel, die Mittel der Männer sind offensichtlich. 
Indem ich Männer gegenüber meine Schwächen ohne Scham eingestehe, habe ich und bekomme ich Macht. Wenn ich Frauen gegenüber Schmerz eingestehe, bekomme ich Macht. 
Was macht mich mächtig?
Weil ich authentisch bin und nicht manipuliere. Weil ich zu meinen dunklen Seiten stehe. Weil ich dazu stehe, dass nicht alles von mir kommt. Indem ich so bin, wie ich bin. Weil ich ein lebendiges Vorbild bin. Weil ich mutig bin und zu mir stehe. Dass ich auch weiß, wenn ich nicht authentisch bin und wann das ist.

Herzlichst
August

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30.09.2020

Macht

Macht ohne Liebe macht hart. Macht braucht die Liebe.
Liebe ohne Macht ist schwach. Liebe braucht die Macht.
Wenn ich geliebt habe, war ich mächtig! Wenn Menschen mich liebten gaben sie mir Macht! In allen anderen Situationen ist es Einbildung, mächtig zu sein. Ohne die Liebe Gottes ist ALLES nichts. Ein liebender Mensch ist einer, der ALLES zulassen kann.
Wer die Macht überwunden hat, lebt unbekümmert, ohne Sorge, weil von größeren Kräften geführt und getragen. 
Meine Macht kommt aus mir, ist aber nicht von mir. Sie ist wie eine energetische Hülle, die ganz langsam ummantelt und dann führt. In meiner Arbeit schlage ich „Pflöcke“ ein und konfrontiere den Menschen liebevoll mit diesen Wahrheiten. Mein Feedback ist punktgenau, entspringt keinem angelernten Wissen, vielmehr meiner Eingebung und ich bin damit in keine Schublade zu stecken. Ich übe Macht aus durch Präsenz und Entzug.
Ich bin für viele Menschen eine Stütze, auf die sie zurückgreifen können, wenn sie eine Hilfe brauchen. Wenn ich in Kontakt mit jemandem bin, dann bin ich angstfrei. Wenn ich angstfrei bin, bin ich in Kontakt, das gilt für jeden Menschen. 
„Du würdest Gott das Haxl stellen“. Ja, sage ich, aber auch dem Widersacher. Ich gebe mir die Erlaubnis, alle Register der Macht zu ziehen, wenn es nötig ist. Wenn ich die Liebe auf das Machtfeld einlade, dann ist das ein fremdes, ungewohntes Feld für die Liebe. Sie kämpft mit anderen Waffen. Ich habe das Gefühl im Herzen, dass ich die hellen und die dunklen Seiten der Macht liebe und deshalb gut damit umgehen kann.

Herzlichst
August

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23.09.2020

Nachfahren

Erwartungen an Kinder
Ein Kind hat bereits vor der Geburt eine Aufgabe, welche ihm von seinen Eltern, meist unbewusst, zugedacht wird. Einige Beispiele dazu:
Das Kind soll nicht für die Rente der Eltern aufkommen, sondern ihre Träume verwirklichen. Häufig sind das all die Dinge, die die Eltern selbst nicht geschafft haben.
Das Kind soll die Beziehung flicken. Bei Unstimmigkeiten zwischen den Eltern soll es ausgleichend wirken. Es kann auch sein, dass jeder Elternteil versucht, es auf seine Seite zu ziehen, um Unterstützung, bzw. Verstärkung zu haben.
Mit dem Kind zeigt die Tochter ihrer Mutter, dass sie ohne Ehemann ein Kind großziehen kann. 
Das Kind ist zum Glücklichsein verurteilt, weil die Eltern zum kleinsten Genuss unfähig sind.
Das Kind wird zum Erfolgreichsein verurteilt, weil der Rauswurf eines Elternteils aus der Schule die größte Erniedrigung seines Lebens war. 
Aufgaben der Nachfahren
Die Geschichte der Sippe wird unbewusst auf die Nachfahren übertragen.
Das bedeutet, die Nachfahren sollen begangene Fehler eines Vorfahren wiedergutmachen oder abmildern. Sie sollen das Ansehen der Familie wiederherstellen. Oder sie sollen den Elternteil ersetzen, den man selbst vermisst hat. Es kann auch sein, das ein Nachkomme ewig Kind bleiben soll, damit die Mutter oder der Vater die Einsamkeit der Kindheit nicht erneut erleben müssen. 
Das alles und die damit verbundenen Aufgaben werden Teil unserer falschen Identität. 

Herzlichst
August

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16.09.2020

FĂ€higkeiten und Werte

Die größten Werte sind:
Eine Not wenden, wenn es gelingt die eigene oder die Not eines anderen zu wenden. Das bedeutet, sie in eine Erfahrung zu wandeln, die für das Leben hilfreich ist.
Einen Mangel in einen Vorzug zu verwandeln. Ein plastisches Beispiel ist für mich eine Frau, die eine Rechtschreibschwäche hatte und diese unter großen Mühen und Anstrengungen ausmerzte. Der wirkliche Wandel war jedoch, dass sie sich zu einer begeisterten Schreiberin entwickelte. 
Schwierigkeiten zu meistern. Also sich nicht von Schwierigkeiten unterkriegen zu lassen, sondern sich ihnen aktiv zu stellen, sowohl auf materieller, geistiger und/oder seelischen Ebene.
Schicksalsschläge zu verkraften. Dies ist die größte Herausforderung, unterstützend dabei ist, demütig zu sein und Vertrauen in Gott und das Leben zu haben.
Worunter leiden die Menschen?
Am meisten unter der Unfähigkeit und Überforderung. Denn hätten sie die Fähigkeit und die Kraft, dann könnten sie alles erreichen, was sie noch nicht schaffen. Das ist der größte Mangel der Menschen.
Meine Lösung: Ich eigne mir sämtliche Fähigkeiten an, die ich für die Erreichung meiner Ziele brauche, indem ich Menschen suche, die diese Fähigkeiten besitzen. Gleichzeitig biete ich ihnen einen Nutzen mit meinen Fähigkeiten.

Herzlichst
August