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August Höglinger »
Blog Einsichten

In diesem Blog findest du Geschichten aus und vom Leben. Aus einer sichtbaren und unsichtbaren Welt. Ich möchte dich teilhaben lassen an meinen Erkenntnissen, Denkanstößen, Inspirationen, Erfahrungen, Ideen und neuen Plänen.
Dieser Blog ist vor allem für Absolventinnen und Absolventen meiner Seminare und Lehrgänge eingerichtet, denn mit Ihnen verbindet mich eine tiefe Herzensbeziehung und ein Stück gemeinsamen Weges.

Natürlich sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen.
In diesem Sinne freue ich mich und wünsche allen tiefe Einsichten.

Herzlichst
August

Archiveinträge




31.03.2021

Äußeres und inneres Leben

Die meisten Menschen sind im Äußeren zuhause, aber sie sind nicht bei sich selbst im Inneren. Wenn Menschen bei der Gestaltung des äußeren Lebens an eine Grenze stoßen, wo es nicht mehr sinnvoll verbesserbar ist, stellt sich eine Leere ein. Und dann beginnt der Mensch im besten Fall zu suchen. Im schlechtesten Fall vermehrt er seinen äußeren Reichtum. 
Es kann aber auch sein, dass er dann das innere Leben sucht: Er sucht Gott, er sucht die Liebe, die Zufriedenheit, er sucht das Glück. Und er vergisst oder verdrängt, dass es eine Schattenseite gibt: Das Unglück, die Unzufriedenheit, dem man sich ebenfalls stellen muss. 
Wenn man das innere Leben sucht, muss man das äußere Leben reduzieren, daher ist Verzicht eine wichtige Komponente. Es sind Wüstentage, Klostertage, Rückzug, Einkehr, Exerzitien, Fasten, Schweigen, Meditation, Gebet, Pilgern, usf. angesagt. Das äußere Leben verliert an Bedeutung.
Gelegentlich erscheinen diese Voraussetzungen für ein gelingendes inneres Leben als zu anstrengend und doch nicht so erstrebenswert und ein Verbleiben im äußeren Leben ist die Folge.

Herzlichst
August

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24.03.2021

Gottsucher

In vielen Menschen, die nach Gott suchen, herrscht der Gedanke vor: Ich muss mir die Liebe Gottes durch Wohlverhalten verdienen. Ich muss zuerst viel beten und Gutes tun, damit Gott mich danach liebt. Das steht oft in Zusammenhang mit einer veralteten, kindlichen Prägung, da dieses Gottesbild häufig als Erziehungsmethode verwendet wurde. 
Stattdessen ist es so, dass wir uns in die liebenden Arme Gottes werfen können. Und gemeinsam mit ihm, können wir alles tun, was zu tun ist. Der Traum einer Klientin bildet diese Tatsache exakt ab. Sie sieht Gott auf der anderen Seite der Straße und möchte zu ihm gelangen. Sie glaubt, sie muss nun alle Laubblätter, die auf der Straße liegen, wegräumen, damit sie auf die Seite Gottes wechseln kann. Besser wäre es, zu Gott auf die andere Straßenseite zu laufen und erst später alles aufzuräumen, wenn es überhaupt noch notwendig sein sollte. Meist genügt ein Windstoß Gottes, um alle Blätter hinwegzufegen. Durch das Wegräumenwollen baut sich eine Mauer zwischen Gott und dem Menschen auf. Und das Gegenteil wird erreicht. Durch dieses Beschäftigtsein verliere ich Gott aus den Augen.

Herzlichst
August

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17.03.2021

Liebevoll - Lieblos

Ich entdecke ein Gesetz: Im Liebevollen liegt etwas Liebloses und im Lieblosen etwas Liebevolles. Dazu ein Beispiel: Lieblos ist, wenn ich zu viel esse und trinke und dadurch meinen Organismus belaste. Gleichzeitig finde ich es aber liebevoll zu mir, wenn ich gelegentlich das Essen und auch das Trinken von Alkohol in größerer Menge genieße. 
Lieblos ist es, wenn ich die Bedürfnisse der anderen über meine eigenen stelle oder umgekehrt meine Bedürfnisse über die der anderen. Ich versuche sie gleichwertig zu sehen. Ich finde es aber auch liebevoll, wenn ich das eine oder andere Mal meine Bedürfnisse zugunsten eines anderen zurück stelle oder wenn ich mich selber manchmal in die erste Reihe stelle und es genieße, bevorzugt behandelt zu werden.
Lieblos ist es, wenn ich meine Körperpflege nur mechanistisch mache. Manchmal wäre es liebevoll zu mir, wenn ich auf meine Körperpflege verzichten würde, statt sie mechanistisch abzuwickeln.

Herzlichst
August

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10.03.2021

Somatisierte Beschwerden

In den letzten Jahren kommt es immer öfter vor, dass mir Ärzte Patienten vermitteln, die physisch völlig gesund sind, aber dennoch von Schmerzen bzw. Unwohlsein geplagt sind. In der Arbeit mit diesen Menschen wurde mir bewusst, dass wir diese Symptome und Signale als wertvolle Kompetenzen sehen sollten. 
Diese Symptome treten auf, wenn sich auf unwillkürlicher Ebene Bedürfnisse melden, bei denen man einen Mangel erlebt. Dabei handelt es sich häufig um emotionale Bedürfnisse, wie Sehnsucht nach Liebe, Wertschätzung, Anerkennung uä, es können aber auch Erfahrungen von Lieblosigkeit, Demütigung, Geringschätzung uä sein. Die Symptome übersetzen als „Botschafter“ die unbefriedigten Bedürfnisse.
Die hypnotherapeutische Erklärung von Symptomen und Problemen ist: Sie sind Ausdruck feindseliger Prozesse zwischen Bewusstsein und Unwillkürlichem. Das bedeutet, das Bewusstsein wehrt sich gegen die Bewusstwerdung des Mangels, weil dieses in der Regel mit einem tiefen Schmerz verbunden ist. 
Werden die Symptome trotz früherer Interventionen aufrechterhalten, haben sie mit der Gegenwart, evtl. mit der aktuellen Situation zu tun.

Herzlichst
August

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03.03.2021

Der Weg

Wenn der Zugang zu Gott blockiert ist, dann ist auch der Weg blockiert. Ist der Zugang zum eigenen Herzen blockiert, dann ist auch der eigene Weg blockiert. Insoweit stimmt es völlig, dass man sich selbst im Wege steht. 
Wann ist der Zugang zu Gott blockiert?
Wenn sich im Leben etwas ereignet, was nicht unseren Vorstellungen entspricht, egal ob im Großen oder Kleinen. Dann konzentrieren wir uns darauf, diese unliebsame Situation oder Lage zu verändern. Oft bitten wir darum, dass es anders wird, nämlich so, wie wir es uns wünschen.
Dabei würde es unendlich viel weniger Energie kosten, die Lage so anzunehmen, wie sie ist. Es ist im Sinne Gottes und dient dem Leben, wenn ich erkenne, dass es darum geht. ALLES anzunehmen was ist. Daraus erwächst sogar Kraft und Energie, die ich für mein Leben benötige.

Herzlichst
August