Führungs-
coaching
BegleitungLehrgängeSeminareVorträgeAutorBücher/CDs

August Höglinger »
Blog Einsichten

In diesem Blog findest du Geschichten aus und vom Leben. Aus einer sichtbaren und unsichtbaren Welt. Ich möchte dich teilhaben lassen an meinen Erkenntnissen, Denkanstößen, Inspirationen, Erfahrungen, Ideen und neuen Plänen.
Dieser Blog ist vor allem für Absolventinnen und Absolventen meiner Seminare und Lehrgänge eingerichtet, denn mit Ihnen verbindet mich eine tiefe Herzensbeziehung und ein Stück gemeinsamen Weges.

Natürlich sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen.
In diesem Sinne freue ich mich und wünsche allen tiefe Einsichten.

Herzlichst
August

Archiveinträge




29.03.2017

Wie Beziehungen gelingen

Es gibt drei wesentliche Punkte, die zu einem gelingenden Beziehungsleben beitragen.
Zum Ersten, um eine gute/glückliche Partnerschaft leben zu können, ist es erforderlich sich von sich selbst und von den Eltern „scheiden“ zu lassen. 
Das bedeutet, dass ich das Familiensystem, in welchem ich das Kind bin, verlasse. Ich übernehme Verantwortung für mich und mein Leben, ich gehe meinen eigenen Weg, der nicht mehr parallel zu meiner Ursprungsfamilie verläuft. 
Die Scheidung von den Eltern beinhaltet, dass sie mich ziehen lassen  und sich nicht mehr in mein Leben einmischen. Im Idealfall trauen sie mir zu, dass ich im Leben, mit all seinen Höhen und Tiefen, bestehen kann. Das neue Verhältnis bewegt sich auf partnerschaftlicher Ebene, getragen von Liebe und Wertschätzung, aber auch von Respekt vor dem Leben des jeweils anderen. 
Zum Zweiten sollte ich mir selber ein Eheversprechen geben. Ich verspreche mir selber, dass ich mich liebe, ehre und achte. Des weiteren, dass ich mit mir gut umgehe und meinem Menschsein und meinen Herzensqualitäten treu bleibe und dass ich für persönliche Entwicklung offen bin. 
Erst wenn ich mir selbst dieses Versprechen gegeben habe, weiß ich, welches Versprechen ich meinem Partner/meiner Partnerin gebe. 
Vorrangig ist also meine Selbstliebe, weil ich einen anderen nur soweit lieben kann, wie ich mich selbst liebe. 
Der dritte Punkt ist die größte Herausforderung, dabei geht es darum, das Nichtgeliebte beim Partner zu lieben. Auch das beginnt wiederum bei mir. Es geht über den Weg, dass ich mich zuerst mit meinen Schattenseiten auseinandersetze. Dies sind abgespaltene Verhaltensweisen und Teile an mir, die ich nicht mag. Lasse ich diese einmal zu, ist der nächste Schritt, dass ich diese Seiten an mir akzeptiere. Die Meisterleistung besteht dann darin, dass ich dieses Ungeliebte in mein Herz nehme. Ist dies gelungen, kann ich mich darauf einlassen, auch das Ungeliebte in meinem Partner, in meiner Partnerschaft zu lieben. 
Was ich hier beschreibe ist ein Idealzustand von Beziehung der nicht leicht zu erreichen ist. Es lohnt sich aber, diesen anzustreben, da sich damit Freiraum für die Partner und für ihre jeweils ganz persönliche Entwicklung eröffnet. 

