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August Höglinger »
Blog Einsichten

In diesem Blog findest du Geschichten aus und vom Leben. Aus einer sichtbaren und unsichtbaren Welt. Ich möchte dich teilhaben lassen an meinen Erkenntnissen, Denkanstößen, Inspirationen, Erfahrungen, Ideen und neuen Plänen.
Dieser Blog ist vor allem für Absolventinnen und Absolventen meiner Seminare und Lehrgänge eingerichtet, denn mit Ihnen verbindet mich eine tiefe Herzensbeziehung und ein Stück gemeinsamen Weges.

Natürlich sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen.
In diesem Sinne freue ich mich und wünsche allen tiefe Einsichten.

Herzlichst
August

Archiveinträge




26.06.2019

Mit den Augen Gottes schauen

Eines Tages gab Gott mir den Auftrag, zu erforschen, warum die Menschen dieser Zeit nicht mehr an Gott glauben. Ich nahm den Auftrag an und führte viele Gespräche und Interviews mit den unterschiedlichsten Menschen, um herauszufinden, was die Gründe sind. Ich stellte ein Dossier zusammen und wollte es in einer Meditation mit IHM besprechen. 
ER unterbrach mich sofort und sagte, ich hätte die Aufgabe falsch verstanden und gelöst. Ich bat IHN, dies zu korrigieren. Er bot mir an, ein paar Minuten mit SEINEN Augen zu schauen und nicht mit den meinen. Das Angebot nahm ich an. Ich schaute mit SEINEN Augen und sah als erstes eine Welt aus der Weltraumperspektive, die wunderschön ist. Herrliche Landschaften, berührende Natur, beleuchtete große Städte, ich sah aber auch ein paar Schmutzflecken auf dieser Welt. 
Und dann sah ich abertausende von Menschen, die alle beschäftigt waren. Beschäftigt mit ihren Kindern, mit der Arbeit, mit Freizeitgestaltung, aber auch mit Beten und Feiern. Das Erschütternde war dann für mich, dass nicht ein einziger dabei an Gott dachte, oder Gott wirklich in sein Tun mit einbezog.
Ich zog den Schluss daraus, dass das Beschäftigtsein eines der größten spirituellen Hemmnisse unserer Zeit ist. Muße ist ja der eigentliche Grundzustand des Lebens und dieser Zustand wird durch die Arbeit unterbrochen. Und wie ist das bei uns heute? Die meisten Menschen kennen den Zustand von Muße gar nicht mehr!

Herzlichst
August

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19.06.2019

Gott

Meine Sehnsucht war es immer, Gott im Leben zu erkennen. In einer Meditation sprach ER zu mir: „Alles, was auf dich zukommt, bin ICH.“ Diese Aussage löste in mir ein großes Umlernprogramm aus. Alles, was mir begegnet, ist Gott. Da gab es schon Situationen, in denen ich mir schwer tat, diese Tatsache als Wirklichkeit zu akzeptieren. Es gelang mir langsam mehr und mehr. Ich weiß jetzt, dass es Demut ist, wenn mir das ganz gelingt. 
Ein weiterer Auftrag lautet: Sei du selbst! Und genieße das Leben. Es erinnert mich an die Geschichte von Rabbi Sussja, die ich in den „Chassidischen Geschichten“ von Martin Buber las. Am Sterbebett wurde der Rabbi von seinen Schülern gefragt: „Hast du eine abschließende Botschaft für uns, geliebter Rabbi?“ Er antwortete: Am Ende eures Lebens werdet ihr nicht gefragt, ob ihr erfolgreich oder berühmt ward. Ihr werdet gefragt, ob ihr ihr selbst ward! So einfach diese Aufgabe klingen mag, so schwierig und herausfordernd ist es, sich wirklich selbst zu erkennen und auch dazu zu stehen.
Wenn ich auf Gott hören will, dann braucht es Selbstvertrauen und Selbstreflexion, damit ich sicher weiß, dass ich IHN höre und nicht mich selber. IHM ist nicht so wichtig, dass ich IHM diene, sondern, dass ich da bin, wenn er mich braucht. (Allein dieses Da-Sein bedingt im Alltag eine Menge an Voraussetzungen). ER sagt: Tu das, was du kannst und gerne machst. Dann passt es. Hochmut vor IHM wäre es, wenn ich die Welt und die Dinge und die Menschen nicht so nehme, wie sie sind. 
Gott ist auch in der Angst. Wenn ich mich auf Gott einlassen mag, dann braucht es den Mut, mich auf meine Angst einzulassen. 
Eine Teilnehmerin malte dazu ein inneres Bild. Sie sah in diesem Bild das Licht weit vor sich und zwischen ihr und dem Licht viele Menschen. Jeder dieser Menschen stand symbolisch für eine Angst. Sie stellte diese Menschen wie ein Spalier zwischen sich und dem Licht. Das heißt, dass sie auf dem Weg zu Gott durch all diese Ängste durchgehen muss. Einer meiner Kollegen sagte immer: Da wo die Angst ist, da geht es lang. 
Für mich ist Gott meine innere Instanz und er greift bei mir nur ein, wenn die Liebe nicht passt. Gottes Kraft entspringt nämlich der Macht und der Liebe.

