Führungs-
coaching
BegleitungLehrgängeSeminareVorträgeAutorBücher/CDs

August Höglinger »
Blog Einsichten

In diesem Blog findest du Geschichten aus und vom Leben. Aus einer sichtbaren und unsichtbaren Welt. Ich möchte dich teilhaben lassen an meinen Erkenntnissen, Denkanstößen, Inspirationen, Erfahrungen, Ideen und neuen Plänen.
Dieser Blog ist vor allem für Absolventinnen und Absolventen meiner Seminare und Lehrgänge eingerichtet, denn mit Ihnen verbindet mich eine tiefe Herzensbeziehung und ein Stück gemeinsamen Weges.

Natürlich sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen.
In diesem Sinne freue ich mich und wünsche allen tiefe Einsichten.

Herzlichst
August

Archiveinträge




30.08.2017

Dein Wille geschehe

Dein Wille geschehe – diese Anforderung, diese Worte an Gott/an ein höheres Wesen gerichtet, ängstigt viele Menschen. Wir leben in einer Zeit, in der das Vertrauen ins Leben und damit in Gott immer mehr abnimmt. Wir fühlen uns sicher bei dem Gedanken, dass wir alles selbst gestalten können. Die Tendenz geht dahin, möglichst einen festen Willen zu entwickeln, um sich gegebenenfalls durchsetzen zu können. Der Versuch, sein Leben in allen Facetten selbst zu kreieren und im Griff zu haben, lässt die Menschen aber immer wieder scheitern. 
Der Wille Gottes ist bei näherer Betrachtung nichts Fremdes. Letztendlich ist Gottes Wille identisch mit unserem eigenen Willen! Aber nicht mit dem Willen, den der Intellekt uns vorgibt, vielmehr mit dem Willen, der unserem wahren innersten Herzen entspringt.
In unserem Herzen ist eine tiefe Sehnsucht, nämlich die einmalige Gestalt und Persönlichkeit zu werden, die uns zugedacht ist. Die Sehnsucht, der oder die sein zu dürfen, als die wir gewollt sind. Mit diesem Wissen verliert „dein Wille geschehe“ das Bedrohliche. Eine gute Bezeichnung dafür ist auch, absichtslos zu sein. Absichtslosigkeit nimmt den Druck und die Angst, sie öffnet das Herz. Damit bekommt auch die Demut ihren Platz. 
Der Wille Gottes ist das Leben. Je mehr und intensiver ich mein eigenes Leben lebe, umso besser. Der Wille Gottes ist auch das, was gerade ist, die aktuelle Realität.
Statt dein Wille geschehe, kann man auch sagen, ich lasse mich von Gott führen.
Wer seinen eigenen Willen einsetzt, ist noch meilenweit von der Erleuchtung entfernt.

Herzlichst
August

Trennlinie

23.08.2017

Prophet

Es gibt eine Form der Prophetie, die in jedem Menschen steckt, das heißt, jeder von uns ist ein innerer Prophet. Oft ist sie verschüttet und den meisten von uns ist diese Eigenschaft auch nicht bewusst. Dieser innere Prophet drückt das aus, was Gott nur durch diesen bestimmten Menschen und sein Leben ausdrücken kann. Durch jeden Menschen wird ein Aspekt Gottes sichtbar, der nur durch ihn in dieser Art und Weise sichtbar werden kann. 
Die andere Form ist ein von Gott erwählter Prophet, dieser ist einer, der im Namen Gottes spricht.
Um ein Prophet zu sein braucht es:
Die Berufung durch Gott.
Eine Grundhaltung des Hörens auf Gott (nicht mein Wille, sondern sein Wille geschehe).
Eine Wachsamkeit für das Leben, für die Vorgänge in der Gesellschaft und für die Nöte der Zeit und der Menschen.
Die Möglichkeit und das Erfordernis, sich immer wieder in die Stille zurück zu ziehen.
Die Fähigkeit sich immer wieder neu zu orientieren, sich immer wieder auf Gott auszurichten.
Ein Prophet kann die Dinge so sehen, wie Gott sie sieht. Er steht auf und benennt Ungerechtigkeiten. Er widerspricht gegen die Falschheit. Er nennt die Dinge beim Namen, ohne Angst zu haben, anzuecken. 
Ein Prophet darf nicht blind werden für seine eigene Wahrheit. Er tritt gegen alle lebensfeindlichen Tendenzen in der Gesellschaft auf. Die Gabe des Sehens und der Prophetie ist dazu da, um die Wahrheit auf die Erde zu bringen. 
Der Prophet überbringt die Botschaft Gottes an die Menschen und trägt deren Bitten weiter an Gott.
Zu allen Zeiten gab es selbsternannte Propheten, die Herausforderung ist daher, mit dem Herz zu prüfen, welcher Geist dahinter steckt (echter oder falscher Prophet). 

