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August Höglinger »
Blog Einsichten

In diesem Blog findest du Geschichten aus und vom Leben. Aus einer sichtbaren und unsichtbaren Welt. Ich möchte dich teilhaben lassen an meinen Erkenntnissen, Denkanstößen, Inspirationen, Erfahrungen, Ideen und neuen Plänen.
Dieser Blog ist vor allem für Absolventinnen und Absolventen meiner Seminare und Lehrgänge eingerichtet, denn mit Ihnen verbindet mich eine tiefe Herzensbeziehung und ein Stück gemeinsamen Weges.

Natürlich sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen.
In diesem Sinne freue ich mich und wünsche allen tiefe Einsichten.

Herzlichst
August

Archiveinträge




25.11.2020

Zuhören

Zum Thema Zuhören und Verstehen fällt mir folgende Erfahrung ein: Mir wird das Märchen Dornröschen vorgelesen und ich denke mir, ich habe alles gehört und verstanden. Dann wird mir das Märchen ein zweites Mal vorgelesen. Ich entdecke, dass ich etwa ein Drittel nicht gehört habe, weil mich beim Zuhören immer wieder ein Gedanke gefesselt hat. Während mich dieser Gedanke beschäftigt, höre ich nicht zu. Auch wenn ich ein Wort nicht kenne, kann ich bei einem Text die nächsten drei Zeilen nicht mehr aufnehmen. Noch intensiver ist es, das Märchen ein paar Tage später noch einmal zu hören. Da bemerke ich, dass ich in der Zwischenzeit einiges vergessen habe. Dies ist in vielen Beziehungen so. Das gilt nicht nur für vorgelesene Texte, sondern bei jeglicher Form der Kommunikation. Dies birgt sowohl im privaten, als auch im beruflichen Kontext ein großes Potential für Irritationen und Konflikte. 
Weiters gilt der Spruch: Gesagt ist noch lange nicht gehört, gehört ist noch lange nicht verstanden, verstanden bedeutet nicht automatisch einverstanden, einverstanden ist noch lange nicht umgesetzt und umgesetzt heißt noch lange nicht beibehalten. 
Beim Militär wird das so gehandhabt, dass ein Befehl wiederholt werden muss, um zu wissen, ob er akustisch angekommen ist. Die einzelnen Handlungsschritte eines Befehls sind schon vorher bekannt, eingeübt und automatisiert.

Herzlichst
August

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18.11.2020

Glaube und Zweifel

Eine Landwirtin, ein evangelischer Pastor und ich unterhielten uns über unseren Glauben. Die Landwirtin begann als erste über ihren Glauben zu sprechen und erzählte, wie unerschütterlich ihr Glaube ist. Dann setzte der evangelische Pastor fort und gestand, dass ihn neben dem Glauben immer wieder große Zweifel quälen. Obwohl er das sagte, spürte ich den tiefen Glauben dieses Mannes. Ich erkannte, dass zum Glauben auch der Zweifel gehört. Wie sollte ich sonst erkennen, wenn sich das Böse im Kleid des Guten zeigt. 
Gott sagt: Höre, denn hören ist glauben. Glaube bedeutet, etwas für wahr nehmen, was im Herzen ist. Es ist, was es ist. Es mischt sich auch die Liebe dazu und das gibt Hoffnung. 
Wer sagt, er habe das Vertrauen in eine Beziehung verloren, hat meist das Vertrauen in sich selbst verloren. Ich sehe auch, dass es nicht genügt, seine Gesundheit Gott anzuvertrauen. Man muss auch selbst Verantwortung dafür übernehmen. Dies bringt mich zu dem Satz: Vertraue auf Gott und binde das Kamel fest, also Gottvertrauen und Eigenverantwortung gehören zusammen.

Herzlichst
August

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11.11.2020

Gottvertrauen

Ich frage Gott: Vertraust du mir? Er sagt: Ich liebe deine Disziplin und deine Zuverlässigkeit. Gott vertraut mir. Früher dachte ich nur daran, wie es mir gelingen könnte, Gott voll zu vertrauen. Dann erkannte ich, dass Gott mir vertraut, weil ich zuverlässig für ihn geworden bin. Das gibt mir ein wunderbares Gefühl, nämlich vertrauenswürdig zu sein. Würdig zu sein seines Vertrauens.
Der Weg der Wahrhaftigkeit hat zu diesem Gottvertrauen geführt. Ich verlasse mich nicht nur auf mich selbst, sondern setze mein Vertrauen auf Gott. Ich gebe von mir aus in allem das Beste und Gott wird die Sache, die ich begonnen habe, selbst weiter führen. Mein Leben in die eigenen Hände nehmen und gleichzeitig vertrauensvoll in die Hände Gottes legen.
Wie kann ich Limitierungen, die noch vorhanden sind, auflösen? Gott sagt: Indem du auf mich vertraust, dass ich für dich sorge. Ich vertraue auf Gott, aber ich vertraue mir selber noch nicht ganz. Gott wird dafür sorgen, dass etwas in seinem Sinne geschieht, sollte ich einen Blödsinn machen.
Das Vertrauen zu Gott wird geprüft durch Schicksalsschläge. Ist mein Gottvertrauen, ist meine Liebe stark genug?

Herzlichst
August

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04.11.2020

Aufwachen und Grundvertrauen

Neue Teilnehmer meiner Seminare sagen: Wir kommen als Blinde zu dir!
Aufwachen ist für Menschen ein sehr verschiedener, individueller Prozess – wie das Aufwachen am Morgen. Es ist riskant, ein waches Leben zu leben. Wir haben die Wahl zwischen Risiko und Routine. Der Verstand muss dem Vertrauen Platz machen, dann ist der Turnaround geschafft. Du siehst alles, nur dich selbst nicht. Du fühlst alles, nur dich selbst nicht. Du kennst alles, nur dich selbst nicht. Dann schläfst du noch! Dies äußert sich auch in Überheblichkeit. Viele Menschen vertrauen sich selber mehr als Gott. Das ist der eigentliche Satan, die eigentliche Hölle.
Jemand der jeden Fehler meidet, kann kein Grundvertrauen aufbauen. Die Grundsicherheit entsteht durch das Überleben von Fehlern. Es ist besser, gelegentlich betrogen zu werden, als niemandem mehr zu vertrauen. (Lady Nancy Witcher Astor) Wenn man einem Menschen vertrauen kann, erübrigt sich jeder Vertrag. Wenn man ihm nicht vertrauen kann, ist jeder Vertrag nutzlos. 
Die Mutter kann ein Kind nicht loslassen. Sie kann es nur dem Leben anvertrauen. Dazu benötigt sie aber selber ein Vertrauen ins Leben. (Selbstvertrauen) Mir ist etwas vertraut, ist ebenso eine Form des Vertrauens.

Herzlichst
August