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August Höglinger »
Blog Einsichten

In diesem Blog findest du Geschichten aus und vom Leben. Aus einer sichtbaren und unsichtbaren Welt. Ich möchte dich teilhaben lassen an meinen Erkenntnissen, Denkanstößen, Inspirationen, Erfahrungen, Ideen und neuen Plänen.
Dieser Blog ist vor allem für Absolventinnen und Absolventen meiner Seminare und Lehrgänge eingerichtet, denn mit Ihnen verbindet mich eine tiefe Herzensbeziehung und ein Stück gemeinsamen Weges.

Natürlich sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen.
In diesem Sinne freue ich mich und wünsche allen tiefe Einsichten.

Herzlichst
August

Archiveinträge




17.07.2019

Herz

Ich habe eine Studie gelesen, in der nachgewiesen wurde, dass das Herz eine etwa 5000x stärkere Kraft hat, als das Gehirn. Das ist eine revolutionäre Erkenntnis. Viele Menschen der heutigen Zeit (vor allem auch Wissenschaftler) leben etwas anderes. Für sie ist das Hirn das Wichtigste.
Die Kraft des Herzens erlebe ich in besonderer Form in meiner Seminartätigkeit. Das Agieren aus dem Gruppenherz macht meine Seminare besonders kostbar. Das Gruppenherz ist die Summe aus den offenen Herzen der Teilnehmer. Es kann viel mehr er-tragen, als ein Einzelner. Somit ist es möglich, etwas „Unerträgliches“ zu ertragen und damit zu erlösen. Ein großer, bisher unerlöster Schmerz kann von einer Gruppe gemeinsam getragen werden. Die Gruppe hilft, den für den Einzelnen unerträglichen Schmerz, zu tragen. Und das bewegt bei den Menschen extrem viel. 
Eines Tages wurde mir bewusst, dass es eine Unterscheidung zwischen physischem und mystischem Herzen gibt. Es gab eine Zeit, da habe ich mein physisches Herz sehr stark strapaziert. Denn das mystische und damit energetische Herz war ganz groß und konnte unendlich viel erfassen. Das physische Herz war im Verhältnis dazu relativ klein und konnte viele Dinge nicht voll erfassen, weil sie zu groß waren.
Dadurch, dass jetzt mein menschliches und mystisches Herz EINS sind, bin ich EINS mit Gott. Das macht eine neue noch tiefere Form der Liebe möglich. Eine Liebe frei von Mitgefühl. Wenn das mystische und das menschliche Herz EINS werden, wird alles unspektakulär.
Das Herz wacht streng darüber, ob sich ein Mensch selbst treu bleibt. Es lässt sich nicht betrügen. Es wird erst dann ruhig, wenn alle Interessen unter einem Hut sind. Das ist auch das Ziel der Selbstliebe.
Nahrung für das Herz
Das Herz bezieht seine Nahrung aus der Begegnung: mit Menschen, mit Tieren, mit Musik, mit Pflanzen, mit Wind und Sonne, Wasser, Schnee. Mit dem eigenen inneren Selbst, mit der Schönheit, die das Herz fühlen kann (Freude, Schmerz, Tiefe).

Herzlichst
August

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10.07.2019

Hindernis oder Berg

Wenn man seinen eigenen Weg geht, stößt man immer wieder auf Widerstände und Herausforderungen, manche davon sind unüberwindbar. Aufgaben, die zwar schwierig aber lösbar sind, nenne ich Hindernisse. Es gibt aber auch Hürden, die selbst mit größtem Kraftaufwand nicht bewältigt werden können, die nenne ich Berg.
Dazu folgende Geschichte aus meiner Praxis: Der Forschungsleiter eines internationalen Konzerns kam immer wieder einmal zum Coaching. Er hatte sehr viel Kraft und verwendete sie, um Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Manchmal verbohrte er sich in ein Hindernis, bis auch ihm die Kraft ausging. Er bemerkte nicht, dass es kein Hindernis war, das man aus dem Weg räumen konnte, sondern ein unverrückbarer Berg. Ich musste nur sagen: „Das ist ein Berg!“ Dann änderte er sofort seine Strategie und suchte einen neuen, anderen Weg.
Wenn man den eigenen Weg geht, stellt sich immer wieder einmal die Frage: Ist es ein überwindbares Hindernis oder ein unverrückbarer Berg? Auch bei Veränderungsprozessen bin ich mit dieser Frage konfrontiert. Ist es ein Hindernis, so kann ich es entfernen, ist es ein Berg, so muss ich mir einen anderen Weg suchen.

Herzlichst
August

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03.07.2019

Fünf Ebenen der Konfliktaustragung

Um einen Konflikt wirklich lösen zu können, ist die Kenntnis der verschiedenen Ebenen der Austragung von Konflikten von großem Nutzen.
Die erste Ebene, also die unterste Ebene der Konfliktaustragung ist die Flucht. Wir kennen es aus der Tierwelt, dass ein Tier flieht, wenn es möglich ist und sich nicht dem Kampf stellt. Kann das Tier nicht mehr fliehen, dann stellt es sich dem Kampf.
Der Kampf ist die zweite Ebene. Der Kampf ist entschieden, wenn einer der beiden Kontrahenten entweder vernichtet oder besiegt und unterworfen ist. Ist ein Sieg oder eine Unterwerfung nicht möglich, dann kommt es zu einer Delegation.
Delegation ist die dritte Ebene, das bedeutet, dass ein Schiedsrichter (Richter, Mediator) gesucht wird, der entscheiden soll. Findet man keinen Schiedsrichter, dann strebt man den größten gemeinsamen Nenner an, den Kompromiss.
Der Kompromiss ist die vierte Ebene, das heißt, es wird eine Lösung gefunden die weder für den einen noch für den anderen befriedigend ist. 
Die höchste Form der Konfliktlösung ist der Konsens, das ist die fünfte Ebene. Man strebt eine win-win-Situation an, ein Ergebnis, das für beide passt.
Hier möchte ich auf einen oft begangenen Fehler aufmerksam machen. Viele - vor allem konsensorientierte oder konfliktscheue – Menschen wissen nicht, dass der Konflikt auf der niedrigeren der beiden Ebenen auszutragen ist. Trifft ein konsensorientierter Mensch auf einen im Kampf erprobten, dann kann der Konflikt nur auf der Kampfebene begonnen werden. Man kann sich dann gemeinsam auf eine höhere Ebene weiterentwickeln. Passiert dies nicht, gibt es keine Lösung des Konflikts, sondern Krieg, bzw. Dauerzwist. 

Herzlichst
August