Führungs-
coaching
BegleitungLehrgängeSeminareVorträgeAutorBücher/CDsBLOGGratis DownloadKontakt

August Höglinger »
Blog Einsichten

In diesem Blog findest du Geschichten aus und vom Leben. Aus einer sichtbaren und unsichtbaren Welt. Ich möchte dich teilhaben lassen an meinen Erkenntnissen, Denkanstößen, Inspirationen, Erfahrungen, Ideen und neuen Plänen.
Dieser Blog ist vor allem für Absolventinnen und Absolventen meiner Seminare und Lehrgänge eingerichtet, denn mit Ihnen verbindet mich eine tiefe Herzensbeziehung und ein Stück gemeinsamen Weges.

Natürlich sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen.
In diesem Sinne freue ich mich und wünsche allen tiefe Einsichten.

Herzlichst
August

Archiveinträge




29.01.2020

Den Konflikt lösen

Was ist noch wichtig bei der Lösung von Konfliktsituationen? Beide Konfliktparteien müssen den Konflikt lösen wollen. Es ist wichtig, dass man etwas findet, was beide Konfliktparteien gleichermaßen wollen.
In einer Scheidungssituation kann das die Vereinbarung sein, darauf zu achten, dass die Kinder unter der Auseinandersetzung der Eltern nicht unnötig leiden. Dann gibt es ein gemeinsames Ziel, dem sich beide unterwerfen. Da kann man immer wieder darauf zurückkommen, wenn es in Konfliktsituationen notwendig und hilfreich ist: „Wir haben doch vereinbart, dass die Kinder nicht leiden sollen.“ Da gibt es dann ein vereinendes, ein gemeinsames Interesse. Es ist etwas Verbindliches für die Beteiligten. 
Wichtig bei einem Konflikt ist, nicht in den Kampf zu gehen, sondern sich eben den Standpunkt des anderen anzusehen. Des Weiteren geht es darum, nicht nur wahrzunehmen sondern auch zu hören, was mit einer Aussage gemeint ist. Sehr wesentlich ist auch das Trennen von der Sache und dem Gefühl. Gelegentlich geht es auch darum, das Gesicht nicht zu verlieren. Gelingt eine Vereinbarung, wo der andere das Gesicht nicht verliert, dann ist die Sache gelöst. 
Zu empfehlen ist, sich nicht mit Kompromissen zufrieden zu geben oder mit Zwischenlösungen. Beide Beteiligten sollten von der Lösung profitieren und mit dem was sie bekommen zufrieden sein.

Herzlichst
August

Trennlinie

22.01.2020

Konfliktlösung

Eine Möglichkeit zur Konfliktlösung war der Perspektivenwechsel.
Was ist noch wichtig bei der Lösung eines Konflikts? Dass man die Gefühle und die Sache getrennt betrachtet. Das ist deshalb notwendig, weil Konflikte eskalieren, wenn Bedürfnisse und Gefühle nicht wahrgenommen werden. Das häufigste und wichtigste Gefühl, das nicht wahrgenommen wird, ist die Angst. 
Ein Beispiel: Ein Mann lenkt sein Auto, seine Frau sitzt neben ihm und bekommt ab einem gewissen Tempo Angst. Wenn sie Angst bekommt, reagiert sie höchst aggressiv, sie sagt ziemlich laut und heftig: „Fahr nicht so schnell!“ Der Mann lässt so mit sich nicht reden und fährt nicht langsamer. Sie spürt, dass er ihre Gefühle nicht wahr- und ernst nimmt. Sie sagt dann: „Lass mich bitte aussteigen.“ Er ist verärgert und sagt: „Ich lasse dich jetzt nicht aussteigen.“ Und es beginnt weiter zu eskalieren. Würde sie sagen: „Ich fürchte mich“ ginge er sofort vom Gas herunter. 
Konflikte eskalieren nicht, wenn einer die Gefühle des anderen wahr- und ernstnimmt. Es geht darum, nicht nur mit den Ohren, sondern auch mit dem Herzen zu hören. Wenn ich es mit dem Herzen verstanden habe, habe ich es gefühlsmäßig erfasst. 
Verstanden kommt nämlich nicht von Verstand, verstanden kommt von Stehen, vom Standpunkt. Verstanden habe ich es dann, wenn ich den Standpunkt des anderen eingenommen und erkannt habe.
Am schönsten ist es jedoch, wenn sich ein Konflikt – durch gegenseitiges Verstehen – wie von selbst löst.

Herzlichst
August

Trennlinie

15.01.2020

Interpersonelle Konflikte

Die zweite Form der Konflikte ist der interpersonelle Konflikt. Das bedeutet, dass der Konflikt zwischen zwei Personen besteht.
Fachleute sagen, dass das in Wirklichkeit nichts anderes ist, als die Auslagerung der zweiten Seite eines Konfliktes an eine andere Person. Das, was ich eigentlich in mir habe, übertrage ich auf jemand Anderen und lege mich lieber mit dem Anderen an, bevor ich mich mit mir selber anlege. 
Was ist hier notwendig? Es ist wichtig einen Perspektivenwechsel zu machen. Zwei Personen stehen sich gegenüber, sie vertreten verschiedene, sich widersprechende Perspektiven. Beide beschreiben aus ihrer Sicht, wie die Welt aussieht. Der eine sieht aus dem Fenster hinaus, der andere in den Raum hinein. Wenn der eine von seiner Welt spricht, dann meint er alles, was er im Raum sieht. Wenn der andere von seiner Welt spricht, dann meint er alles, was außerhalb des Raumes ist. Beide sprechen von derselben Welt. Das ist der Konflikt. Im Konflikt geschieht fast immer, dass beide von zwei verschiedenen Sichtweisen sprechen. 
Der Perspektivenwechsel ist bei der Konfliktlösung eine der wesentlichsten Methoden, die man anwenden sollte. Ein Konflikt bedeutet, dass ich einen Teil der Wirklichkeit sehe und der andere sieht auch einen Teil der Wirklichkeit. Und wir haben die Chance uns gegenseitig zu bereichern, er mich und ich ihn. Wir können etwas mehr von der Welt erfahren, nämlich genau die andere Hälfte, die wir vorher nicht kannten. Das ist das Bereichernde eines Konflikts, das ist der Grund, warum wir an Konflikten auch wachsen können. 
Zur vollständigen Konfliktaustragung gehört, dass wirklich beide ihre Perspektive wechseln, also den Standpunkt des anderen anschauen und dann wieder zu ihrem eigenen zurückkehren. Es ist wichtig, dass man beide Seiten einer Medaille kennt.
Eine Konfliktregelung kann auch daran scheitern, dass man gar nicht bereit ist, seine Perspektive aufzugeben, weil man den eigenen Standpunkt durchsetzen möchte. Dies ist meist ein Zeichen von Unsicherheit.

