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August Höglinger »
Blog Einsichten

In diesem Blog findest du Geschichten aus und vom Leben. Aus einer sichtbaren und unsichtbaren Welt. Ich möchte dich teilhaben lassen an meinen Erkenntnissen, Denkanstößen, Inspirationen, Erfahrungen, Ideen und neuen Plänen.
Dieser Blog ist vor allem für Absolventinnen und Absolventen meiner Seminare und Lehrgänge eingerichtet, denn mit Ihnen verbindet mich eine tiefe Herzensbeziehung und ein Stück gemeinsamen Weges.

Natürlich sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen.
In diesem Sinne freue ich mich und wünsche allen tiefe Einsichten.

Herzlichst
August

Archiveinträge




24.02.2021

Frage und Antwort

Im Zuge meiner Arbeit als Coach wurde mir eines Tages bewusst, dass ich zu sehr darauf konzentriert bin, Antworten zu finden. Wenn mich jemand etwas fragt, dann denke ich unbewusst daran, wie ich die Frage beantworten kann. Manchmal konzentriere ich mich darauf, welche Antwort die Frage in mir entstehen lässt.
Es geht aber sehr häufig darum, auf die Frage zu hören. In der Frage ist meist die wirkliche Not zu erkennen. Und die sollte ich hören. Ich höre darauf, was wirklich hinter der Frage steckt, welche Angst, Sorge, Not oder Unsicherheit. Habe ich erkannt, worum es wirklich geht, zeigt sich die Antwort.

Herzlichst
August

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17.02.2021

Aufstellungen

Ich mache seit Jahrzehnten Aufstellungen und habe diese im Laufe der Jahre aufgrund meiner Erkenntnisse weiter entwickelt. Nunmehr gibt es eine neue Entwicklungsstufe meiner Aufstellungen. Ich befasse mich mit der Geschichte des Menschen, der aufstellt. Im Wort Geschichte steckt das Wort Schichten. Ich gehe daher gemäß der Schichten vor, die es in der Seele und im Unbewussten gibt. Die jeweils nächste Schicht wird erst dann sichtbar, wenn die vorhergehende abgetragen ist. Dabei geht es in immer tiefere Bewusstseinsschichten, die sonst nur in der Hypnotherapie mit Hilfe von Tranceinduktionen erreichbar sind. 
Ein Freund hat den Begriff „rekursive Aufstellungen“ dafür kreiert, weil es immer weiter und weiter in die Lebensgeschichte eingeht. Ich mache dieselbe Aufstellung mehrere Male, um dabei in tiefere Schichten des Bewusstseins vorzudringen. In manchen Fällen bis zum tiefsten Punkt einer aktuellen Not.

Herzlichst
August

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10.02.2021

Suche nach Gott

Die Suche nach Gott ist die Suche nach Leben.
Die Suche nach Leben ist die Suche nach Liebe.
Die Suche nach Liebe ist die Suche nach Gott. 
Hier schließt sich der Kreis. Eines ohne das andere ist im spirituellen Sinn nicht denkbar.
Daher sind diese drei Themen meine Forschungsaufgaben: Gott, Leben, Liebe. Hier sehe ich meine Arbeit. Meine Aufgabe ist es, Menschen zu sich und damit zu Gott zu begleiten, dadurch öffnen sie sich dem Leben und der Liebe. 
Ich umkreise und suche in jedem Menschen Stellen, wo in ihm Leblosigkeit und Lieblosigkeit ist. Ich strebe danach, diese Stellen lebendig zu machen. Sehr oft sind damit die Lösung einer Lähmung und die Aufdeckung und das Zulassen eines Schmerzes notwendig, damit an dieser Stelle wieder neues Leben einziehen kann. Leben und Liebe ohne Schmerz sind nicht möglich.

