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August Höglinger »
Blog Einsichten

In diesem Blog findest du Geschichten aus und vom Leben. Aus einer sichtbaren und unsichtbaren Welt. Ich möchte dich teilhaben lassen an meinen Erkenntnissen, Denkanstößen, Inspirationen, Erfahrungen, Ideen und neuen Plänen.
Dieser Blog ist vor allem für Absolventinnen und Absolventen meiner Seminare und Lehrgänge eingerichtet, denn mit Ihnen verbindet mich eine tiefe Herzensbeziehung und ein Stück gemeinsamen Weges.

Natürlich sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen.
In diesem Sinne freue ich mich und wünsche allen tiefe Einsichten.

Herzlichst
August

Archiveinträge




25.07.2018

Was ist ein Mann?

1. Über den Vater bekommt ein Mann Zugang zu seiner Männlichkeit und damit zu seiner männlichen Identität. Die männliche Identität bekommt er also durch den Vater, aber auch durch die Großväter oder über andere Ersatzväter. 
2. Der gereifte Mann hat seinem Vater und den anderen männlichen Vorfahren gegenüber ein offenes Herz. Er kann dann als Sohn über alles verfügen (Wissen, Können, Fertigkeiten), was sein Vater und die Vorväter sich angeeignet haben. Wirkliche Wertschätzung ermöglicht ihm dann, dass er sich vor diesen Männern verneigen kann und dankbar ist für alles, was er von ihnen bekommen hat. Er kann ihnen alles vergeben, was sie ihm angetan haben oder schuldig geblieben sind. 
3. 30% der Söhne haben keine Beziehung zum Vater, 30% haben eine konfliktgeladene Beziehung, 30% eine passable Beziehung. Nur 10% der Söhne haben eine gute Beziehung zum Vater. Das bedeutet, es benötigt eine Klärung der Beziehung zum Vater, da es sonst extrem schwierig ist, die eigene Männlichkeit zu entwickeln und zu leben.
4. Man weiß, dass der Macho auf der einen Seite und der Softie auf der anderen Seite, keine richtigen Männer sind. Aber wo zwischen diesen beiden Polen bin ich für mich zuhause und fühle mich wohl? Es gilt also meine ganz persönliche Form des Mannseins zu finden und zu verinnerlichen. 
5. Ein Mann kann ebenbürtig mit Frauen umgehen, ganz speziell mit seiner Frau. Er muss Frauen nicht beherrschen und ist ihnen gegenüber nicht unterwürfig. Ebenbürtigkeit heißt auch, dass Bemuttern und Bevatern sich ausgleichen und ein gesundes Maß haben. 
6. Ein Mann lebt sein Leben und geht seinen eigenen Weg und einen gemeinsamen in den Beziehungen. (Dies gilt auch für Frauen).
7. Er ist mit seiner Kindheit als Mann ausgesöhnt. Zugefügte Verletzungen und Kränkungen sind vergeben.
8. Die Natur ist die Verbindung zu Gott. Jedem Mann (Mensch) steht es offen, seine eigene Spiritualität zu entwickeln.
9. Auf dem Weg zum wilden Mann, muss das Kind im Manne lebendig sein. Dieses Kind bewahrt ihn davor, negativen Gefühlen unmittelbar körperlichen Ausdruck zu geben. 
10. Die jungen Männer werden von ihren Müttern erzogen, dann von Kindergärtnerinnen und Lehrerinnen. Und wenn sie eine Beschädigung erleiden, oder im Verhalten „auffällig“ werden, kommen sie wieder zu Frauen, nämlich Therapeutinnen. Sie entkommen den Frauen nicht, denn irgendwann verlieben sie sich, meist in eine Frau. Es ist notwendig, da männlichen Ausgleich zu schaffen, etwa in einer Gruppe Gleichgesinnter oder durch Unterstützung von männlichen Mentoren. 
11. Ganz essentiell ist es für einen Mann ein guter Vater für seinen Sohn und seine Tochter zu sein. 
12. Der Mann lässt sich von seinen Eltern scheiden. Das bedeutet er durchtrennt das Band des Kindseins und lebt als erwachsener Mensch sein eigenes Leben. Die Eltern sind nicht mehr für ihn verantwortlich, er übernimmt die volle Verantwortung für sich selbst.

Herzlichst
August

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18.07.2018

Warum Männer-Seminare?

1. Am stärksten wird das Männer-Seminar nachgefragt, weil es an einer echten Männlichkeit fehlt. Männer fühlen dies ganz intuitiv, sie möchten männlicher werden, bzw. den Zugang zu ihrer Männlichkeit finden.
Viele von ihnen haben das Weiche (weibliche) schon, zum Teil im Übermaß, weil sie fast zu 100% von Frauen erzogen wurden. Beim Seminar geht es um den Aufbau des Selbstwertes als Mann.
2. Ein Phänomen ist das „Vaterloch“. Dies entsteht durch die Abwesenheit des Vaters oder das nicht Beachtet-werden durch den Vater, aber auch durch einen „schwachen“ Vater, der seiner Vater- und Vorbildrolle nicht gerecht werden kann. Gelingt es, dieses Vaterloch zu schließen, dann können Männer gute Väter sein. Bei manchen Männer ist die Erwartung und auch die Hoffnung da, dass sie von ihrem Vater irgendwann doch noch etwas bekommen, wie z.B. Liebe, Zuwendung, Anerkennung, Wertschätzung, Beachtung. Erst wenn diese Hoffnung losgelassen wird, beginnt der Prozess des Heilwerdens. Oft ist die Erwartung des Sohnes an den Vater das Hindernis, um Zugang zu seinem Mannsein zu finden. Erst wenn der Sohn die Erwartung an den Vater aufgibt und ihn so nimmt, wie er ist, erst dann ist eine gute Beziehung zum Vater möglich und das Vaterloch schließt sich. 
3. Ein ganz großer Wunsch, den ich bei den Männern erlebe ist, sie wollen gute Väter für ihre Söhne und Töchter werden und dafür wollen sie alles tun.