Herzlichst
August

Trennlinie

08.01.2020

Konfliktlösungsmethode nach Ignatius von Loyola

Die für mich brauchbarste Konfliktlösungsmethode ist die nach Ignatius von Loyola. Nach ihm besteht eine Entscheidung aus drei Phasen: die Unterscheidung, die Entscheidung und die Entschiedenheit. 
Es beginnt mit der Unterscheidung, die besagt, es gibt nicht nur die Möglichkeit A oder B, sondern auch A und B, dann weder A noch B und zuletzt gibt es noch eine fünfte Möglichkeit, an die man noch nicht gedacht hat. 
Ist die Unterscheidung getroffen, kommt als nächstes der Entscheidungsprozess, dies ist die zweite Phase. Dazu empfiehlt uns Ignatius von Loyola etwas sehr Kluges:
Wenn du entscheiden musst, dann tu es auf drei Ebenen. Erstens: Frag deinen Bauch. Das heißt, was war der erste Impuls, das erste Gefühl, der erste Gedanke, die erste Handlung, ganz spontan.
Zweitens: Prüfe es am Herzen. Wie ist es im Herzen? Wirst du ruhig oder fängst du an unruhig zu werden? Wenn dein Herz ruhig wird, ist es gut. 
Und drittens: Prüfe es am Verstand. Ist es vernünftig?
Die drei Fragen muss man sich stellen: Bauch, Herz und Kopf. Der Bauch ist der schnellste, das Herz am zweitschnellsten und der Kopf braucht am längsten. 
Wenn ich bei Bauch, Herz und Kopf ein Ja zur Entscheidung bekomme, dann habe ich es geschafft. 
Ist es so, dass es bei einer der Instanzen kein JA gibt, dann sagt Ignatius von Loyola: „Ändere im Nebel niemals deine Richtung“. Das heißt, solange man unklar ist, wenn es also nicht drei Ja gibt, sollte man beim Alten bleiben.
Ist allerdings die Entscheidung gelungen, so kommt es zur Phase drei, der Entschiedenheit. Entschiedenheit bedeutet ich stehe zu meiner Entscheidung, ich komme nicht ins Wanken, weil ich weiß, dass meine Entscheidung goldrichtig war. Ich lasse mich durch Interventionen von außen nicht mehr verunsichern. 

Herzlichst
August

Trennlinie

01.01.2020

Intrapersoneller Konflikt

Es gibt drei Hauptarten von Konflikten: den intrapersonellen Konflikt, den interpersonellen Konflikt und den systemischen Konflikt.
Ich beginne mit dem intrapersonellen Konflikt. Das bedeutet, dass der Konflikt in mir selber stattfindet. Einfache Beispiele dazu: Gehe ich heute noch in ein Lokal oder bleibe ich zu Hause? Soll ich das anziehen oder doch etwas anderes? Es sind im weitesten Sinne Entscheidungen, die es zu treffen gilt, bei denen wir in innere Konflikte kommen.
Woran liegt das? Das Wesentliche an dieser Art von Konflikten ist, dass wir vieles davon aus unserer Kindheit mitnehmen. Und zwar deswegen, weil wir als Kind 100% der Eigenschaften unserer Mutter und 100% der Eigenschaften unseres Vaters mitbekommen. Dort wo die Eltern am unterschiedlichsten sind entstehen intrapersonelle Konflikte. So kann es sein, dass der eine Elternteil sehr ordentlich ist und der andere unordentlich, der eine modern und der andere konservativ, der eine pünktlich und der andere unpünktlich, usf. 
Da Kinder mit jedem Elternteil solidarisch sein möchten, entsteht bei extremen Unterschiedlichkeiten ein innerlicher Konflikt. Gelingt es diese Unterschiedlichkeiten bewusst zu machen und sie in sich zu versöhnen sind diese Konflikte und Probleme gelöst. Daher ist es nützlich ein Sensorium dafür zu entwickeln, wo die Eltern am unterschiedlichsten sind.
Da es bei diesen Konflikten oft um Entscheidungen geht, möchte ich mehrere Lösungsmethoden aufzeigen.
Eine Möglichkeit anhand eines Beispiels: Ich gehe heute aus versus ich gehe heute nicht aus.
Ich stelle zwei Stühle via-a-vis auf und setze mich zuerst auf den einen Stuhl und sage laut alle Argumente, warum ich ausgehe. Danach wechsle ich den Stuhl und führe alle Argumente für das zu Hause bleiben an. Ich führe also einen Dialog mit beiden Teilen und zwar solange, bis eine Entscheidung getroffen ist.

Herzlichst
August