Herzlichst
August

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03.02.2021

Verzeihen

Verzeihen kommt aus dem Wortstamm „Verzichten“. Ich verzichte auf die mir zustehende Rache und Wiedergutmachung. Die Herausforderung ist, dass wir unseren tiefsten Verletzungen Sinn geben. Aus dem Mist Dünger machen, also daraus etwas für unser Leben lernen. 
Stufen des Verzeihens
Anhören: Welche Verletzungen sind vorgekommen? Welche Erlebnisse haben mich zu diesen Verletzungen geführt? Das Ziel ist die innere Erlebnisermittlung. Angst vor der Fremdbestimmung ansprechen.
Verständnis: Verständnis gewinnen, verstehen heißt sich einfühlen und mitfühlen können.
Verzeihen und versöhnen: Nachtragend sein belastet mich. Viel Versöhnungsarbeit mit mir selbst ist nötig, wenn Vater und Mutter sehr unterschiedlich waren. Die Frage ist: Wo waren die Eltern am unterschiedlichsten? Denn dort haben wir in uns einen Konflikt.
Wiedergutmachung: Wiedergutmachung ist ein Gemeinschaftsprojekt, es braucht alle Betroffenen. Verzeihen hilft, den Verlust der Seele zu stoppen. Es geht darum, um Verzeihung zu bitten für die eigenen Fehler (es fehlt mir etwas). 75% der Konflikte in Paarbeziehungen sind eigene Unzufriedenheiten.

Herzlichst
August

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27.01.2021

Vergeben

Vergeben ist ein Element des Schuldausgleichs. Um Vergangenes vergeben zu können, muss ich mir aller Schmerzen und Wunden bewusst werden. Ich muss sie anerkennen – erst dann kann ich sie vergeben.
Vergeben hat man und kann man, wenn man dankbar ist und sein kann für das, was geschehen ist. Wer nicht vergeben kann, der kann auch nicht lieben. (Martin Luther King jr.) Für mich heißt das auch, wenn ich jemanden nicht vergebe, dann vergibt auch Gott mir nicht.
Ich sehe innerlich jemand mit einem Schild gehen. Vorne steht „Schuld“ drauf und hinten das Wort „Vergebung“. Normalerweise ist das Schild umgedreht und man sieht seine eigene Schuld. Erst nach Anerkenntnis der eigenen Schuld/des eigenen Anteils ist es möglich, zu erkennen, dass ALLES so gewollt war.

Herzlichst
August

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20.01.2021

Vergebung - Versöhnung

Vergebung kann in mehreren Schichten erfolgen, dazu die Geschichte mit der räudigen Katze. Das Wort Geschichte deutet darauf hin, dass es um mehrere Schichten geht.
In meiner Kindheit hatten wir eine räudige Katze. Sie hatte keine Haare mehr und sah auch leidend aus. Daher sagte mein Stiefvater, wir sollten sie fangen, damit er sie gnadenhalber erschlagen kann. Die Katze spürte das und ließ sich von niemandem fangen. Nur zu mir hatte sie Vertrauen. Ich durfte sie einfangen. Als ich sie meinem Stiefvater übergab, blickte sie mich mit dunklen, traurigen und enttäuschten Augen an. Diesen Blick brachte ich fast 40 Jahre lang nicht weg. Ich hatte ihr Vertrauen missbraucht und sie an den Henker ausgeliefert. Meine Schwester und ich machten ihr im Wald ein schönes Grab mit Kreuz und schönstem Grabschmuck.
Der dunkle Blick aus den Augen der Katze tauchte als Bild in einer Meditation auf. Als ich mir Jahrzehnte später zu vergeben begann, geschah dies in mehreren Schritten. Der erste Schritt war, dass ich mir vergab, ihr Vertrauen missbraucht zu haben. Ich schwor mir aktiv zu vergeben, dh nie mehr das Vertrauen eines Menschen/Lebewesen zu missbrauchen. Das kommt mir heute in der Beratung sehr zugute. 
Als zweites habe ich mir vergeben, dass ich auf die Stimme einer Autorität gehört habe, die das Leben der Katze als nicht mehr lebenswert betrachtete. Das erinnerte mich an die Geisteshaltung der Nazis, die diese Einstellung gegenüber „nicht lebenswertem Leben“ pflegten. Ich fühlte mich nicht anders als die Nazis.
Als drittes habe ich mir vergeben, dass ich das Leben einer Katze dafür opferte, damit ich gut dastand. Ich war als Kind eher schwächlich und konnte auf diese Art beweisen, dass ich etwas kann, was in der Familie sonst niemand konnte. Nämlich das Vertrauen eines Lebewesens zu erlangen.

