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August Höglinger »
Blog Einsichten

In diesem Blog findest du Geschichten aus und vom Leben. Aus einer sichtbaren und unsichtbaren Welt. Ich möchte dich teilhaben lassen an meinen Erkenntnissen, Denkanstößen, Inspirationen, Erfahrungen, Ideen und neuen Plänen.
Dieser Blog ist vor allem für Absolventinnen und Absolventen meiner Seminare und Lehrgänge eingerichtet, denn mit Ihnen verbindet mich eine tiefe Herzensbeziehung und ein Stück gemeinsamen Weges.

Natürlich sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen.
In diesem Sinne freue ich mich und wünsche allen tiefe Einsichten.

Herzlichst
August

Archiveinträge




30.12.2020

Trauma

Trauma ist das griechische Wort für „Wunde“. Traumata sind Ereignisse, welche die seelischen Verarbeitungsmöglichkeiten eines Menschen überfordern. Also alles, was zu schnell, zu viel, zu heftig, völlig unvorbereitet und unangekündigt von einer Sekunde auf die andere über uns hereinbricht. Somit alles, was den Organismus und unsere emotionale Kapazität überfordert. Solche Erlebnisse werden abgespalten, um zu überleben.
Ein Trauma entsteht, wenn man sich schutzlos, hilflos und ausgeliefert fühlt. Wenn durch ein Ereignis (z. B. Terroranschlag) das Gefühl von Schutz und Sicherheit innerhalb eines Moments verloren geht, ohne zu wissen, wie lange die bedrohliche Situation dauert, bzw. woher die Gefahr genau kommt.
Beim Trauma handelt es sich also um eine - auch fortdauernde – Überforderungssituation, auf die mit existentiellen Ohnmachtserfahrungen reagiert wird. Es gibt Forschungen über Beginn und Verlauf von Traumata, jedoch kaum etwas darüber, wann diese Prozesse zu Ende sind. Ich erinnere mich an einen Klienten, der nach einem schweren Krebs „Gefahr vorbei“ zu seiner Frau sagte.
Menschen mit bewältigtem Trauma sind stärker als Menschen ohne diese Erfahrung. Sie müssen besondere Kompetenzen haben, bzw. entwickeln, damit sie es schaffen ein Trauma zu verarbeiten. Daraus resultiert eine Überlebenskompetenz – je größer das Trauma, umso größer die Überlebenskompetenz.

Herzlichst
August

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23.12.2020

Nach dem Tod

Was geschieht nach dem Tod?
Nach dem Tod sah ich drei Alternativen, was geschehen könnte. 
Die erste ist, dass die Seele des Verstorbenen wie ein Tropfen Wasser ist, der ins Meer fällt, in die Allseele eintaucht und ihre wahrnehmbare Existenz verliert.
Die zweite ist, dass die Seele in einen anderen Bewusstseinszustand wechselt. 
Die dritte ist, dass die Seele in ein Übergangsstadium eintritt, das man früher Purgatorium oder Fegefeuer nannte. In diesem Zustand kommt es meist zu einem Läuterungsprozess, der vielfältigster Natur sein kann. Sehr oft geht es dabei um einen Vergebungs- und Klärungsprozess. 
Es gibt auch Seelen, denen das Bewusstsein fehlt, dass sie schon aus dem irdischen Leben gegangen sind, vor allem, wenn der Tod plötzlich eintritt beispielsweise durch einen Unfall, Mord oder im Krieg. Viele dieser Seelen werden als „arme Seelen“ bezeichnet.