Herzlichst
August

Trennlinie

22.03.2017

Schmerz - Verletzung

"Die Wahrheit schmerzt manchmal, die Lüge verletzt!". Diese Erkenntnis half mir, zwischen Schmerz und Verletzung zu unterscheiden. Nicht jede Verletzung stammt von einer Lüge, aber viele Lügen verletzen. Dabei geht es nicht um eine Wertung, sondern um die Differenzierung. Bei der Verletzung durch Lüge ist es egal, ob sie mir durch eine andere Person zugefügt wird, oder ob ich mich selbst belüge. Die Verletzung durch Lüge kann man unter Umständen vermeiden. 
Schmerz, den die Wahrheit, das Leben, die Veränderung einer Realität, zufügt, ist nicht zu umgehen. Diese Form von Schmerz löst sich erst, wenn ein schicksalhaftes Ereignis als neue Wirklichkeit anerkannt wird. 
Die Lüge verletzt und kann auch schmerzhaft sein. Die Wahrheit kann unter Umständen große Schmerzen verursachen, verletzt aber nicht. Im Gegenteil, es besteht die Möglichkeit, dass sich etwas löst und ein Gefühl der Befreiung damit einhergeht. 
Weisheit erwächst daher aus dem, was ein Mensch aus seinem Schmerz macht!

Herzlichst
August

Trennlinie

15.03.2017

Wandlung - persönliche Erkenntnisse

Mir wurde bewusst, dass meine Liebe eine Wandlungskraft hat. Sie wandelt das Ungeliebte (Böse). Das Ungeliebte möchte aber nicht gewandelt werden, sondern so belassen, wie es ist. Es gibt Menschen, die suchen diese Wandlungsliebe bei mir, aber es gibt auch Menschen, die wehren sich gegen meine Wandlungsliebe. Die Aufgabe ist dann, dass ich bei mir bleibe und mich (d.h. das Ungeliebte in mir) wandle und nicht den anderen. Diese Energie/Liebe bleibt dann bei mir und für mich und wandelt mich (Gott ist in mir und ich bin in ihm!). Das bedeutet, ich komme jetzt mit dem Ungeliebten, das mir im anderen begegnet zurecht. Alles was in mir gewandelt wird macht mich frei und stört mich beim anderen nicht mehr. Es gibt dann keine Erwartung, dass sich jemand oder etwas ändern soll. 
Das heißt also, die Wandlungsliebe muss MICH wandeln, dann ist es auch für alle anderen gewandelt. Die Menschen wollen geliebt werden, wie sie sind. Gelingt es, sie so zu lieben, wie sie sind, werden sie gewandelt. 
Später erkannte ich, dass sich die Wandlungsliebe in eine bewahrende, stabilisierende, schützende und behütende Liebe gewandelt hat, in die sogenannte Schutzliebe. Diese Liebe schafft Raum für ein gelöstes Wirken. Wenn ich mich in den anderen einfühle, dann werden seine Themen zu meinen. Dann geschieht mit Gottes Hilfe eine Wandlung in mir. Der andere muss nichts machen. 
Meine Wahrnehmung ist, dass sich mein Leben in dem Maße wandelt, wie ich im Lebensgespräch mit Gott bleibe, dh. Gott in all meinen Lebensvollzügen an erster Stelle steht.