Herzlichst
August

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13.01.2021

Stufen der Traumabearbeitung

Da ist zum einen das Gespräch, die soziale Interaktion mit einer anderen Person, also der Ausdruck in Sprache und Körpersprache. Zum zweiten kommen die Instinkte des Menschen zum Tragen, dabei geht es um Flucht oder Angriff, die sich in Form von Schütteln und Zittern zeigen. Zum dritten können bei einem echten Trauma die Körperreaktionen gedrosselt sein. Diese Erstarrung hilft für den Moment die Situation emotional zu überstehen.
Es gibt auch Trauma-Bewusstsein, das heißt, dass man Schreckliches sehen und hören kann, ohne es sofort lösen zu wollen und zeitgleich daran arbeitet, dass sich die Zerstörung nicht wiederholt. Eigentlich heißt es, dass man darauf achtet, dass sich keine weitere Retraumatisierung einstellt und keine sekundäre Traumatisierung. 
Sekundäre Traumatisierung nennt man die Traumen, die bei der Arbeit mit Traumatisierten für den Helfer entstehen können. 
Dies können sein Mitgefühlserschöpfung und Mitgefühlsstress. Diese Traumatisierung entsteht durch das Anhören der Berichte über traumatische Ereignisse. Dadurch können die gleichen Symptome wie bei einer Traumatisierung auftreten und diese sind:
Übererregung und Angstzustände, Vermeidung (von Situationen, Zusammentreffen, uä.) und Entfremdung durch soziale und emotionale Distanz. Intrusion, also Erstarrung und damit verbunden eine Handlungsunfähigkeit, bzw. das Wiedererleben einer traumatischen Situation. Eine sekundäre Traumatisierung kann auch ausgelöst werden bei der Dissoziation (Abspaltung) von Traumamaterial. Weiters können emotionale Taubheit und eine veränderte Zeitwahrnehmung auftreten.
Ein Beispiel: Bei der Anleitung einer Seminargruppe durch eine Person, reagierten die Teilnehmer auf die Überforderung in der Pause damit, dass sie doppelte Schnäpse tranken. Die anleitende Person war (trockener) Alkoholiker.

Herzlichst
August

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06.01.2021

Traumabearbeitung

Trauma ist eine lebensrettende Art und Weise, bedrohliche Störungen zu verarbeiten. Ein Trauma ist dann verarbeitet, wenn es in ein Werkzeug umgewandelt wurde, das zur Bewältigung des Lebens hilfreich ist. 
Schritte bei der Traumabearbeitung:
Der erste Schritt zur Traumabewältigung ist die Stabilisierung der Person. Dazu ist Hilfe von außen nötig, damit sich das Gefühl von Geschütztsein wieder einstellen kann. Als nächstes ist es wichtig, inneren Abstand zu dem traumatisierenden Ereignis zu finden. Erst dann kann man den nächsten Schritt gehen, nämlich sich den traumatisierenden Erinnerungen zu stellen. Danach gilt es, um das Verlorene zu trauern und die gesamte Erfahrung in seine Persönlichkeit zu integrieren. Bei all diesen Schritten benötigt man in den allermeisten Fällen therapeutische Unterstützung.
Werden eigene Traumata nicht bearbeitet, so werden sie in der sogenannten seelischen Gruft gespeichert. Wenn Eltern oder Großeltern ein bedeutendes Trauma (z.B. Krieg) erlebt haben, das nicht verarbeitet wurde, dann wissen die Kinder/Enkel tief in ihrem Inneren etwas über dieses Trauma. Wir kennen in biologischer Hinsicht die emotionale Geschichte der Großeltern. Diese nicht bewältigten Traumata der Vorfahren bezeichnet man als seelisches Phantom.

