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August Höglinger »
Blog Einsichten

In diesem Blog findest du Geschichten aus und vom Leben. Aus einer sichtbaren und unsichtbaren Welt. Ich möchte dich teilhaben lassen an meinen Erkenntnissen, Denkanstößen, Inspirationen, Erfahrungen, Ideen und neuen Plänen.
Dieser Blog ist vor allem für Absolventinnen und Absolventen meiner Seminare und Lehrgänge eingerichtet, denn mit Ihnen verbindet mich eine tiefe Herzensbeziehung und ein Stück gemeinsamen Weges.

Natürlich sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen.
In diesem Sinne freue ich mich und wünsche allen tiefe Einsichten.

Herzlichst
August

Archiveinträge




31.07.2019

Was ist Seele?

Sie ist das für das menschliche Auge Unsichtbare, die Summe all dessen, was das Wesen eines Menschen ausmacht. Die Seele wird mit den Augen und Ohren des Herzens wahrgenommen. Sie zeigt sich in Form aller Gefühle, aber auch Erfahrungen, die reell gemacht wurden. Die Seele wächst, wenn sie neue oder intensivere Gefühle wahrnimmt. (Ein mir bis dahin unbekanntes Gefühl z. B. Scham). Sie wächst auch mit neuen Erfahrungen (nicht Erlebnissen) die für eine Weiterentwicklung wesentlich sind und die in die Persönlichkeit integriert werden können.
Die Seele braucht zwei Dinge, als erstes Verständnis und als zweites Einverständnis. Dazu muss man wissen, dass es in der Seele keine Wertung gibt, es gibt kein gut oder schlecht. Sie freut sich gleichermaßen über Freude und Schmerz/Leid, alle Gefühle sind willkommen.
In der Seele geht es nicht darum, etwas zu erreichen, sondern etwas zu erkennen. Verstehen und einwilligen, das ist das, was sie braucht. Mit verstehen und einverstanden sein, kann Wandlung passieren. 
Krankheit ist oft der Notschrei der Seele, denn der Körper ist die erste Wirklichkeit der Seele, die erste Ebene, in der offenbar wird, dass die Seele Hilfe braucht, bzw. gehört werden möchte. 
Eine Seele kann dann geheilt werden, wenn man beginnt, das Ungeliebte zu lieben.

