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August Höglinger »
Blog Einsichten

In diesem Blog findest du Geschichten aus und vom Leben. Aus einer sichtbaren und unsichtbaren Welt. Ich möchte dich teilhaben lassen an meinen Erkenntnissen, DenkanstĂ¶ĂŸen, Inspirationen, Erfahrungen, Ideen und neuen PlĂ€nen.
Dieser Blog ist vor allem fĂŒr Absolventinnen und Absolventen meiner Seminare und LehrgĂ€nge eingerichtet, denn mit Ihnen verbindet mich eine tiefe Herzensbeziehung und ein StĂŒck gemeinsamen Weges.

NatĂŒrlich sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen.
In diesem Sinne freue ich mich und wĂŒnsche allen tiefe Einsichten.

Herzlichst
August

Archiveinträge




27.11.2019

ZeitgemĂ€ĂŸe SpiritualitĂ€t

Im Hier und Jetzt zu sein, ist eine wichtige spirituelle Grundhaltung. Ein Freund besuchte eine vierwöchige Huna-Ausbildung und erzählte mir voll Begeisterung davon. In mir entstand ein innerer Unmut darüber, dass er so viel altes Zeug annimmt. Dabei gäbe es so viele zeitgemäße reife Inhalte. Man darf nicht zu sehr auf die alten Dinge schauen, sondern auf das Hier und Jetzt, was es aktuell bietet. Es gilt also nicht nach dem Alten zu forschen, sondern zu erkennen, was zeigt mir das Hier und Jetzt. Aus diesem Grund meditierte ich, was die zeitgemäße Form der Spiritualität ist und die Antwort lautet: Meditation und Aufstellungen.
Zeichen einer gesunden Spiritualität sind für mich:
Demut - Absichtslosigkeit - Achtsamkeit - Wohlwollen
Wahrhaftigkeit - Freiheit - Liebe
Lebendigkeit - Leben in Fülle
Innerer Frieden - ausgesöhnt sein mit mir, meinem Leben, den Menschen und Gott
Durchlässigkeit für den Geist Gottes
Die Kunst gesunden Lebens - gesunde Lebensweise, Essen, Arbeiten, usf.
Daraus entsteht spirituelle Macht. Dies ist die Fähigkeit, Ereignisse und andere Menschen durch das eigene SEIN zu beeinflussen. Das was ich bin, nicht was ich tue oder sage, wirkt.

Herzlichst
August

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20.11.2019

Geerdete SpiritualitÀt

Im Alltag gelten üblicherweise die Prinzipien des wirtschaftlichen Denkens. Möglichst viel mit möglichst geringem Aufwand in möglichst kurzer Zeit zu produzieren. Im spirituellen Leben ist es ganz anders. Es gilt, an möglichst wenig möglichst lange Zeit Geschmack zu finden. 
Spiritualität hat mit Lebendigkeit und mit Liebe zu tun! Die menschliche Liebe ist der einzige Gottesbeweis, der heute noch akzeptiert wird. Aber auch: An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Früchte sind: Liebe, Freude, Freiheit, Ehrlichkeit, Friede! Wo sich diese Früchte zeigen, dort zeigt sich Gott.
Spirituelles Leiden ergibt sich aus der Einseitigkeit des entweder – oder, anstelle von sowohl als auch. Dazu ist die Gabe der Unterscheidung sehr wichtig. Damit wir das Richtige für uns entscheiden können. 
Die schlimmste spirituelle Verletzung ist es, in unserer Einmaligkeit und Besonderheit nicht geachtet zu werden. Ziel ist es, die Wunden, die daraus entstehen als die besten Freunde anzusehen. Dort, wo ich verwundet bin, bin ich ganz ich selbst. 
Ganz schlimm ist spiritueller Ehrgeiz, er steht zwischen Gott und dem Menschen. Spirituelle Entwicklung ist dann kaum möglich. Ebenso schlimm sind für Gott die Menschen, die sich eine vollkommene Sicherheit und Versicherung geschaffen haben. Da gibt es kein Vertrauen in Gott und das Leben.

