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August Höglinger »
Blog Einsichten

In diesem Blog findest du Geschichten aus und vom Leben. Aus einer sichtbaren und unsichtbaren Welt. Ich möchte dich teilhaben lassen an meinen Erkenntnissen, Denkanstößen, Inspirationen, Erfahrungen, Ideen und neuen Plänen.
Dieser Blog ist vor allem für Absolventinnen und Absolventen meiner Seminare und Lehrgänge eingerichtet, denn mit Ihnen verbindet mich eine tiefe Herzensbeziehung und ein Stück gemeinsamen Weges.

Natürlich sind alle Besucherinnen und Besucher herzlich willkommen.
In diesem Sinne freue ich mich und wünsche allen tiefe Einsichten.

Herzlichst
August

Archiveinträge




27.07.2016

Verantwortung

Verantwortung ist ein Begriff, der häufig und in unterschiedlichsten Zusammenhängen gebraucht wird. 
Wofür bin ich verantwortlich – in der Familie, in der Firma, in der Partnerschaft, bei  Freunden, in der Gesellschaft, usf.?
Ein Großteil der Menschen tragen Verantwortung für viele Bereiche oder übernehmen Verantwortung für alle möglichen Personen, gelegentlich entwickelt sich dies zu einer immer größer werdenden Mühsal und Scheitern ist oft vorprogrammiert. 
Die einzige Verantwortung die ich habe, ist die für mich und mein Leben und die trägt Gott mit mir. Was so einfach klingt, ist für viele Menschen das Schwierigste. 
Völlig unbewusst neigen wir dazu, uns für alles Mögliche und für alle möglichen Menschen verantwortlich zu fühlen, nur nicht für uns selbst. 
Übernehme ich Verantwortung für mich selbst, ist eine Konsequenz daraus, dass ich sonst keine Verantwortung tragen muss. Ich brauche diese nur auf den Boden der Realität zu stellen (also die augenblickliche, tatsächliche Wirklichkeit wahrnehmen und erkennen), dort steht sie gut.
Verantwortung für mich selbst übernehmen bedeutet, zu allen Folgen meines Tuns, meines Denkens, meines Handelns, meiner Äußerungen, zu Allem was von mir kommt, zu stehen. 
Dieses bedarf der ständigen Klärung, ist das jetzt meine Sache oder nicht. Dazu ist eine regelmäßige Reflexion der eigenen Person und der eigenen Beweggründe notwendig. Gelingt der Schritt der Rückbesinnung auf die Selbstverantwortlichkeit und das Respektieren der Verantwortlichkeit jedes Menschen für sich selbst, so kann sich das alltägliche Leben deutlich vereinfachen. Damit eröffnet sich Raum für Wesentliches, nämlich für die spirituelle Dimension des Lebens. 

Herzlichst
August

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20.07.2016

Ãœberlastung-Ãœberforderung-Burnout

Drei wesentliche Gründe gibt es, die zu Überlastung, in weiterer Folge zu Überforderung und letztlich auch zu einem Burnout führen können.
1. Die Unfähigkeit nein sagen zu können. Egal wer, egal was benötigt wird, ohne viel zu hinterfragen wird es erledigt.
2. Sich für alles verantwortlich fühlen, ohne dafür verantwortlich zu sein. Dies betrifft alle Lebensbereiche, also Arbeit, Familie, Freunde, Vereine, usw. Wird jemand gebraucht, fühlt man sich zuständig und verantwortlich. Dieses Gefühl korreliert stark mit dem Bedürfnis, es allen recht machen zu wollen. 
3. Man hat hohe Ansprüche an sich selbst und will alles schaffen und bewältigen. Verbunden damit ist das Gefühl, dass noch immer zu wenig geleistet wird, bzw. das Geleistete nicht gut genug ist. Häufig gesellt sich Perfektionismus hinzu.
Werden Warnzeichen der Seele und des Körpers, die auf diese Überlastung reagieren, nicht rechtzeitig erkannt und keine Änderung herbei geführt, kann die Überforderung in ein Burnout kippen.