Herzlichst
August

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30.12.2020

Trauma

Trauma ist das griechische Wort für „Wunde“. Traumata sind Ereignisse, welche die seelischen Verarbeitungsmöglichkeiten eines Menschen überfordern. Also alles, was zu schnell, zu viel, zu heftig, völlig unvorbereitet und unangekündigt von einer Sekunde auf die andere über uns hereinbricht. Somit alles, was den Organismus und unsere emotionale Kapazität überfordert. Solche Erlebnisse werden abgespalten, um zu überleben.
Ein Trauma entsteht, wenn man sich schutzlos, hilflos und ausgeliefert fühlt. Wenn durch ein Ereignis (z. B. Terroranschlag) das Gefühl von Schutz und Sicherheit innerhalb eines Moments verloren geht, ohne zu wissen, wie lange die bedrohliche Situation dauert, bzw. woher die Gefahr genau kommt.
Beim Trauma handelt es sich also um eine - auch fortdauernde – Überforderungssituation, auf die mit existentiellen Ohnmachtserfahrungen reagiert wird. Es gibt Forschungen über Beginn und Verlauf von Traumata, jedoch kaum etwas darüber, wann diese Prozesse zu Ende sind. Ich erinnere mich an einen Klienten, der nach einem schweren Krebs „Gefahr vorbei“ zu seiner Frau sagte.
Menschen mit bewältigtem Trauma sind stärker als Menschen ohne diese Erfahrung. Sie müssen besondere Kompetenzen haben, bzw. entwickeln, damit sie es schaffen ein Trauma zu verarbeiten. Daraus resultiert eine Überlebenskompetenz – je größer das Trauma, umso größer die Überlebenskompetenz.

Herzlichst
August

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23.12.2020

Nach dem Tod

Was geschieht nach dem Tod?
Nach dem Tod sah ich drei Alternativen, was geschehen könnte. 
Die erste ist, dass die Seele des Verstorbenen wie ein Tropfen Wasser ist, der ins Meer fällt, in die Allseele eintaucht und ihre wahrnehmbare Existenz verliert.
Die zweite ist, dass die Seele in einen anderen Bewusstseinszustand wechselt. 
Die dritte ist, dass die Seele in ein Übergangsstadium eintritt, das man früher Purgatorium oder Fegefeuer nannte. In diesem Zustand kommt es meist zu einem Läuterungsprozess, der vielfältigster Natur sein kann. Sehr oft geht es dabei um einen Vergebungs- und Klärungsprozess. 
Es gibt auch Seelen, denen das Bewusstsein fehlt, dass sie schon aus dem irdischen Leben gegangen sind, vor allem, wenn der Tod plötzlich eintritt beispielsweise durch einen Unfall, Mord oder im Krieg. Viele dieser Seelen werden als „arme Seelen“ bezeichnet.

Herzlichst
August

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16.12.2020

Sterblichkeit

Wie gehe ich mit der Tatsache meiner Sterblichkeit um?
Mir ist wichtig, jeden Tag als Geschenk des Lebens zu erkennen. Diese innere Haltung ist eine zutiefst demütige. Das Leben bewusst am Morgen aus Gottes Hand entgegen nehmen und am Abend wieder bewusst in seine Hände zurück zu legen, schafft ein Bewusstsein der Endlichkeit und wie kostbar Leben ist. 
Wenn Menschen das Sterbealter ihrer Eltern erreichen, entsteht oft die Angst, dann auch sterben zu müssen. Es ist daher hilfreich, sich einmal im Leben ausführlich mit dem Tod zu beschäftigen und sich dann wieder dem restlichen Leben zu widmen. Das Bewusstsein, dass jeder Mensch zeitlebens zwei Begleiter hat: das Leben und den Tod, ist in der Auseinandersetzung sehr wichtig.
Die gewählte Art des Todes und was es leicht oder schwer macht zu gehen, ist auch ein Thema, welches die Menschen beschäftigt. Für manche Menschen ist der Tod ein Freund, für viele der größte Feind. Alle Ängste, die es im Leben gegeben hat, sind nach dem Tod weg.
Das Wissen um die körperlichen Signale, dass jemand sterbend ist, fehlt. Angehörige, die nicht loslassen können, versuchen alles, um den Tod hinaus zu zögern. Es geht darum, den Sterbeprozess zu erkennen, zu akzeptieren und das Sterben zuzulassen.