Herzlichst
August

Trennlinie

08.03.2017

Symbole für Wandlung

Ich beginne mit ganz profanen Beispielen, die Wandlung plastisch verdeutlichen sollen: so wandelt sich Rahm zu Schlagobers oder der Mist wird zum Düngemittel. 
All jene Vorgänge in der Natur (deutlich ersichtlich auch an den Jahreszeiten) die vom Menschen nicht willentlich beeinflusst werden können, zeigen uns, dass permanent Wandlung geschieht: die Befruchtung eines Eies, Entpuppung eines Schmetterlings, die Erde, in ihr wandelt sich anorganische Materie zu organischer Materie, Laubblätter werden zu Kompost. Auch in unserem Körper finden viele Wandlungsprozesse statt z. B. Nahrung wird zu Energie.
Auch auf emotionaler-seelischer Ebene gibt es diese Wandlungen, so wird aus Unverständnis Verständnis, aus Ärger wird Freude, Angst wandelt sich in Mut, Kampf in Frieden, häufig geschieht Wandlung eben durch oder nach Erkenntnissen, aber auch durch Reifung.
In der Beichte geschieht Wandlung durch Vergebung. Alles was ich auf den Gabentisch lege, kann in der Hostie gewandelt zu mir zurückkommen. Eine besonders hohe Form der Wandlung ist, wenn es durch Gottes Gnade gelingt, vom Kreuz tragen, hin, zum Leben aus dem Herzen zu gelangen. Die für den Menschen wesentlichste Wandlung findet im Sterbeprozess statt. 
Wie erkenne ich, dass es einen Wandlungsstau gibt? 
Ich entwickle mich nicht mehr weiter. Der Grund dafür ist, dass sich das Herz aufgrund von äußeren oder inneren Einwirkungen verschlossen hat. Gelingt es, das Herz wieder zu öffnen, bekommt man Zugang zur eigenen Wandlung, aber auch zu der der Menschen im Umfeld. Z. B. ein Mann erzählt mir, dass sich bei ihm seit einem Jahr nichts mehr bewegt. Es stellte sich heraus, dass er aufgrund beruflicher Erfordernisse sein Herz verschlossen hat. Damit war bei ihm kein Wandel möglich, er hatte auch keinen Zugang zur Wandlung seiner Frau zum Muttersein und auch keine Herzensbeziehung zu seinem Kind.
Es gibt eine schlagartige Wandlung, oft bestimmt von Krankheit oder schicksalhaftem Geschehen. Aber es gibt auch eine kontinuierliche Wandlung, ein einfaches Beispiel dafür ist der Alterungsprozess.
Wandlung findet unwillkürlich statt, ohne mein Zutun. Wandlung kann man nicht erzwingen, man sollte aber offen dafür sein. In großer Not kann ich Gott um Wandlung bitten, es liegt aber in seinem Ermessen, ob diese dann auch geschieht.

Herzlichst
August

Trennlinie

01.03.2017

Stufenweise Wandlung des Menschen (nach Hl. Benedikt)

Verwandlung des Leibes
Der Leib (Körper) des Menschen wandelt sich in der Form, wie sein Alterungsprozess voran schreitet, bis er letztendlich wieder zu Staub wird. Diese Wandlung ist uns allen bewusst (auch wenn man sie nicht wahrhaben möchte), darüber hinaus gibt es aber auch eine spirituelle Wandlung des Leibes. Je mehr es einem Menschen gelingt so zu leben und zu sein, wie er von Gott gedacht ist, wird sich dies auf seinen Leib auswirken. Er wird zu einem vollkommenen Leib mit all seinen Unvollkommenheiten. 
Verwandlung der Gedanken und Gefühle
Dabei geht es darum, alte Gedankengebäude, die einzementiert sind und den Platz für Neues behindern, zu erkennen und sein Herz zu öffnen (dies ist oft mit sehr vielen Ängsten verbunden) für die Wandlung. Dasselbe gilt für eingegrabene, behindernde Gefühlsstrukturen, die aufgrund von Lebenserfahrung und Familienregeln aufgebaut wurden. Wird es mit Gottes Hilfe möglich diese zu wandeln, so wird der Kern des eigentlichen ICH immer mehr und mehr freigelegt. Spirituelle Entwicklung in alle Richtungen steht dann offen. 
Verwandlung des Willens
Die Verwandlung des Willens erscheint mir als die wesentlichste! Das bedeutet, dass ich meinen Willen loslasse und mich Gottes Willen – dein Wille geschehe – unterordne. Das beinhaltet die totale Hingabe und absolutes Vertrauen in die Güte und Liebe Gottes. Dies ist eine hohe spirituelle Kunst und bedeutet unabhängig zu sein von irdischen Vorgängen und ist verbunden mit völligem Freisein von unwesentlichen Dingen.  

Herzlichst
August