Herzlichst
August

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13.07.2016

Vorsätze und Selbstdisziplin

Eines Tages interessierte mich, wie es bei mir mit meinen Vorsätzen und den Umgang damit aussieht. Dabei zeigten sich Gesetzmäßigkeiten die unbewusst wirken. 
Eine wichtige Erkenntnis: wenn ich mir einen Vorsatz mache, ohne ihn durchzuführen, mache ich mich zum Narren. ICH gebe mir eine Arbeitsanweisung, die ICH nicht ausführe (z. B. ich mache in Hinkunft mehr Sport, esse weniger, uä.). Ich gerate in einen Zwiespalt (ich nenne dies gelegentlich auch schizophren), ich möchte etwas tun, schaffe es aber nicht, da es an Selbstdisziplin fehlt. Irgendwann, nach einigen dieser Erlebnisse, nehme ich mich selbst nicht mehr ernst. 
Was ist nun das Geheimnis des Selbstgehorsams? Es gilt die Aufgaben zu finden, die mir liegen, die meinem Empfinden nach einen Sinn ergeben. Orientiere ich mich dabei an gesellschaftlichen Normen oder Vorstellungen, kann es leicht sein, dass ich völlig daneben liege. Wenn eine Aufgabe mir nicht „schmeckt“, will mich mein Gefühl, meine Antriebslosigkeit vor einer Beschädigung (indem ich etwas tue, was mir nicht gut tut) bewahren. Es empfiehlt sich, den Geschmack meines Willens zu erforschen und ihm das vorzusetzen, was er mag, damit kann ein unbewusster Widerstand vermieden werden. 
Mit einem Vorsatz geschieht eine unbewusste Programmierung. Das Unbewusste verliert sein Vertrauen in mich, wenn ich nicht mache, was ich mir vorgenommen habe. Wenn ich meinen Vorsätzen und damit mir selbst nicht gehorche, bin ich sehr gefährdet, das zu tun, was mir andere befehlen. Wobei viele Menschen dies vorziehen, weil es leichter ist anderen zu gehorchen (es nimmt mich aus der Verantwortung), als mir selbst zu befehlen. 
Die Königsdisziplin bei Vorsätzen ist allerdings jene, alles loszulassen und zu sagen: Ich nehme das, was kommt! Dies ist der spirituelle Weg, der Mut, Selbsterkenntnis und tiefes Vertrauen in Gott und das Leben erfordert. 

Herzlichst
August

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06.07.2016

Sinn der Angst

Ängste haben für uns eine sehr wichtige Bedeutung. Sie geben uns die unterschiedlichsten Hinweise, wo der Lebensweg gerade lang geht. Daher sollten wir auf sie achten und auf sie hören. 
Angst ist ein Zeichen, dass etwas Lebensfeindliches geschieht. Also etwas, was nicht dem Leben dient und damit auch nicht gut für mich ist.
Angst ist auch ein Zeichen, dass ich mein Leben noch nicht lebe. Möglicherweise orientiere ich mich zu sehr an anderen Menschen und Vorgaben, lasse mich von mir selber und meinen Bedürfnissen ablenken. 
Angst ist auch ein Hinweis auf das Fehlen von Liebe. In erster Linie mangelt es meist noch an der Selbstliebe. Damit bin ich dann auch nicht offen für die Liebe von anderen Menschen oder auch für die Gottesliebe. Diese können nur soweit zugelassen werden, wie auch meine Selbstliebe geht.
Angst gibt auch Hinweise darauf, dass ich noch nicht auf dem Pfad der Berufung bin. Dies bedeutet, dass ich möglicherweise noch völlig anders lebe oder etwas anderes arbeite, als wirklich für mich vorgesehen wäre. 
Angst zeigt mir auch, dass ich wider meine Natur lebe. Das heißt, ich achte nicht auf meinen inneren Rhythmus oder die Signale meines Körpers und meiner Seele. 
Angst entsteht auch, wenn die Wut ignoriert wird. Diese zeigt mir zB Grenzverletzungen an. Die Energie der Wut benötige ich zu meiner Verteidigung. Lasse ich die Wut nicht zu, kommt es zur Aggressionshemmung.  Dieses führt dazu, dass die Wut in mir stecken bleibt und mich selbst schädigt (Autoaggression). 
Jede Veränderung ist ebenfalls mit dem Thema Angst verbunden. Sie ist der Hinweis darauf, dass eine neue Realität entstanden ist und dass diese erkannt und angenommen werden muss. 
Ängste sind also ganz wichtige „Lebensberater“, wenn wir sie ernst nehmen und in unser Leben integrieren. Werden sie jedoch abgespalten, können sie als große Bedrohung erlebt werden und das Leben dominieren. 

Herzlichst
August