Herzlichst
August

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09.12.2020

Tod

Der Tod ist eine Energie, die jeden Menschen schon von der Zeugung des Lebens weg begleitet, unter anderem in Form der vielen Krebszellen und im fortschreitenden langsamen Verfall. In jedem Wachsen ist der Tod bereits beinhaltet, jede Sekunde, Minute, Stunde komme ich dem Tod näher. Der Tod geht mit dem Leben und er kommt mit dem Leben.
Der Tod ist nicht das Ende des Lebens, sondern die Vollendung des Lebens. Bei der einen Sichtweise werde ich traurig und trübe, bei der anderen gibt es einen Grund zur Freude und zum Feiern.
Viele Menschen interessiert, wie man gut stirbt, denn das ist ein großer Teil der Kunst des Lebens. Eine meiner vielfältigen Erfahrungen mit dem Tod war der plötzliche Tod meines Vaters. Sein Leichnam war zu Hause aufgebahrt. Wir Kinder erlebten, dass der Tod ein elementarer Teil des Lebens ist, wie der Leichnam gewaschen wurde, wie die Hinterbliebenen ihre Trauer und ihren Schmerz lebten und wie die Nachbarn mitwirkten.
Dem Tod kann man nur im Tod eines geliebten Menschen begegnen. Alle Sorgen drehen sich um das Leben. Das Leben ist Grundlage für alle Sorgen. Wenn man den Tod akzeptiert, ist keine Angst da. Nur wenn man sich ans Leben klammert, sind alle Ängste da.

Herzlichst
August

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02.12.2020

Verstehen

Der eine Teil der Kommunikation beinhaltet das akustische Hören und das rationale Verstehen und wie beschrieben kann es dabei Ablenkungen und Irritationen geben. Der andere Teil ist der des Hörens und Verstehens mit dem Herzen, das ist die zusätzliche und eigentliche Herausforderung. Denn verstanden habe ich etwas erst dann, wenn ich es mit dem Ohr meines Herzens gehört habe. Das bedeutet, ich nehme die Gefühle und die unbewussten Botschaften wahr, die nicht explizit ausgesprochen werden.
Gerade in Beziehungen, bzw. auf Beziehungsebene ist es wichtig, darauf zu achten, wie groß das eigene „Herzensohr“ ist und wie groß das Ohr des anderen. Das entscheidet darüber, wie viel von meiner Botschaft vom anderen aufgenommen werden kann und wieviel daneben fließt und daher nicht gehört und verstanden wird. Daher empfiehlt es sich in Gesprächen zwischendurch Rückfrage zu halten, um zu erkennen, ob man mit dem  Partner noch im emotionalen Kontakt ist.

Herzlichst
August

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25.11.2020

Zuhören

Zum Thema Zuhören und Verstehen fällt mir folgende Erfahrung ein: Mir wird das Märchen Dornröschen vorgelesen und ich denke mir, ich habe alles gehört und verstanden. Dann wird mir das Märchen ein zweites Mal vorgelesen. Ich entdecke, dass ich etwa ein Drittel nicht gehört habe, weil mich beim Zuhören immer wieder ein Gedanke gefesselt hat. Während mich dieser Gedanke beschäftigt, höre ich nicht zu. Auch wenn ich ein Wort nicht kenne, kann ich bei einem Text die nächsten drei Zeilen nicht mehr aufnehmen. Noch intensiver ist es, das Märchen ein paar Tage später noch einmal zu hören. Da bemerke ich, dass ich in der Zwischenzeit einiges vergessen habe. Dies ist in vielen Beziehungen so. Das gilt nicht nur für vorgelesene Texte, sondern bei jeglicher Form der Kommunikation. Dies birgt sowohl im privaten, als auch im beruflichen Kontext ein großes Potential für Irritationen und Konflikte. 
Weiters gilt der Spruch: Gesagt ist noch lange nicht gehört, gehört ist noch lange nicht verstanden, verstanden bedeutet nicht automatisch einverstanden, einverstanden ist noch lange nicht umgesetzt und umgesetzt heißt noch lange nicht beibehalten. 
Beim Militär wird das so gehandhabt, dass ein Befehl wiederholt werden muss, um zu wissen, ob er akustisch angekommen ist. Die einzelnen Handlungsschritte eines Befehls sind schon vorher bekannt, eingeübt und automatisiert.

Herzlichst
August

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18.11.2020

Glaube und Zweifel

Eine Landwirtin, ein evangelischer Pastor und ich unterhielten uns über unseren Glauben. Die Landwirtin begann als erste über ihren Glauben zu sprechen und erzählte, wie unerschütterlich ihr Glaube ist. Dann setzte der evangelische Pastor fort und gestand, dass ihn neben dem Glauben immer wieder große Zweifel quälen. Obwohl er das sagte, spürte ich den tiefen Glauben dieses Mannes. Ich erkannte, dass zum Glauben auch der Zweifel gehört. Wie sollte ich sonst erkennen, wenn sich das Böse im Kleid des Guten zeigt. 
Gott sagt: Höre, denn hören ist glauben. Glaube bedeutet, etwas für wahr nehmen, was im Herzen ist. Es ist, was es ist. Es mischt sich auch die Liebe dazu und das gibt Hoffnung. 
Wer sagt, er habe das Vertrauen in eine Beziehung verloren, hat meist das Vertrauen in sich selbst verloren. Ich sehe auch, dass es nicht genügt, seine Gesundheit Gott anzuvertrauen. Man muss auch selbst Verantwortung dafür übernehmen. Dies bringt mich zu dem Satz: Vertraue auf Gott und binde das Kamel fest, also Gottvertrauen und Eigenverantwortung gehören zusammen.