Herzlichst
August

Trennlinie

16.08.2017

Frohbotschaft

Was ist nun genau eine Frohbotschaft? Wohl etwas, das die Kraft in sich trägt, mich und hoffentlich auch andere Menschen froh zu machen. Für mich sind es Geschichten, die das Potenzial der Verwandlung oder neuer Sichtweisen in sich tragen, die ich aus meinem Leben und meiner Arbeit mit Menschen kenne.
Dies sind Bilder, Sätze, Ereignisse, Begebenheiten, die die Kraft hatten und haben, sich in besonderer Form auf mein Leben, bzw. das Leben anderer Menschen auszuwirken. Die Veränderung, neue Erkenntnisse, bzw. Einsichten, seelisches Wohlbefinden, ja sogar Heilung auf seelischer Ebene herbeiführen können.
Ich stellte mir vor, wie Jesus heute wirken würde. Seine Geschichten wären auf die Jetztzeit bezogen. Dinge, die die Menschen in ihrem alltäglichen Leben beschäftigen, alle Sorgen, Nöte, Unsicherheiten, Ängste, Kümmernisse, Freuden, usf. Seine Gleichnisse würden von der aktuellen Lebenssituation und den konkreten Bedürfnissen der Menschen handeln.
Durch meine Gabe der inneren Schau versuche ich genau dieses. Bilder, Gedanken oder auch ganz spezifische Hinweise, die mir unter anderem auch in meinen Gesprächen mit Gott geschenkt werden, verwandeln sich zu Gleichnissen, die immer in Bezug zu einem auftauchenden Thema stehen.
Warum ich erst jetzt eine Frohbotschaft schreiben kann, hat wiederum mit einer Gottesbegegnung zu tun. In einer Meditation wurde mir bewusst, dass Gott in einer neuen, sehr klaren, direkten Form zu mir spricht. Dies wurde möglich, weil ich aufhörte, mich selbst zu manipulieren (es gibt vielfältigste, sehr subtile Formen sich selbst zu manipulieren), seine Botschaften nicht mehr adaptiere, bzw. an meine Vorstellungen anpasste.
Damit hat sich auch die Erkenntnis über meine Berufung gewandelt: nicht ich tue mein Werk für Gott, sondern Gott kann sein Werk an mir, in mir und durch mich tun.

Herzlichst
August

Trennlinie

09.08.2017

ÜBER...

In der momentanen Gesellschaft und Zeit müssen wir lernen, mit dem Über- zu leben und nicht nur zu Überleben.
Im Folgenden führe ich beispielhaft an, was damit gemeint ist. 
Überfluss an vielen Dingen: Lebensmittel, Genussmittel, Informationen, Eindrücken, … Überfluss in allen Lebensbereichen für fast alle. Der heutige Mensch wird bereits ab der Geburt damit konfrontiert (und oft überfordert).
Überforderung, auch die gilt für alle Lebensbereiche, in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Freizeit. Hohe Ansprüche an den Lebensstandard, hohe Erwartungen an sich selbst, den Partner und die Kinder, ausgefallene Wünsche und Sehnsüchte führen oftmals zur Überforderung.
Überlastung, viele Erwachsene und Kinder sind überlastet, durch die Vielzahl an Verpflichtungen in Familie, Beruf, Freunde, Freizeit, Hobbys, usf.
Übermaß, viele Menschen tun sich schwer, das richtige Maß zu finden. Angebote in allen Richtungen sind im Übermaß vorhanden.
Übergewicht, ist ein sichtbarer Ausdruck dafür, dass wir mit dem Zuviel herausgefordert sind.
Überdruss, das Gegenteil von materiellem Mangel bewirkt bei uns Menschen einen Überdruss. Da passiert es, dass nichts mehr gut genug, schön genug, usw. ist. Auch werden wir der Dinge (vielleicht auch Menschen) bald überdrüssig. Neues muss her.
Überschwang ist ein emotionaler Zustand, der sich bei großer Freude einstellt. Es gibt aber auch den vermeintlichen Überschwang, der mit der Vorstellung einhergeht, immer glücklich sein zu müssen. 

Herzlichst
August

Trennlinie

02.08.2017

Mystiker

Ich habe die Mystiker vieler Religionen studiert, um zu erforschen, ob und welche Gemeinsamkeiten es gibt. Sowohl den jüdischen Chassidim, Meister Eckhard, Teresa von Avila, Johannes von Gott und anderen christlichen Mystikern, als auch den muslimischen Sufis bzw. Derwischen, den orthodoxen Starzen, hinduistischen Yogis, buddhistischen Tantrikern, Zen-Meistern, usf. galt mein Interesse.
Alle kommen im Wesentlichen zu den gleichen Aussagen und Erkenntnissen. Mir zeigte sich das Bild, als würden verschiedene Menschen an mehreren Stellen einer Wiese ein Loch in die Erde bohren. Irgendwann kommen sie alle auf das gleiche Grundwasser. 
Das Wesen des Mystikers ist, dass er gleichermaßen in der diesseitigen, sichtbaren Welt und in der jenseitigen, unsichtbaren Welt zu Hause ist. Er stellt eine Beziehung zwischen der sichtbaren und der unsichtbaren Welt her. 
Der Mystiker ist ein Mensch, der in seinem Herzen eine Dauerverbindung mit Gott hat. Er macht sich kein Bild von Gott, das ermöglicht ihm, Gott in all seinen Erscheinungsformen zu erkennen. Ein Mystiker legt Gottes Wirken keine Beschränkung auf, somit wird Gott für ihn JETZT und in ALLEM sichtbar. In der Sprache der EDV-Menschen ausgedrückt, hat der Mystiker eine Standleitung (WLAN-Verbindung) zu Gott. 
Die Beziehung beruht auf Dankbarkeit und einer freiwilligen Verpflichtung Gott gegenüber. Das Streben des Mystikers ist das Sterben des „ich will“. 

Herzlichst
August