In diesem Blog findest du Geschichten aus und vom Leben. Aus einer sichtbaren und unsichtbaren Welt. Ich möchte dich teilhaben lassen an meinen Erkenntnissen, Denkanstößen, Inspirationen, Erfahrungen, Ideen und neuen Plänen.
Dieser Blog ist vor allem für Absolventinnen und Absolventen meiner Seminare und Lehrgänge eingerichtet, denn mit Ihnen verbindet mich eine tiefe Herzensbeziehung und ein Stück gemeinsamen Weges.
Natürlich sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen.
In diesem Sinne freue ich mich und wünsche allen tiefe Einsichten.
Herzlichst
August
Archiveinträge
30.09.2026
In die Augen schauen
In meinem beruflichen Alltag als Coach habe ich viele Konfliktgespräche moderiert. Ich entdeckte, dass sich die beiden Menschen, die einen Konflikt haben, sich anfangs nicht in die Augen schauen konnten. Dass der Konflikt gelöst ist, erkennt man daran, wenn sie sich wieder in die Augen schauen können.
Diese Erfahrung brachte mich auf die Idee, eine Übung mit mir selber zu machen. Dabei schaue ich mir selber im Spiegel tief in die Augen. Nur wenn ich mir selber tief in die Augen schauen kann, bin ich mit mir selbst im Reinen, nichts ist offen und kein Konflikt ungelöst.
Herzlichst
August
23.09.2026
Fülle Gottes
Wir müssen in erster Linie die Liebe Gottes annehmen und die Fülle, die damit verbunden ist. Die Liebe ist so groß, dass wir alle Hände voll zu tun haben, diese unendliche Liebe anzunehmen. „Voll der Gnade“ – das ist das Versprechen. Und der „Herr ist mit dir“. Wenn wir uns füllen lassen von seiner Liebe, dann kann die Liebe aus uns heraus weiter in die Welt fließen. Fülle und Überfülle sind noch nicht alles, sie werden durch die Unendlichkeit übertroffen. Je leerer ich bin, umso mehr Platz hat Gott in mir.
Gott gab mir den Hinweis auf den Faulenzertag. Dieser Tag ist in der Bibel als Sabbat festgelegt und wird fast nur von den orthodoxen Juden gelebt. Wenn alle acht Milliarden Menschen diesen Tag einhalten würden, wäre das Energieproblem gelöst. Der Begriff muss noch übersetzt werden für andere Bereiche. Es geht um eine freiwillige Beschränkung, um einen bewussten Verzicht.
Gleichzeitig ist ein bewusster Sabbattag ein Hort der inneren Fülle. Die Seele kann sich erholen, Unbewusstes kann sich zeigen, Kreatives kann entstehen und Gott kann in uns und durch uns wirken.
Herzlichst
August
16.09.2026
Selbsterkenntnis
Wenn ich mich auf den spirituellen Weg begebe, werde ich unweigerlich mit dem Thema Selbsterkenntnis konfrontiert. Denn es heißt: Erkenne dich selbst, dann wirst du Gott erkennen.
Bei der gesellschaftlichen Schau auf dieses Thema fällt auf, dass seit geraumer Zeit nicht Selbsterkenntnis sondern Selbstoptimierung im Vordergrund steht. Dafür wird derzeit von vielen Menschen sehr viel Energie und auch Geld aufgewendet.
Selbsterkenntnis ist ein sehr komplexes und tiefgründiges Anliegen. Dabei muss ich mich wirklich mit mir und meinem Innersten auseinandersetzen. Das Bedürfnis danach zu wissen „Wer bin ich?“ ist sehr groß. Viele Menschen, auch junge sind auf der Suche danach. Ohne diesen innersten Wunsch würde vieles, was in den Sozialen Medien angeboten wird, nicht auf fruchtbaren Boden fallen.
Es gibt viele Irrwege auf dem Weg der Selbsterkenntnis. Es sind viele Angebote, die von außen kommen, eben durch Soziale Medien, Medien jeder Art, gesellschaftliche Trends, vermeintliche Gurus, usf. All das bringt mich weg von mir und hilft mir wenig, mich selbst zu erkennen, es bleibt bei der Außenorientierung.
Selbsterkenntnis setzt voraus, dass ich mich mit dem auseinandersetze und beschäftige, was sich in mir zeigt. Dabei braucht es große Ehrlichkeit mit mir selbst, dh ich mach mir nichts vor. Ein guter Gradmesser, ob ich aufrichtig mit mir bin, ist die Intuition. Ganz intuitiv weiß ich, ob ich mich belüge oder mein Wunschdenken durchschlägt. Auch an meinen Emotionen kann ich mich orientieren, wenn ich gelernt habe, ihnen zu vertrauen.