Herzlichst
August

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11.11.2020

Gottvertrauen

Ich frage Gott: Vertraust du mir? Er sagt: Ich liebe deine Disziplin und deine Zuverlässigkeit. Gott vertraut mir. Früher dachte ich nur daran, wie es mir gelingen könnte, Gott voll zu vertrauen. Dann erkannte ich, dass Gott mir vertraut, weil ich zuverlässig für ihn geworden bin. Das gibt mir ein wunderbares Gefühl, nämlich vertrauenswürdig zu sein. Würdig zu sein seines Vertrauens.
Der Weg der Wahrhaftigkeit hat zu diesem Gottvertrauen geführt. Ich verlasse mich nicht nur auf mich selbst, sondern setze mein Vertrauen auf Gott. Ich gebe von mir aus in allem das Beste und Gott wird die Sache, die ich begonnen habe, selbst weiter führen. Mein Leben in die eigenen Hände nehmen und gleichzeitig vertrauensvoll in die Hände Gottes legen.
Wie kann ich Limitierungen, die noch vorhanden sind, auflösen? Gott sagt: Indem du auf mich vertraust, dass ich für dich sorge. Ich vertraue auf Gott, aber ich vertraue mir selber noch nicht ganz. Gott wird dafür sorgen, dass etwas in seinem Sinne geschieht, sollte ich einen Blödsinn machen.
Das Vertrauen zu Gott wird geprüft durch Schicksalsschläge. Ist mein Gottvertrauen, ist meine Liebe stark genug?

Herzlichst
August

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04.11.2020

Aufwachen und Grundvertrauen

Neue Teilnehmer meiner Seminare sagen: Wir kommen als Blinde zu dir!
Aufwachen ist für Menschen ein sehr verschiedener, individueller Prozess – wie das Aufwachen am Morgen. Es ist riskant, ein waches Leben zu leben. Wir haben die Wahl zwischen Risiko und Routine. Der Verstand muss dem Vertrauen Platz machen, dann ist der Turnaround geschafft. Du siehst alles, nur dich selbst nicht. Du fühlst alles, nur dich selbst nicht. Du kennst alles, nur dich selbst nicht. Dann schläfst du noch! Dies äußert sich auch in Überheblichkeit. Viele Menschen vertrauen sich selber mehr als Gott. Das ist der eigentliche Satan, die eigentliche Hölle.
Jemand der jeden Fehler meidet, kann kein Grundvertrauen aufbauen. Die Grundsicherheit entsteht durch das Überleben von Fehlern. Es ist besser, gelegentlich betrogen zu werden, als niemandem mehr zu vertrauen. (Lady Nancy Witcher Astor) Wenn man einem Menschen vertrauen kann, erübrigt sich jeder Vertrag. Wenn man ihm nicht vertrauen kann, ist jeder Vertrag nutzlos. 
Die Mutter kann ein Kind nicht loslassen. Sie kann es nur dem Leben anvertrauen. Dazu benötigt sie aber selber ein Vertrauen ins Leben. (Selbstvertrauen) Mir ist etwas vertraut, ist ebenso eine Form des Vertrauens.

Herzlichst
August

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28.10.2020

Selbstvertrauen

Wer bittet vertraut! 
Hinter der Bitte versteckt sich häufig eine Not, Hilflosigkeit, Angst oder Unsicherheit. Bitten als maskierte Angst und Unsicherheit.
 
Es ist beides gut, zu bitten und zu vertrauen. Ich bitte um etwas und vertraue darauf, dass das kommt, was für mich gut ist. Ich bitte um nichts Bestimmtes, denn es kommt, wie es kommt. Ich bitte darum, dass es kommt, wie es kommt.

