Führungs-
coaching
BegleitungLehrgängeSeminareVorträgeAutorBücher/CDs

August Höglinger »
Blog Einsichten

In diesem Blog findest du Geschichten aus und vom Leben. Aus einer sichtbaren und unsichtbaren Welt. Ich m├Âchte dich teilhaben lassen an meinen Erkenntnissen, Denkanst├Â├čen, Inspirationen, Erfahrungen, Ideen und neuen Pl├Ąnen.
Dieser Blog ist vor allem f├╝r Absolventinnen und Absolventen meiner Seminare und Lehrg├Ąnge eingerichtet, denn mit Ihnen verbindet mich eine tiefe Herzensbeziehung und ein St├╝ck gemeinsamen Weges.

Nat├╝rlich sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen.
In diesem Sinne freue ich mich und w├╝nsche allen tiefe Einsichten.

Herzlichst
August

Archiveinträge




31.01.2018

Wie ich meine wahren Bed├╝rfnisse entdecke

Da gibt es unterschiedliche Möglichkeiten bzw. Zugänge:
Meine Wahrnehmung lässt auf Bedürfnisse schließen (dieser Ansatz kommt aus der Gestalttherapie): woran denke ich immer wieder, bzw. was taucht innerlich immer wieder auf. Dazu einfache Beispiele, denke ich an Essen, habe ich Hunger, denke ich an Getränke, habe ich Durst, denke ich an eine Frau/einen Mann habe ich ein Bedürfnis nach Nähe/Sex. 
Es gibt Bedürfnisse, die melden sich über den Hunger, ein Hungergefühl auf körperlicher, geistiger oder seelischer Ebene. Z. B. Hunger nach Abenteuer, nach etwas Neuem, nach der Ferne (Fernweh).
Es gibt Bedürfnisse, die zeigen sich in Form von Sehnsucht, z. B. nach der Heimat, nach einem Menschen.
Gefühle sind ebenso ein Hinweis auf Bedürfnisse. Was sagt mir mein Ärger? Worauf weist mich meine Müdigkeit hin? Was sagt mir meine Trauer? Also jedes Unbehagen hat einen Sinn. Jeder Ärger, jede Unzufriedenheit kann ein Bedürfnis anzeigen bzw. die Nichtbefriedigung eines Bedürfnisses. 
Grundsätzlich ist es so, dass es zwei Haupttriebe gibt, die uns bei der Bedürfniserkennung und somit auch bei der Bedürfnisbefriedigung unterstützen und zwar die Liebe (in jeder Erscheinungsform) und der Hunger (in jeder Form) – sie sind für uns Orientierung und Leitlinie. 
Strebe ich etwas an, das kein wirkliches Bedürfnis ist (z. B. bei induzierten Bedürfnissen) habe ich keine bzw. kaum Energie dieses auch zu befriedigen.

Herzlichst
August

Trennlinie

24.01.2018

Wie ein Bed├╝rfnis entsteht

Ich unterscheide dabei vier Kategorien:
1. Verursachung
Hunger und Durst werden durch einen Energieverlust im Körper hervorgerufen. Das Bedürfnis macht auf die Gefährdung des Lebens aufmerksam und zwingt zu Erhaltungsmaßnahmen. Auslöser ist also ein Reiz im Körper.
2. Verursachung
Ein Bedürfnis kann entstehen/ geweckt werden, wenn ich ein Befriedigungsmittel sehe (z. B. eine Schale mit Obst auf dem Tisch). Der Reiz kommt von außen, wirkt auf meine Sinne und verursacht das Bedürfnis. Dabei kann ich mir die Frage stellen, brummt es oder winkt es? Wenn es brummt, dann ist das Bedürfnis schon in meinem Inneren vorhanden, wenn es winkt kann es ein von außen induziertes Bedürfnis sein. In manchen Fällen kann beides zusammentreffen: ein Beispiel, ich spüre Hunger (es brummt) und ich sehe in die Speisekarte und finde was ich im Moment möchte (es winkt).
3. Verursachung
Unsere Denkleistung, also unser Verstand erkennt ein Bedürfnis: z. B. die Vorratsbildung für Zeiten des Mangels.
4. Verursachung
Dabei entsteht ein Bedürfnis durch menschliche Beeinflussung. Bestes Beispiel dafür ist die Werbung, die uns permanent begleitet, mit dem Ziel, Bedürfnisse in uns zu wecken und uns zum Kauf (manchmal auch nicht benötigter Dinge) zu veranlassen.