Herzlichst
August

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24.07.2019

Das Herz öffnen

Was ich empfangen kann, hängt davon ab, wie offen ich bin. Ist das Herz verschlossen oder teilweise zu, kann ich vieles an guten Dingen und Zuwendung nicht nehmen und natürlich auch nicht geben.
Um das Herz zu öffnen, muss man am Schmerz arbeiten. Ein totes Herz kann man erneut lebendig machen, indem man den Schmerz wieder spürt. Die Sufis (Mystiker des Islam) meinten, dass nur ein gebrochenes Herz ein offenes Herz ist. Das Herz brechen bedeutet zusammenbrechen, aufbrechen. Mein Herz bricht, wenn ich erkenne, dass ich es ohne Gottes Hilfe nicht schaffe, es alleine nicht schaffe. Hilflosigkeit, Verzweiflung sind die dazu gehörigen Gefühle. Gott ist der eigentliche Herzensbrecher. Auf wie viele Arten Gott das Herz bricht, ist erstaunlich und ganz individuell. Manchmal wird versucht, das Gebrochene zu kitten. Damit wird die Öffnung wieder verschlossen.
Ich sehe, warum es ein offenes Herz braucht und warum es gebrochen werden muss: damit durch die Öffnung die Liebe Gottes einfließen kann. 
Der Weg des Herzens
Zuerst geht es darum, das Herz zu öffnen. Es ist dabei wichtig, das Herz frei zu machen, indem ich es von Fremdem leere. Denn ein volles Herz ist nicht offen. Dann geht es in die Tiefe des Herzens. Die Tiefe bedingt, dass man sich dem Leben – Gott und seinem Willen – ergibt. 
Der Zugang zu einer besonderen Tiefe des Herzens wird von Gott geöffnet, dies ist willentlich nicht möglich. Es ist der Zugang zum göttlichen Teil des Herzens, zum mystischen Teil. 
Niemand kann die Tiefe ohne die Öffnung leben und umgekehrt. Will man mehr Tiefe im Leben, so muss das Herz offener werden. Wird das Herz offener, tritt automatisch mehr Tiefe ein. Wenn man das Herz offen hält, muss man wissen, wie man den Müll entsorgt, den man abbekommt. 
Wann verschließt sich das Herz?
Meines kann ich niemals mehr ganz verschließen, Gott hat mir ein Loch gebohrt. Es verschließt sich aber teilweise bei Wut und Zorn auf jemanden, auf mich oder auf Gott. Weiters bei trüben Aussichten und wenn ich mit Mitleid konfrontiert bin, Mitleid als maskierte Form des Egoismus.
Ein Beispiel: Nachdem sich das Herz eines Beraters verschloss, meldeten sich alle Klienten ab. Erst als er durch mich auf diese Tatsache aufmerksam wurde, konnte er es mit der Hilfe Gottes wieder öffnen. Am selben Tag kamen wieder die ersten Anfragen. Mit verschlossenem Herzen kann Gott mit ihm nichts anfangen. Er ist für Gott unbrauchbar, nicht zu gebrauchen.
Ich befreie mein Herz von allem was bedrückt, einengt, belastet, begrenzt, einsperrt und verdunkelt, weil ich damit mein Herz ummauere, verdunkle, verberge und beschwere. Weg mit allen Vorstellungen, Vorschriften und Verboten. Ich nehme alles an wie ein Kind. Wenn ich verstehe, dass ich so fühle, öffnet sich mein Herz und es entsteht Selbstliebe.

Herzlichst
August

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17.07.2019

Herz

Ich habe eine Studie gelesen, in der nachgewiesen wurde, dass das Herz eine etwa 5000x stärkere Kraft hat, als das Gehirn. Das ist eine revolutionäre Erkenntnis. Viele Menschen der heutigen Zeit (vor allem auch Wissenschaftler) leben etwas anderes. Für sie ist das Hirn das Wichtigste.
Die Kraft des Herzens erlebe ich in besonderer Form in meiner Seminartätigkeit. Das Agieren aus dem Gruppenherz macht meine Seminare besonders kostbar. Das Gruppenherz ist die Summe aus den offenen Herzen der Teilnehmer. Es kann viel mehr er-tragen, als ein Einzelner. Somit ist es möglich, etwas „Unerträgliches“ zu ertragen und damit zu erlösen. Ein großer, bisher unerlöster Schmerz kann von einer Gruppe gemeinsam getragen werden. Die Gruppe hilft, den für den Einzelnen unerträglichen Schmerz, zu tragen. Und das bewegt bei den Menschen extrem viel. 
Eines Tages wurde mir bewusst, dass es eine Unterscheidung zwischen physischem und mystischem Herzen gibt. Es gab eine Zeit, da habe ich mein physisches Herz sehr stark strapaziert. Denn das mystische und damit energetische Herz war ganz groß und konnte unendlich viel erfassen. Das physische Herz war im Verhältnis dazu relativ klein und konnte viele Dinge nicht voll erfassen, weil sie zu groß waren.
Dadurch, dass jetzt mein menschliches und mystisches Herz EINS sind, bin ich EINS mit Gott. Das macht eine neue noch tiefere Form der Liebe möglich. Eine Liebe frei von Mitgefühl. Wenn das mystische und das menschliche Herz EINS werden, wird alles unspektakulär.
Das Herz wacht streng darüber, ob sich ein Mensch selbst treu bleibt. Es lässt sich nicht betrügen. Es wird erst dann ruhig, wenn alle Interessen unter einem Hut sind. Das ist auch das Ziel der Selbstliebe.
Nahrung für das Herz
Das Herz bezieht seine Nahrung aus der Begegnung: mit Menschen, mit Tieren, mit Musik, mit Pflanzen, mit Wind und Sonne, Wasser, Schnee. Mit dem eigenen inneren Selbst, mit der Schönheit, die das Herz fühlen kann (Freude, Schmerz, Tiefe).

