In diesem Blog findest du Geschichten aus und vom Leben. Aus einer sichtbaren und unsichtbaren Welt. Ich möchte dich teilhaben lassen an meinen Erkenntnissen, Denkanstößen, Inspirationen, Erfahrungen, Ideen und neuen Plänen.
Dieser Blog ist vor allem für Absolventinnen und Absolventen meiner Seminare und Lehrgänge eingerichtet, denn mit Ihnen verbindet mich eine tiefe Herzensbeziehung und ein Stück gemeinsamen Weges.
Natürlich sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen.
In diesem Sinne freue ich mich und wünsche allen tiefe Einsichten.
Herzlichst
August
Archiveinträge
31.12.2025
Reifestufe der Gottesbeziehung
Ab einer gewissen Reifestufe der Gottesbeziehung kann man nur mehr in Metaphern von Gott reden.
Manche glauben, sie haben ihn schon gefunden und plötzlich ist er nicht mehr erkennbar. Denn Gott übersiedelt immer wieder, ohne seine neue Anschrift zu hinterlassen. Man sucht ihn noch in der 1. Klasse und er ist in die 2. Klasse übersiedelt. Man sucht ihn dort, wo er nicht mehr ist. Man schaut dort hin, wo er früher war, aber jetzt nicht mehr ist.
Dann fühlt man sich gottverlassen. Alles bisher erkannte und praktizierte verliert an Bedeutung, Gott ist so nicht mehr erfahrbar. Auch ein Bedeutungsverlust des Verstandes ist hinzunehmen. Man versteht Gott nicht mehr, weil er nur mehr über Gleichnisse und Metaphern beschreibbar und verstehbar ist. Ein völlig neuer Zugang zu Gott muss gefunden werden.
Herzlichst
August
24.12.2025
Leere
Als ich in der Meditation in die tiefsten Ebenen meiner Seele vordrang, vergleichbar mit dem 7. Unterkellergeschoss, entdeckte ich vor dem nächsten Kellergeschoss eine Betondecke, die vollkommen geschlossen war. Ich vermutete dahinter etwas ganz Dramatisches. Stattdessen war es die Leere, die sich an der tiefsten Stelle meiner Seele zeigte. Und zwar die Form von Leere, die einen zutiefst spirituellen Zustand darstellt und ohne die die Fülle nicht erlebbar wird.
Herzlichst
August
17.12.2025
Dein Wille geschehe
Die Triebfeder vieler Menschen sind die eigenen Wünsche, Hoffnungen, Ideen, Vorstellungen, usf. Wenn ich mich in meiner spirituellen Entwicklung dazu bekenne, das zu tun, was Gott will, dann bleiben die eigenen alten Wünsche, usw. unerfüllt.
Es ist daher wichtig, die eigenen Wünsche und alles was dazu gehört, loszulassen. Ist das nicht der Fall, tauchen sie ständig wieder auf und wollen erfüllt werden. Das bedeutet jedes Mal ein Rückfall in: Mein Wille geschehe!
Es ist also nicht genug, „dein Wille geschehe“ zu sagen. Man muss Gottes Willen einatmen und den eigenen Willen ausatmen. Das bedeutet auch, immer wieder bewusst zu schauen, ob mein Wille wieder dominant wird.
Herzlichst
August
10.12.2025
Nicht dankbar sein
Nicht dankbar zu sein, ist die Weigerung, die Gaben Gottes als Geschenke des Lebens anzunehmen.
Dankbar sein heißt erkennen, dass Gott sich erkenntlich gezeigt hat, indem ich das bekomme, was für meine persönliche Entwicklung im Moment nötig ist.
Was bedeutet das? Dass es gar nicht so einfach ist, für das Richtige zu danken. Manchmal sind wir für das Falsche dankbar. Wenn etwas Positives geschieht, sind wir dankbar, bei Negativem nicht. Ohne die schwierigen und schmerzhaften Erfahrungen in unserem Leben würden wir uns nicht weiter entwickeln. Und auch der Idee verhaftet bleiben, dass wir alles aus eigener Kraft schaffen können. Ohne Herausforderungen in unserem Leben würden wir einer spirituellen Trägheit anheimfallen und Gott hätte kaum Bedeutung in unserem Leben.
Herzlichst
August
03.12.2025
Warum fällt mir Dankbarkeit so schwer?
Ich tu mir so schwer mit dem Dankbarsein. Wie kann das leichter werden? Diese Frage wurde mir gestellt. Ich habe dazu folgende Überlegungen angestellt:
Eine Möglichkeit ist, sich an positive Momente zu erinnern. In Form von Bildern inneren und auch äußeren, ein Glückstagebuch zu führen und ähnliches. Und dann beginne damit, dafür dankbar zu sein. Wichtig ist auch daran zu denken, dass jedes Minus auch ein Plus hat. Das bedeutet, dass ich mir immer auch die zweite Seite einer Sache, Angelegenheit, usw. anschauen sollte.
Warum kann ich gar nicht dankbar sein?
Da ist meistens ein verschlossenes oder verwundetes Herz die Ursache. Da stellt sich die Frage, wie kann man es heilen?
Um es zu heilen gilt es, sich die eigenen Ängste anzuschauen. Des Weiteren eine vorhandene Trauer auszuleben, Abschiede und Verluste zu betrauern. Auch Aggressionen sollten abgebaut werden, indem ich auf den Schmerz dahinter schaue, usf. Auch die Liebe eines Menschen, die wie Balsam ist, kann ein verschlossenes Herz öffnen. Und nicht zuletzt spielt auch Vergebung eine große Rolle. Wenn ich nicht vergeben kann, bleiben die Wunden die mir andere oder ich mir selbst zugefügt habe und dann kann das Herz auch nicht heil werden. Ein ganz wesentlicher Punkt ist auch, dass man sein Schicksal annimmt.
Herzlichst
August