Herzlichst
August

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13.11.2019

SpiritualitÀt des Lebens

Der hl. Augustinus meint: Wir sind nicht menschliche Wesen, die spirituelle Erfahrungen machen. Wir sind spirituelle Wesen, die menschliche Erfahrungen machen. 
Spiritualität ist die Sorge um das eigene Sein. Das bedeutet, mich selbst zu finden. Niemand anderer kann das für mich tun. Das Wichtigste ist es, sich selbst zu erkennen. Das Zweite ist der Dienst am Nächsten, in der Form von: Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst.
Spiritualität heißt daher auch, alles wegzuräumen, was zwischen Gott und mir ist. 
Spiritualität ist Sehen mit den Augen und den Augen des Herzens, was gerade ist. Spirituelles Wissen ist das Wissen, „was ist“ und wenn ich den Dingen zustimme, wie sie sind.
Ich pflege eine Spiritualität des Lebens. Als ich einmal David Steindl-Rast umarmte, spürte ich, dass wir die gleich starke Gottesbeziehung haben. Sie spürte sich aber verschieden an. Seine Spiritualität ist die eines Schriftgelehrten, meine stammt aus dem gelebten und reflektierten Leben. Schriftgelehrte erhalten ihren Zugang über die Hl. Schriften. 
Eine Spiritualität, die sich nicht im Alltag niederschlägt, ist nichts wert. Sie und ich müssen der Vorsehung dienen und helfen. Spiritualität ist ein Beziehungsgeschehen. Spirituell arbeiten heißt Beziehung herzustellen, zB Versöhnung nach einem Konflikt.
Spiritualität antwortet auf die Frage: Was will mir Gott durch diese konkrete Situation sagen? Dies zu erkennen erfordert eine hohe Präsenz und Achtsamkeit.

Herzlichst
August

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06.11.2019

Krankheit

Jede Krankheit ist heilbar, aber nicht jeder Kranke (das sind die Worte eines Patienten).
In der Meditation sehe ich, dass die Krankheit möchte, dass wir ihr einen Raum geben, das macht mich tief betroffen. Wie agieren wir? Die Krankheit wird ausgestoßen, niemand will sie haben. Sie ist ungeliebt, nicht willkommen, ausgesperrt, usf. 
Die Krankheit ist in keiner Gesellschaft, in keiner Klasse oder Familie eingeladen und willkommen. Das schmerzt, wenn man nirgends willkommen ist. Sie muss sich immer wieder, manchmal sogar gewaltsam aufdrängen.
Sie wird als Defizit, manchmal sogar als von den Betroffenen selbst verschuldet, erlebt. Jedenfalls ist sie ein Mangel der behoben werden sollte.
Nietzsche sagt: Die größte Krankheit ist aus der Bekämpfung der Krankheiten entstanden. 
Folgende Fragen bei Krankheiten stelle ich mir:
Was ist der biologische, seelische und geistige Sinn dieser Krankheit?
Was kann ich daraus lernen, worauf will mich diese Krankheit aufmerksam machen?
Welche alten, unbewussten Programme liegen dem zugrunde? Kann ich sie ändern? Je älter, umso stärker sind diese Programme und umso schwerer zu ändern.
Wie kann ich meine unbewussten Programme im Körper, in den Gefühlen und Vorstellungen durch neue, lebensbejahende ersetzen?
Bin ich bereit für eine Transformation oder ist die unbewusste Angst vor Neuem zu groß? Im Sinne von Besserung ja, aber bitte keine Heilung. Bewusster Heilungswunsch und unbewusste Heilungsangst können gegeneinander arbeiten.
Krankheiten können als „ungelebte Leben“ von Vorfahren verursacht sein. Z.B. durch frühen Tod, Verlust von nahen Menschen, Krankheit oder Funktionseinschränkung, Trennung, Heimatverlust, versäumte Gelegenheiten, Familiengeheimnisse und Tabus, Traumata.
Hilfreich kann es sein, den Dialog mit einem Symptom aufzunehmen. Es ist jedoch ein schwieriges Unterfangen, so wie Bircher-Benner sagt: Kein einziger Kranker erkannte die wahren Ursachen seiner Erkrankung.

Herzlichst
August