Herzlichst
August

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11.07.2018

Männer-Arbeit

Das Ziel meiner Männer-Arbeit ist es, Männer zu ihrem eigenen Mannsein zu begleiten. Mannsein bedeutet für jeden etwas anderes, daher fällt sehr viel Orientierung von außen weg. Es gibt kaum Vorbilder und auch wenig Vorstellung darüber, was Männlichkeit bedeutet. Dieses Defizit wird durch männliches Gehabe, Imponierverhalten, Balzverhalten, uä. ausgeglichen. 
Grundsätzlich ist die männliche Energie eine gute Energie, für die vor allem Frauen den Grundstein legen. So wie die meisten Kinder werden auch die männlichen Kinder in erster Linie von ihren Müttern betreut. Daher werden sie auch bis zu einem gewissen Maß von deren emotionaler Energie geprägt, besonders dann, wenn der Vater abwesend ist.
Umso bedeutsamer ist es, dass ein Mann die männliche Kraft spürt, die von einigen männlichen Vorfahren kommt. Es hat eine eigene Faszination, dieses Erleben beobachten zu dürfen. Oftmals ist der Fluss der Liebe zu den männlichen Vorfahren unterbrochen und eine der Aufgaben der Männer-Arbeit ist es, diese wieder ins Fließen zu bringen. Damit kann die Wichtigkeit der Beziehung zum Vater und zu den männlichen Vorfahren erlebt werden. Mit der Verbesserung der Beziehung zu diesen Männern wird auch eine bessere Beziehung zu mir selbst als Mann möglich. Daraus erwächst dann auch ein Mehr an echter Selbstliebe.
Ohne echte Selbstliebe zu mir als Mann (Mensch) kann ich mein Mannsein und meine männliche Kraft nur bruchstückhaft leben. 
Wenn ein Mann sehr sensibel ist, dann braucht er diese männliche Kraft ganz besonders, um sich gut verteidigen zu können und nicht unnötig verletzt zu werden.

Herzlichst
August

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04.07.2018

Leben und Kinder

Kinder wollen das Leben lernen. Kinder sind sehr weise, aber nicht lebenserfahren. 
Wenn wir jedoch das weitergeben wollen, was uns unsere Vorfahren überliefert haben, so können wir kein Vorbild sein. Es ist „oldfashioned“ und zum größten Teil unbrauchbar. Ähnliches gilt auch für unsere Lebensstruktur, wenn wir sie nicht regelmäßig an die neuen Gegebenheiten, an die neue Wirklichkeit anpassen. Es gilt immer zu klären, was ist Tatsache und nicht, wie hätten wir es gerne. 
Unsere Vorfahren haben die Arbeit erfunden, um sie zu vermehren, der Muße frönen war verpönt. So haben wir heute alles was nötig ist in ausreichendem Maße: Ämter, Infrastruktur, Schulen, Freizeiteinrichtungen, Einkaufszentren, usf. und dennoch wird so weitergearbeitet, als ob wir noch einen Mangel hätten. 
Was brauchen die Kinder? Ein neunjähriger Junge sagte in meiner Praxis zu seiner Mutter: “Du brauchst mir nicht den Weg bereiten. Du sollst mich auf den Weg vorbereiten!“ Oder ein anderer junger Mann sagte zu seiner Mutter: „Wenn ich dich darum bitten würde, ein soziales Jahr machen zu dürfen, so würdest du wahrscheinlich ja sagen und es mir finanzieren. Ich möchte aber ein asoziales Jahr machen.“
Für viele junge Leute ist Besitz anzuhäufen nicht wirklich wichtig. Diese Entwicklung folgt der Erkenntnis, dass wir auf der Erde nur auf der Durchreise sind. Junge Menschen wollen ihre Träume verwirklichen und die haben sehr oft nicht mit materiellen Dingen zu tun. Sie möchten ihre eigenen Erfahrungen machen und persönlichkeitsmäßig wachsen. 
Eltern wissen oft nicht, was sie ihren Kindern an materiellen Dingen schenken sollen. Dabei bräuchten sie jede Menge an immateriellen Geschenken. Beispielsweise Billardspielen mit dem Vater – das ist eine entspannte Zeit mit dem Vater. Am Waldrand oder im Weinberg mit den Eltern stundenlang entspannt sitzen. Die Kinder nennen es chillen. Dieses Wort und Tun löst bei den meisten Eltern negative Emotionen aus, weil Nichtstun in ihren Wertvorstellungen keinen Platz hat. Chillen ist für mich das aktuelle Wort für Muße. Es beinhaltet auch das intuitive Gespür dafür, dass dies ein wesentlicher Teil des Lebens ist. 
In der Ruhe liegt die Kraft für geistiges, emotionales und spirituelles Wachstum!

Herzlichst
August