Es geht darum, alle Seiten an mir zu sehen, alle Persönlichkeitsanteile. Aber nicht nur die angenehmen, sondern vor allem auch die weniger schmeichelhaften, oft verdrängten dunklen Seiten an mir. Wichtig ist nichts zu bewerten, das eine als besser und das andere als schlechter anzusehen und auch den Versuch zu unterlassen, Unangenehmes sofort wieder zu verdrängen.
Selbsterkenntnis ist ein herausfordender Prozess, ein langer Weg der Wahrhaftigkeit. Es gilt alle meine Licht- und Schattenseiten zu integrieren und dazu zu stehen. Selbsterkenntnis ist ein Weg zur inneren Heilung.
Herzlichst
August
09.09.2026
Fülle und Leere
Bei der inneren Fülle gibt es die Leere mit im Schlepptau. Sie ist noch schwerer auszuhalten als die Fülle, man merkt es zB am Nichtstun. Fülle und Leere bedingen sich gegenseitig, das heißt, in der Fülle tut sich die Leere auf und in der Leere die Fülle.
Die Leere ist ein wichtiger spiritueller Zustand, in diesem Zustand hat Gott Zugriff auf uns. Neue, kreative Gedanken und Erkenntnisse können entstehen.
An meiner Kraft, die mir Gott zur Verfügung stellt, merke ich, dass ich mich derzeit offensichtlich mit den richtigen Themen auseinandersetze: Es ist die Fülle bzw. die Überfülle. Zur Erklärung gehören auch die Stufen beginnend mit Enthaltsamkeit, Genügsamkeit, Sattheit und Völlerei. Diese Differenzierung ist erforderlich, um das richtige Maß zu finden.
Als erstes beginnen wir damit, die Fülle und Überfülle emotional und quantitativ zu sehen. Denn es ist im Herzen fast nicht auszuhalten, wenn ich das sehe. Daher ist mein erster Schritt, die Fülle und Überfülle sichtbar zu machen. Sozusagen ein Bewusstsein dafür zu schaffen.
Da ist Maß halten enorm wichtig – das rechte Maß. Nicht Zuviel und nicht Zuwenig. Auch die Frage der Qualität ist neben der Quantität wichtig. Was brauche ich wirklich zum glücklichen, zu einem zufriedenen Leben? In welcher Menge? Muss ich vorsorgen? Gibt es noch etwas Besseres für mich? Bin ich ständig übersättigt? Es ist wichtig, den Sättigungspunkt zu kennen.
Die Welt kennt kaum ein Rezept gegen die Fülle. Freiwilliger und erzwungener Verzicht spielen eine Rolle. Dabei ist wichtig zu erkennen, was benötige ich wirklich. So kann ich ein Gespür für das richtige Maß entwickeln und bewusster Verzicht üben. Das richtige Maß ist für die körperliche, geistige und emotionale Gesundheit immens wichtig.
Herzlichst
August
02.09.2026
Fülle und Leere
Es geht um die innere Fülle und die Fülle im Außen.
Bei der äußeren Fülle, kämpfen wir mit der Überfülle. ZB an Informationen und Desinformationen, an Festen und Kulturangeboten, an Freizeitangeboten generell. Aber auch an Angeboten von Lebensmittel, elektrischen und elektronischen Gegenständen, Spielzeug, Bücher, die Liste ließe sich endlos fortsetzen. Auch das gesamte Wirtschaftsleben leidet an der Völlerei, da permanentes Wachstum gefordert ist.
Im Gegensatz dazu gibt es aber auch viele menschliche Bereiche, wo immer noch Mangel herrscht. Die Kluft zwischen Mangel und Überfülle wird immer größer.
Gott ist großzügig und bietet uns alles in Fülle an. Ungesund ist die Überfülle. Der bewusste Verzicht wäre gefragt. Aber auch das Maß halten ist enorm wichtig – das richtige Maß. Nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig.
Wenn ich auf meine Vorfahren zurück blicke, sehe ich pures Unverständnis was das Thema (Über-)Fülle anbelangt. Es gab kaum Süßigkeiten und man bewegte sich sehr viel. Ein wenig habe ich diese Zustände selber erlebt. Die Erfahrung mit dem Zuwenig haben die Vorfahren in unsere DNA eingespeichert, mit dem Zuviel gibt es keine Erfahrung. Das bedeutet, dass das richtige Verhalten zu diesem Thema neu aufgebaut werden muss.
In der Fülle muss ich mich entscheiden und auf Vieles verzichten. Früher war so wenig da, dass keine Auswahl zu treffen war. Erst wo das Viele verschwindet, kann die Fülle in uns aufgehen.
Herzlichst
August