Herzlichst
August

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16.12.2020

Sterblichkeit

Wie gehe ich mit der Tatsache meiner Sterblichkeit um?
Mir ist wichtig, jeden Tag als Geschenk des Lebens zu erkennen. Diese innere Haltung ist eine zutiefst demütige. Das Leben bewusst am Morgen aus Gottes Hand entgegen nehmen und am Abend wieder bewusst in seine Hände zurück zu legen, schafft ein Bewusstsein der Endlichkeit und wie kostbar Leben ist. 
Wenn Menschen das Sterbealter ihrer Eltern erreichen, entsteht oft die Angst, dann auch sterben zu müssen. Es ist daher hilfreich, sich einmal im Leben ausführlich mit dem Tod zu beschäftigen und sich dann wieder dem restlichen Leben zu widmen. Das Bewusstsein, dass jeder Mensch zeitlebens zwei Begleiter hat: das Leben und den Tod, ist in der Auseinandersetzung sehr wichtig.
Die gewählte Art des Todes und was es leicht oder schwer macht zu gehen, ist auch ein Thema, welches die Menschen beschäftigt. Für manche Menschen ist der Tod ein Freund, für viele der größte Feind. Alle Ängste, die es im Leben gegeben hat, sind nach dem Tod weg.
Das Wissen um die körperlichen Signale, dass jemand sterbend ist, fehlt. Angehörige, die nicht loslassen können, versuchen alles, um den Tod hinaus zu zögern. Es geht darum, den Sterbeprozess zu erkennen, zu akzeptieren und das Sterben zuzulassen.

Herzlichst
August

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09.12.2020

Tod

Der Tod ist eine Energie, die jeden Menschen schon von der Zeugung des Lebens weg begleitet, unter anderem in Form der vielen Krebszellen und im fortschreitenden langsamen Verfall. In jedem Wachsen ist der Tod bereits beinhaltet, jede Sekunde, Minute, Stunde komme ich dem Tod näher. Der Tod geht mit dem Leben und er kommt mit dem Leben.
Der Tod ist nicht das Ende des Lebens, sondern die Vollendung des Lebens. Bei der einen Sichtweise werde ich traurig und trübe, bei der anderen gibt es einen Grund zur Freude und zum Feiern.
Viele Menschen interessiert, wie man gut stirbt, denn das ist ein großer Teil der Kunst des Lebens. Eine meiner vielfältigen Erfahrungen mit dem Tod war der plötzliche Tod meines Vaters. Sein Leichnam war zu Hause aufgebahrt. Wir Kinder erlebten, dass der Tod ein elementarer Teil des Lebens ist, wie der Leichnam gewaschen wurde, wie die Hinterbliebenen ihre Trauer und ihren Schmerz lebten und wie die Nachbarn mitwirkten.
Dem Tod kann man nur im Tod eines geliebten Menschen begegnen. Alle Sorgen drehen sich um das Leben. Das Leben ist Grundlage für alle Sorgen. Wenn man den Tod akzeptiert, ist keine Angst da. Nur wenn man sich ans Leben klammert, sind alle Ängste da.

Herzlichst
August

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02.12.2020

Verstehen

Der eine Teil der Kommunikation beinhaltet das akustische Hören und das rationale Verstehen und wie beschrieben kann es dabei Ablenkungen und Irritationen geben. Der andere Teil ist der des Hörens und Verstehens mit dem Herzen, das ist die zusätzliche und eigentliche Herausforderung. Denn verstanden habe ich etwas erst dann, wenn ich es mit dem Ohr meines Herzens gehört habe. Das bedeutet, ich nehme die Gefühle und die unbewussten Botschaften wahr, die nicht explizit ausgesprochen werden.
Gerade in Beziehungen, bzw. auf Beziehungsebene ist es wichtig, darauf zu achten, wie groß das eigene „Herzensohr“ ist und wie groß das Ohr des anderen. Das entscheidet darüber, wie viel von meiner Botschaft vom anderen aufgenommen werden kann und wieviel daneben fließt und daher nicht gehört und verstanden wird. Daher empfiehlt es sich in Gesprächen zwischendurch Rückfrage zu halten, um zu erkennen, ob man mit dem  Partner noch im emotionalen Kontakt ist.

Herzlichst
August