Herzlichst
August

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10.07.2019

Hindernis oder Berg

Wenn man seinen eigenen Weg geht, stößt man immer wieder auf Widerstände und Herausforderungen, manche davon sind unüberwindbar. Aufgaben, die zwar schwierig aber lösbar sind, nenne ich Hindernisse. Es gibt aber auch Hürden, die selbst mit größtem Kraftaufwand nicht bewältigt werden können, die nenne ich Berg.
Dazu folgende Geschichte aus meiner Praxis: Der Forschungsleiter eines internationalen Konzerns kam immer wieder einmal zum Coaching. Er hatte sehr viel Kraft und verwendete sie, um Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Manchmal verbohrte er sich in ein Hindernis, bis auch ihm die Kraft ausging. Er bemerkte nicht, dass es kein Hindernis war, das man aus dem Weg räumen konnte, sondern ein unverrückbarer Berg. Ich musste nur sagen: „Das ist ein Berg!“ Dann änderte er sofort seine Strategie und suchte einen neuen, anderen Weg.
Wenn man den eigenen Weg geht, stellt sich immer wieder einmal die Frage: Ist es ein überwindbares Hindernis oder ein unverrückbarer Berg? Auch bei Veränderungsprozessen bin ich mit dieser Frage konfrontiert. Ist es ein Hindernis, so kann ich es entfernen, ist es ein Berg, so muss ich mir einen anderen Weg suchen.

Herzlichst
August

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03.07.2019

Fünf Ebenen der Konfliktaustragung

Um einen Konflikt wirklich lösen zu können, ist die Kenntnis der verschiedenen Ebenen der Austragung von Konflikten von großem Nutzen.
Die erste Ebene, also die unterste Ebene der Konfliktaustragung ist die Flucht. Wir kennen es aus der Tierwelt, dass ein Tier flieht, wenn es möglich ist und sich nicht dem Kampf stellt. Kann das Tier nicht mehr fliehen, dann stellt es sich dem Kampf.
Der Kampf ist die zweite Ebene. Der Kampf ist entschieden, wenn einer der beiden Kontrahenten entweder vernichtet oder besiegt und unterworfen ist. Ist ein Sieg oder eine Unterwerfung nicht möglich, dann kommt es zu einer Delegation.
Delegation ist die dritte Ebene, das bedeutet, dass ein Schiedsrichter (Richter, Mediator) gesucht wird, der entscheiden soll. Findet man keinen Schiedsrichter, dann strebt man den größten gemeinsamen Nenner an, den Kompromiss.
Der Kompromiss ist die vierte Ebene, das heißt, es wird eine Lösung gefunden die weder für den einen noch für den anderen befriedigend ist. 
Die höchste Form der Konfliktlösung ist der Konsens, das ist die fünfte Ebene. Man strebt eine win-win-Situation an, ein Ergebnis, das für beide passt.
Hier möchte ich auf einen oft begangenen Fehler aufmerksam machen. Viele - vor allem konsensorientierte oder konfliktscheue – Menschen wissen nicht, dass der Konflikt auf der niedrigeren der beiden Ebenen auszutragen ist. Trifft ein konsensorientierter Mensch auf einen im Kampf erprobten, dann kann der Konflikt nur auf der Kampfebene begonnen werden. Man kann sich dann gemeinsam auf eine höhere Ebene weiterentwickeln. Passiert dies nicht, gibt es keine Lösung des Konflikts, sondern Krieg, bzw. Dauerzwist. 

Herzlichst
August