Mein gesamtes Selbstvertrauen verdanke ich Gott. Aus mir selbst gibt es kein Vertrauen. Ich habe nicht nur die Gabe der inneren Schau, sondern darf auch mit den Augen Gottes schauen. Das Vertrauen öffnet so sehr, dass es mir geschenkt wird, mit den Augen Gottes zu schauen. Ich sehe viel und kann ganz exakte Vorschläge machen. Schenkt mir jemand sein tiefes Vertrauen, dann ist viel Heilung möglich. Vertrauen heilt. Tiefes Vertrauen macht Unmögliches möglich. 
Dieses Schauen mit den Augen Gottes ist fast wie Hellseherei, es funktioniert nur bei tiefem Vertrauen. Bei tiefem Vertrauen öffnet sich ein neuer Raum und ich sehe vieles detailliert. Je mehr sich die Menschen mir anvertrauen, umso wirksamer ist meine Arbeit, denn in dem Ausmaß vertrauen sie auf Gott. Ich brauche Fragen, damit sich eine Antwort einstellt, Gott anvertraut mir diese Menschen.

Herzlichst
August

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21.10.2020

Vertrauen und Glaube

Das Gegenteil von Angst ist das Vertrauen, das Vertrauen ins Leben, zu den Menschen, zu mir und zu Gott. Die Angst unterbricht nicht die Gottesbeziehung, sondern das Gottvertrauen. Die Angst hat zwei Seiten. Der eine ist der Schutzengel, der Teil der vor Schäden und Verletzungen schützt. Der andere ist der Prüfengel. Er prüft mein Vertrauen, meine Liebe, usf. Ich sehe, wie sich Ängste – die sich klein machen, damit sie nicht entdeckt werden – ins Herz schleichen und schön langsam versuchen, Herrschaft über das Herz zu erlangen. Angst, Misstrauen, Zweifel sind daher Themen des Gegenteils von Vertrauen.
Vertrauen ist dasselbe wie Glaube. Dem Leben vertrauen. Es braucht ein Ineinandergreifen von vertrauensvollem Geschehenlassen und selbstverantwortlichem Mittun.
Der Spruch, dass der Glaube Berge versetzen kann, ist so zu deuten, dass das Wort „Berg“ sinnbildlich für alles steht, was schwer oder nicht leicht aus seiner Stellung zu bringen und völlig unbeweglich und unerschütterlich ist.
Ich sehe in einem inneren Bild, dass fehlendes Vertrauen wie ein Tuch wirkt, das die Realität zudeckt. Vertrauen ist aber die angemessene Haltung der Zukunft gegenüber, nicht wie häufig praktiziert, die Leistungsbereitschaft. Denn wir wissen im Vorhinein nicht, was das Beste für uns ist.

Herzlichst
August

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14.10.2020

Macht in Beziehungen

Wenn man sich ursprünglich auf die Beziehung zu Gott konzentriert, dann sind Beziehungsregeln entscheidend. Weil damit das Thema Beziehung eine neue Tiefe und Bedeutung gewinnt, die Beziehung zu Gott, zu mir selber, zu Menschen, zu Tieren und zur Natur.
Ganz klare Kernthemen in meiner Arbeit sind daher Beziehungen und Macht in Beziehungen. Da geht es ums Herz, um Herzensbeziehungen. Da kann vieles verbessert und vertieft werden. Dabei geht es um Liebe, Angst, Schmerz, Scham, um sämtliche Gefühle, die mit Beziehung verbunden sind. 
Macht und Liebe verbinden sich in mir, ich spüre dies auch als eine Verbindung zwischen dritten und vierten Chakra. Diese Erkenntnis löst aber auch Angst aus. Wilhelm Reich (österr. Arzt und Psychoanalytiker) behauptet, dass alle Menschen, die Macht und Liebe vereinigt haben, ermordet wurden (z.B. Martin Luther King +1968, Mahatma Gandhi +1948). Für mich stimmt, was Reich gesagt hat nur bedingt. Ich glaube, dass Reich die Ängste der Menschen nicht ernst genommen hat, bzw. die Menschen die Macht und Liebe vereinigt haben die Ängste der Menschen nicht erst genommen haben und dadurch wurden Aggressionen ausgelöst. Die Angst haben sie deswegen nicht ernst genommen, weil sie selber keine Angst hatten.

Herzlichst
August