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August Höglinger »
Blog Einsichten

In diesem Blog findest du Geschichten aus und vom Leben. Aus einer sichtbaren und unsichtbaren Welt. Ich möchte dich teilhaben lassen an meinen Erkenntnissen, Denkanstößen, Inspirationen, Erfahrungen, Ideen und neuen Plänen.
Dieser Blog ist vor allem für Absolventinnen und Absolventen meiner Seminare und Lehrgänge eingerichtet, denn mit Ihnen verbindet mich eine tiefe Herzensbeziehung und ein Stück gemeinsamen Weges.

Natürlich sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen.
In diesem Sinne freue ich mich und wünsche allen tiefe Einsichten.

Herzlichst
August

Archiveinträge




29.11.2017

Was ist Erfolg vor Gott?

In einem meiner Meditationsleiterkurse leitete ein Teilnehmer einen halben Tag die Gruppe meditativ an. Er bat uns in die Stille zu gehen und auftauchen zu lassen, was ein Erfolg vor Gott ist. Die Meditation dauerte 20 Minuten. Die ersten 19 Minuten tauchte bei mir nichts auf. 
Dann erschienen vor meinem inneren Auge sechs bis sieben Personen, die ich einmal begleitet hatte. Diese Menschen fanden durch meine Begleitung – von mir zum Teil gar nicht beabsichtigt – zu Gott oder wieder zu Gott. 
Ich war frustriert, weil ich doch viele Jahre und Jahrzehnte in der Welt erfolgreich war. Meine Erkenntnis daraus war, dass dieser weltliche Erfolg vor Gott nicht zählt. 
Auf den von mir geäußerten Frust reagierte der anleitende Teilnehmer, indem er mich auf meine Undankbarkeit hinwies. Nach dem Talmud würde im Leben ein einziger Mensch reichen, der durch mein gewolltes oder ungewolltes Zutun zu Gott gefunden hat. 
Erfolg vor Gott ist also, wenn ich Menschen zu Gott und damit zum Leben führe. Ich weiß dann, dass ich auf Gott höre, denn der Wille Gottes ist das Leben. Je mehr und intensiver ich lebe, umso besser, dies gilt für jeden Menschen. 
Gott und damit auch dem Leben zugewandt sein, zeigt sich im Glauben, in der Hoffnung und in der Liebe!

Herzlichst
August

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22.11.2017

Meine Erfolgsmethoden

Wenn sich für mich im Leben oder in einer Meditation ein Thema zeigt, dann kann ich davon ausgehen, dass dies für mich und in weiterer Folge auch für meine Arbeit mit Menschen wichtig ist. 
Eine meiner Erfolgsmethoden und Herangehensweisen ist dann die Puzzle-Methode (ich bezeichne sie so). 
Ich sammle solange Puzzlestücke (Erkenntnisse, Erfahrungen, schriftliche Beiträge, usf.) über ein Thema, bis für mich das gesamte Bild zu erkennen ist. Meist brauche ich nicht alle Puzzleteile, weil ich das Bild innerlich schon ergänzt habe – es hat sich in mir zu einem Ganzen zusammengefügt. 
Oft entdecke ich dann, dass dieses gefundene Bild selbst nur ein Puzzlestück eines noch größeren Bildes ist. So habe ich mich zum Beispiel dem Thema „Führen“ genähert, bis ich es als Bild erfasst hatte. Aber auch bei allen anderen Themen, die in Form eines Buches erschienen sind, wandte ich diese Methode an. 
Letztendlich sind alle diese Themen ein Teilstück des Bildes „Leben“!