Herzlichst
August

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12.06.2019

Meine Liebe zu Gott

Ich liebe Gott über Alles! Mehr noch, als die mir liebsten Menschen. Da ich diese Fülle und das damit verbundene Gefühl noch nicht in Worten ausdrücken kann – nenne ich es ÜBER ALLES.
Es ist eine stille Liebe, die so leise und unspektakulär ist, dass sie mir selbst kaum auffällt. Ich spüre aber ihre Wirkung, ihre Kraft, ihre Verwandlungskraft und die Demut, in der sie wirkt. Sie fließt und fließt weit über mich hinaus, ihr Ziel ist für mich nicht einsehbar. Sie erzeugt ein seliges Gefühl in mir, macht mich weich und empfänglich. Sie durchströmt mich ganz sanft. Ich bin in der Liebe, in der unendlichen Liebe Gottes. Dies drückt sich in Güte und Barmherzigkeit aus, welche ich auch in meinem Gesicht erkennen kann. Ich fühle Wohlwollen, Zärtlichkeit und liebevolle Zuwendung. Der Satz: „Ich bin da“ drückt es am besten aus. Und dieses „ich bin da“ genügt. Das zu spüren macht froh und im Stillen breitet sich ein Glück aus. Es ist die unendliche Liebe Gottes, die DA ist. 
Ich liebe Gott, wenn ich mich von ihm lieben lasse. Gott liebt durch mich, ist in mir und hat mir sein Leben geschenkt. Ich bin seine Schöpfung, durch die er lebt. Ich liebe ihn, indem ich ihm Platz gebe und in seinem Angesicht lebe.
Ich erhebe mein Herz zu Gott. Ich binde mein Herz an ihn. Ich bin EINS mit Gott.

Herzlichst
August

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05.06.2019

Qualität der Gottesliebe

Aus meiner Sicht bedingt die Gottesliebe, dass ich mich selbst vorbehaltlos liebe, mit allen meinen Stärken und Schwächen und allen meinen Licht- und Schattenseiten. Weiters, dass es mir gelingt, zumindest einen Menschen genauso zu lieben, wie mich selbst. 
Wenn ich auch noch die bedingungslose Liebe durch einen anderen Menschen erfahren habe (dies ist jedoch keine Voraussetzung), so ist das schon ein guter Einstieg, mich der unbeschreibbaren Liebe zu Gott anzunähern.
Letztendlich ist die Liebe zu Gott nicht vergleichbar mit der Liebe zu einem Menschen, weil sie alles übersteigt! Gottes tiefe Liebe findet nur im tiefsten Schmerz den passenden/adäquaten Ausdruck! Sie ist nur an der Tiefe des Schmerzes ergründbar. Der Schmerz ist ein Geschenk Gottes, eine der größten Gnaden, die Gott schenkt. 
Wie drücke ich die Liebe zu Gott – in Zukunft – aus?
In der Liebe zum meistgeliebten Menschen. 
In meiner Liebe zu mir selbst als sein Geschöpf. 
Indem ich an Gott denke.
In der Liebe zum Mitmenschen und zur Natur.
Durch die Erfüllung und Ausführung seines Auftrages.
Durch die Erkenntnis, dass Selbstliebe, Nächstenliebe und Gottesliebe ein und dasselbe ist. Das bedeutet auch, je weniger ich liebe, umso weniger drücke ich die Liebe Gottes aus. 
Prüffragen zur Gottesliebe, Nächstenliebe und Selbstliebe:
1. Mache ich es zum Ruhm Gottes?
2. Tue ich es zum Wohl der Menschen?
3. Tue ich es zu meinem Wohle?
Setze ich also meine Gaben und Qualitäten, die ich bekommen habe, zum Ruhme Gottes und zum Wohle der Menschen ein?
Dabei ist es gut zu wissen, dass Gott nicht in kultischen Handlungen, sondern nur im Nächsten geliebt werden kann.

Herzlichst
August