Herzlichst
August

Trennlinie

17.01.2018

Bed├╝rfnis und Not

Ich habe ein Bedürfnis und kann es befriedigen, dann habe ich keine Not. Ich gerate aber in Not, wenn ich ein Bedürfnis habe und es nicht befriedigen kann. 
Der zufriedenstellende Ablauf einer Bedürfnisbefriedigung ist: Ich erkenne meine Not, nehme ein Bedürfnis wahr, in mir entsteht der Wunsch nach Deckung dieses Bedürfnisses, ich setze mir das Ziel dies zu tun, wenn es gelingt habe ich Erfolg – dann kann ich feiern. 
In der Arbeit mit Menschen und für mich selbst stellt sich die Frage: Was ist die Not der Zeit? Dort ist für mich der Auftrag Gottes zu finden. 
Die Not der Zeit zeigt mir die Bedürfnisse der Menschen und damit den Willen Gottes. 
Die derzeitigen Nöte der Menschen sind:
Beziehungslosigkeit – die Angst vor Nähe
Einsamkeit – hohe Anzahl älterer alleinstehender Menschen, aber auch viele Singlehaushalte unter Jungen
Orientierungslosigkeit – in dem Ausmaß, wie Erwachsenen davon betroffen sind, trifft es auch Kinder
Schnelligkeit – immer mehr, auch junge Menschen können das Tempo nicht mehr mithalten
Zeitknappheit – ist ein „Kind“ der Schnelligkeit, wird durch sie bedingt
Übermaß – Überforderung durch die Vielfalt von Angeboten und Übermaß verstärkt die Orientierungslosigkeit
Grenzenlosigkeit – Überforderungen, besonders auch in emotionaler Hinsicht nehmen zu
Sinnstiftend dagegen ist, wenn wir verantwortlich sind für Leistungen, die echte Bedürfnisse befriedigen. Leistungen, die Selbsterhaltung bewirken und somit dem Menschen und dem Leben dienen.

Herzlichst
August

Trennlinie

10.01.2018

Essentielle Fragen im Leben

Nach Harry Merl, er ist Arzt und Psychotherapeut, gibt es nur zwei essentielle Fragen im Leben eines Menschen:
Was sind meine Bedürfnisse?
Wie decke ich sie?
Mir stellt sich da eine zusätzliche Frage: Wo gebe ich Verantwortung für meine Bedürfnisdeckung an andere ab?
Auch bei Dr. Gustav Großmann, dem Wegbereiter der methodischen Arbeits- und Lebensgestaltung findet sich der Hinweis auf die Wichtigkeit des Wissens über die menschlichen Bedürfnisse und die Bedürfnisbefriedigung. Dies ist aus wirtschaftlicher Sicht auch der Endzweck jeglicher Wirtschaftstätigkeit. Das bedeutet, dass Produkte und Dienstleistungen auf die Bedürfnisse der Menschen abgestimmt werden. Für die Wirtschaft ist es ein wesentlicher Erfolgsfaktor, wenn sie für den Einzelnen, aber auch für die große Menge einen Nutzen bieten kann. 
Als Wirtschaftstreibender und Dienstleister ist es von Vorteil, sehr gut über Bedürfnisse der Menschen und über die Bedürfnisbefriedigung Bescheid zu wissen. Dies sind wesentliche Themen in der Marktforschung, der Werbung, dem Marketing, aber auch für die Menschenführung. 
Es gilt die Tatsache, dass für jeden Menschen nur das von Wert ist, was er benötigt. Alles andere ist ihm gleichgültig. 
Global gesehen ist es wichtig zu wissen, dass Konflikte eskalieren (bis hin zu Kriegen), wenn Bedürfnisse und Gefühle nicht wahr- und ernstgenommen werden.

Herzlichst
August

Trennlinie

03.01.2018

Triebe

Triebe korrelieren mit unseren Bedürfnissen. Die ursprüngliche Aufgabe der Triebe besteht darin, uns zur Befriedigung unserer Bedürfnisse und damit zum Leben (manchmal auch Überleben) zu treiben. 
Grundsätzlich ist es so, dass das Trieb- und Instinktsystem nicht unserer Steuerung unterliegt. Es ist nur durch Selbstreflexion und Rückmeldung durch andere möglich, sich selbst (seine Triebe) zu beherrschen. Die Reflexion läuft über das Großhirn  d. h. ich kann zum Beispiel essen, wenn ich keinen Hunger habe, oder aufhören zu essen trotz Hunger.
Es gibt Triebe, die zwar in unserem Bewusstsein verankert sind und dennoch unbewusst funktionieren. Z. B. der Überlebenstrieb (dies ist der stärkste Trieb), Sexualtrieb, Versorgungstrieb, Arterhaltungs- und Selbsterhaltungstrieb. 
Der Überlebenstrieb dient dazu, unser Leben, bzw. das Leben uns anvertrauter Menschen (Kinder) zu schützen.
Der Sexualtrieb ermöglicht die Fortpflanzung. So wie bei allen Trieben kann es dabei auch eine extreme Ausformung geben, z. B. den Don Juan.
Es gibt den Neugiertrieb, der uns unterstützt, unseren Horizont zu erweitern, sowie der Sicherheitstrieb, der hilft, Sicherheit zu gewinnen und Angst abzubauen. 
Der Aggressionstrieb dient dazu, so wie in der Tierwelt, das Revier zu verteidigen, Rivalen zu schlagen und eine Rangordnung herzustellen, um die ideale Führungskraft an der Spitze zu haben.
Der Explorationstrieb hilft, dass Wissenschaft und Forschung vorangetrieben werden.
Unter Selbsterhaltungs- und Arterhaltungstrieb fällt auch unser Bedürfnis gute Leistungen zu erbringen, dies ist eine humane Form der Triebbefriedigung. 
Der Kausaltrieb beinhaltet den Willen zum Leben und den Willen zur Machtausübung. Triebe treiben uns also zur Bedürfnisbefriedigung und damit zum Leben. 
Von der Natur sind wir so ausgestattet, dass so viel Energie erzeugt wird, wie für die Bedürfnisbefriedigung benötigt wird, solange es für die Selbsterhaltung und Arterhaltung vorgesehen ist.

Herzlichst
August