Herzlichst
August

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15.11.2017

Erfolg

Zwei Dinge sind für den Erfolg und die Erfolgssteigerung Voraussetzung:
Zum Einem, das Wissen über Bedürfnisse und ihre Befriedigung. Das bedeutet, ich bin dann erfolgreich, wenn ich die Bedürfnisse der Menschen kenne und erfülle. Ich kann das nur, wenn ich vorher in der Lage bin, mir meine eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. 
Zum Zweiten, die Kenntnis und der Umgang mit beschränkenden Faktoren. Das kann sein, dass mir mein Ego, mein Wollen im Wege stehen, aber auch die Vorstellung des eigenen Unvermögens, bzw. ein Minderwert. 
Um erfolgreich zu sein, müssen Ich-Bezogenheit und das Negative ausgemerzt werden. Erst dann ist es möglich, den äußeren Erfolg zu verinnerlichen, außen und innen sollte im Einklang sein. 
Erfolg drücke ich gerne so aus, indem ich sage, die Früchte ernten – dies bringt es für mich besser auf den Punkt: Ich sehe, was da ist, es wächst von selber und ich ernte es. Es ist der leise, kleine und fast unsichtbare Erfolg, den ich suche und liebe.
Für mich war die Erkenntnis, dass ich dann heil bin, wenn ich im Erfolg den Misserfolg und im Misserfolg den Erfolg sehe, sehr prägend. Für den Misserfolg brauche ich gleich viel Energie, wie für den Erfolg.
Eines Tages hatte ich das Gefühl, mein Leben ist vollkommen. Ich konnte die Höhen des Erfolgs und die Niederungen des Scheiterns gleichwertig nebeneinander stellen.

Herzlichst
August

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08.11.2017

Stufen im Leben überspringen

In jungen Jahren hatte ich die Gewohnheit, immer zwei Stufen auf einmal zu nehmen, wenn ich eine Treppe hinauf stieg. Ich strotzte vor Kraft und Energie. Im meinem Leben wirkte sich das so aus, dass ich schneller unterwegs war, als meine Altersgenossen und ich machte auch früh Karriere. Ich war also doppelt so schnell oben als die anderen.
Nach Jahren entdeckte ich, dass ich wieder hinunter steigen und ALLE übersprungenen Stufen nachholen musste. Die Erkenntnis war, dass man auf dem Weg zu sich selbst keine Stufe überspringen kann und darf. Jede Stufe lehrt mich etwas ganz Eigenes und somit ist jede Stufe bedeutsam auf dem Weg zu mir und damit zu Gott.
Bis vor einiger Zeit störte mich nichts an der Formulierung: "Ich will mein Leben leben". Im Gegenteil, ich sah darin eine Fülle und Vielfalt an Möglichkeiten, wie ich mein eigenes Leben gestalten konnte. 
Doch dann fiel mir auf, dass es eine viel passendere Formulierung gibt und zwar: "Ich lasse mich mit ganzem Herzen auf das Leben ein!" Nicht mehr ich gestalte, sondern mein Herz und damit Gott führt mich. Erst wenn das Herz nicht mehr ausgeklammert wird, bekommt mein Leben die Tiefe, die für die wahre Erfüllung notwendig ist.

Herzlichst
August

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01.11.2017

Zeichen einer gesunden Spiritualität

Die gesunde Spiritualität lässt sich an etlichen Faktoren festmachen.
Ich beginne mit der Kunst des gesunden Lebens. Das heißt, ich eigne mir eine gesunde Lebensweise an, achte auf mein Essen und meinen Tagesrhythmus, habe Freude an meiner Arbeit, umgebe mich mit Menschen, die mir etwas bedeuten und achte in allen Lebensvollzügen auf das richtige Maß.
Ich spüre einen inneren Frieden, weil ich ausgesöhnt bin mit mir, meinem Leben, den Menschen und Gott. 
Ich bleibe durchlässig für den Heiligen Geist, dies beinhaltet, dass ich in der Gegenwart Gottes lebe, ihn in meinen Alltag einbinde.
Gelingt es mir lebendig zu bleiben, die Fülle des Lebens zu erkennen und dankbar zuzulassen, ist dies ein weiteres Zeichen für gesunde Spiritualität. 
Ganz ein wesentlicher Aspekt ist die Liebe: die Selbstliebe, die Nächstenliebe und die Liebe zu Gott. 
Das Gefühl der inneren Freiheit und des Nicht-Verhaftet-Seins sind ebenso wichtige Hinweise auf eine gelungene Spiritualität. Dies ermöglicht ein Leben in Wahrhaftigkeit, dh. ich stehe zu mir und dem wer ich bin und was ich tue. 
Absichtslosigkeit hilft mir, den Willen Gottes zu folgen und mein Wollen loszulassen.
Ebenso unterstützt mich Achtsamkeit und Wohlwollen im Umgang mit mir, den anderen und der Natur.
Nicht zuletzt ist Demut der ständige Begleiter der gelebten Spiritualität, sie besagt: Es ist, wie es ist! Es war, wie es war! Und es wird sein, wie es sein wird!

Herzlichst
August